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Mittlerweile kennt sie jeder – diese kleinen, knackigen Kurzvideos, die sich auf unseren Smartphones so leicht wegwischen lassen wie Brotkrümel auf dem Frühstückstisch.

Short Videos finden aber schon länger nicht mehr nur auf Social-Media-Plattformen statt. Auch in der Google-Suche tauchen sie immer häufiger auf.

Google testet die Google-Shorts-Integration bereits seit Ende 2020 immer wieder. Doch seit April diesen Jahres gibt es einen neuen Menüpunkt für „Short Videos“ in der mobilen Suche.

Benjamin Szturmaj hat in seinem Vortrag auf der SEOkomm zu vertikalen Videos unter anderem folgende Insights zu der Frage "Was macht vertikale Videos so spannend fĂźr SEO?" geteilt:

Vertikale Videos haben folgende Vorteile im Vergleich zu horizontalen Videos:

  1. Mehr Platz in den SERPs: Kurzvideos dominieren den verfügbaren Raum – perfekt für Aufmerksamkeitshascherei.
  2. Optimierte Darstellung: Vertikale Thumbnails wirken moderner und ansprechender, besonders mobil.

Kleiner Wermutstropfen: In der mobilen Suche fehlt den vertikalen Videos oft das Datum und die Videolänge. Aber auf welcher Plattform solltest Du Deine vertikalen Videos verÜffentlichen?

Unterschiedliche Plattformen: Vor- und Nachteile

Tabelle mit einem Vergleich von Plattformen fĂźr Kurzvideos, die Vor- und Nachteile in Bezug auf Cookie-Banner, App-Weiterleitungen und die Wiedergabe im Vollbildmodus aufzeigen:
YouTube Shorts: Keine Cookie-Banner, keine App-Weiterleitung (außer bei Klick auf den Kanal), Vollbildwiedergabe möglich.
TikTok: Cookie-Banner vorhanden, App-Weiterleitung erforderlich, keine Vollbildwiedergabe.
Instagram Reels: Cookie-Banner vorhanden, App-Weiterleitung erforderlich, keine Vollbildwiedergabe.
Facebook Reels: Cookie-Banner vorhanden, App-Weiterleitung erforderlich, keine Vollbildwiedergabe.
Pinterest: Cookie-Banner vorhanden, App-Weiterleitung erforderlich, keine Vollbildwiedergabe.
Self-Hosted: Abhängig von der Implementierung ("It depends"), keine App-Weiterleitung und keine Vollbildwiedergabe mÜglich.

YouTube Shorts bietet klare Vorteile wie nahtlose Integration in die Google-SERPs. Aber Benjamin rät davon ab, sich auf eine Plattform zu beschränken.

Er hat TikTok vs. YouTube getestet und festgestellt, dass nicht per se eine Plattform bevorzugt wird. Duplicate Content-Abstrafungen gibt es bei Videos nicht. Beachte jedoch, Google indexiert in der Regel das Video mit dem hĂśchsten Engagement. SERP-Domination gibt es nur selten. Mehr Plattformen = mehr Reichweite: Nutze TikTok, Instagram Reels, Facebook Reels oder Pinterest, um Deine Chancen auf Sichtbarkeit zu maximieren.

Wie kannst Du jetzt mit Short-Videos durchstarten?

Du hast schon kurze Videos oder startest mit der Produktion und mÜchtest zusätzlich die Google-SERPs erobern? Dann wßrde ich Folgendes tun:

1. Themen recherchieren: Als erstes wĂźrde ich prĂźfen, bei welchen Keywords das Short-Video-Vertikal auftaucht. Das kannst Du zum Beispiel via Sistrix sehen:

Sistrix-Keyword-Überblick mit dem Suchvolumen von 450 für das Keyword "sockenlocken" und der Anzeige, dass Short Videos in den Suchergebnissen vorhanden sind

Wenn Du genauer wissen mĂśchtest, welche Videos bereits gelistet werden und von welcher Plattform, kannst Du zum Beispiel DataforSEO nutzen:

Screenshot aus dem Tool DataforSEO mit JSON-LD-Daten zu kurzen Videos. Es zeigt Details eines "short_videos"-Abschnitts mit den Attributen:
Rank Group: 1
Rank Absolute: 7
Position: "left"
XPath: gibt den genauen HTML-Pfad an.
Titel des Abschnitts: "Kurze Videos".
Enthaltene Elemente:
"Socken Locken Versuch Nummer 2 💖🫶🏻 Ich finde beim Ersten mal hats b...", TikTok-Video von @mariesophie.
"Die Socken Locken Methode 🧦👌 #sockenlocken #haarstyling #overnightc...", TikTok-Video von @lenaksamuels.
"Paula Probierts! 😍🥳🎉 Socken Locken für meinen GEBURTSTAG", YouTube-Short von Paula Wolf Official.
"Socken Locken Tutorial: Wie finden wir die Socken Locken?😂", TikTok-Video von @daniklieber.
Die Links fĂźhren zu den Plattformen TikTok und YouTube.

Hier bekommst Du die Position angezeigt, an welcher Stelle der SERP das Feature rankt, Video Title, URL und die jeweilige Domain.

2. Plattform wählen: Entscheide Dich fßr Plattformen, die Deine Zielgruppe nutzt. Denk dabei auch an den Aufwand fßr Community Management und die Pflege der Kanäle.

3. Videos optimieren: Wenn Du Themen identifiziert hast und Dich für eine / mehrere Plattform(en) entschieden hast , solltest Du Deine Videos optimieren. Hier hat jede Plattform eigene Anforderungen – grundsätzlich sind folgende Dinge wichtig:

  • Video Title
  • Video Description
  • Ansprechendes Thumbnail
  • Untertitel
  • (Erste) Worte im Video

Mehr Tipps fßr YouTube findest Du in Sandras Artikel 5 Basic-Tipps fßr YouTube-Videos. Oder Du hältst die Augen in Deinem Postfach offen, um mehr ßber Social X SEO und Video-Optimierung zu erfahren.

Ich finde es immer wieder spannend, Synergien zwischen den verschiedenen Kanälen zu schaffen. Falls Du jetzt total Lust auf ein gemeinsames Projekt in die Richtung hast, melde Dich gerne bei mir. 💌

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