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Ich persönlich finde es super, wenn wichtige Filter auf Kategorieseiten direkt sichtbar sind, statt hinter einem Menü versteckt. Vorteil: Du kannst über Linktexte und Alt-Texte zusätzlichen Kontext für die interne Verlinkung liefern.

Ein gutes Beispiel liefert Babywalz bei Autositzen:

Darstellung einer Webseite von babywalz mit dem Titel "Kindersitze". Es sind verschiedene Kategorien von Kindersitzen zu sehen, darunter Babyschalen, Reboarder und Kindersitze. Unter der Überschrift sind Produktbilder mit Preisen und Bewertungen abgebildet. Ein Produkt ist der "Cybex - GOLD Kindersitz Pallas G3 Plus" zum Preis von 288,99 Euro, ein weiteres der "Maxi-Cosi - Premium Babyschale Pebble 360 Pro 2" mit einem reduzierten Preis von 242,99 Euro, zuvor 259,99 Euro. Die Seite zeigt auch Filter- und Sortieroptionen sowie eine Anzahl von 779 Artikeln.

Noch etwas gelungener finde ich die Babyone-Kindersitze, weil hier zusätzlich noch Gewichtsangaben sichtbar sind. Hier fehlt allerdings ein ALT-Text für die Bilder: Darstellung einer Webseite von BabyOne mit einer Produktauswahl für Kindersitze. Oben befindet sich eine Suchleiste mit dem BabyOne-Logo und verschiedenen Symbolen für Standort, Benutzerkonto, Wunschliste und Warenkorb. Darunter sind Kategorien für Kindersitze mit vier Produktbildern zu sehen: Ein Babyschalenmodell für 0 bis 13 kg, ein Reboarder für 0 bis 18 kg, ein Kindersitz für 15 bis 36 kg und ein weiterer Kindersitz für 9 bis 36 kg. Unter den Bildern steht die Gesamtzahl der Kindersitze mit 848 Produkten. Am unteren Rand sind zwei blaue Buttons mit den Beschriftungen „Filtern & sortieren“ und „Kategorien“ zu sehen. Aber Filter in Form von Bildern darzustellen, ist ja eher ein alter Hut. Hier kommen 3 Ideen, die ich persönlich gelungen finde.

1. Verlinkungen / Filter-Störer innerhalb eines PLP-Listings

Produkt-Listings innerhalb von Kategorien sind häufig sehr umfangreich. Je generischer die Kategorie, desto größer die Produktauswahl. Manchmal möchte ich genau das. Erstmal ein bisschen stöbern und schauen, was mich interessiert. Meistens kann man ja auch jederzeit einen Filter setzen. Du könntest aber auch versuchen, den Kunden gezielter zu steuern. Wir hatten ja schon das Beispiel der Bilderfilter bei Babyhändlern, aber wie wäre es, wenn ein zusätzliches Filterelement weiter unten im Listing käme? Genau das hat Westwing in der Leuchten-Kategorie gemacht:

Zwei Produktbilder nebeneinander, jeweils mit einer Designerleuchte. Links sind drei Tischlampen mit halbkugelförmigen Schirmen in den Farben Dunkelblau, Orange und Gelb auf einem hellen Podest zu sehen. Rechts steht eine runde Tischleuchte mit einem weißen, kugelförmigen Schirm auf einem spiralförmigen Metallfuß auf einem dunklen Untergrund. Unter den Bildern stehen die Markennamen 'Louis Poulsen' und 'Verpan'. Darunter sind zwei weitere Leuchten abgebildet: Links eine beige Tischlampe mit einem runden, bauchigen Sockel und einem zylindrischen Lampenschirm, rechts eine hängende Deckenleuchte mit mehreren weißen, blattförmigen Elementen, die einen runden Schirm bilden. Oberhalb der Bilder sind Produktnamen und Preise in schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund zu sehen.

Wann ist diese Form von Filtern sinnvoll?

  • Bei sehr generischen Kategorien.
  • Wenn Du bestimmte Marken oder Kategorien hervorheben möchtest.
  • Wenn Du weißt, dass bestimmte Produktattribute relevant sind, z.B. Schnitt oder Länge.

2. Durchklickbares Modul als Kaufberatung

Dem Onlinegeschäft fehlt es oft an Beratung. Aber auch das kannst Du durch gezielte Fragen besser abbilden. Vielleicht hast Du das sogar schon über die ChatGPT Shopping Research getestet. In Deinem Onlineshop kannst Du das ähnlich gestalten. Schön zeigen das zum Beispiel Bergfreunde oder Bergzeit bei Jacken.

Screenshot einer Webseite für Outdoor-Jacken mit dem Titel "Regenjacken & Hardshelljacken (545)". Oben befindet sich eine Suchleiste mit dem Text "Wonach suchst Du?". Darunter steht "Jackenberatung mit Marco" und die Frage "Für wen suchst du eine Jacke?". Zwei große Symbole zeigen eine stilisierte Frau und einen stilisierten Mann mit den Beschriftungen "Damen" und "Herren". Darunter sind zwei Jacken abgebildet: links eine grüne "Patagonia Torrentshell 3L Jacket" für 199,95 Euro mit einer Bewertung von 4,7 Sternen aus 73 Bewertungen, rechts eine gelb-schwarze "Ortovox 3L Deep Shell Jacket Skishell" mit einem roten Aufkleber "30 %" und einem Preis von 482,97 Euro, bewertet mit 4,5 Sternen aus 2 Bewertungen. Unter den Jacken sind Farbmuster in Rot, Blau, Schwarz und Braun zu sehen. Es gibt Buttons mit den Beschriftungen "Kategorien" und "Filter".

Screenshot einer Webseite von Bergzeit, die Damenjacken anbietet. Oben ist ein orangefarbener Hinweisbalken mit weißer Schrift zu sehen. Darunter befindet sich das Bergzeit-Logo links, daneben eine Suchleiste mit dem Textfeld 'Wonach suchst Du?'. Darunter ist ein Menü mit der Kategorie 'Bekleidung' und der Unterkategorie 'Jacken Damen'. Ein runder Avatar mit einem Foto einer Frau und der Text 'Lena hilft Dir, das Passende zu finden. Welche Art Jacke suchst Du?' ist sichtbar. Darunter sind drei Auswahlfelder mit Symbolen und Text: 'Überspringe diese Frage', 'Hardshell Wind- und wasserdichter Wetterschutz als äußere Lage' und 'Isolationsjacke Wärmende Zwischenschicht'. Unten ist eine Anzeige mit '2493 Artikel' und Filter- und Sortieroptionen. Weiter unten sind Kategorien wie 'Laufjacken', 'Wanderjacken', 'Fahrradjacken' und 'Hardshelljacken' zu sehen.

Hier kann ich mich über verschiedene Fragen und Auswahlmöglichkeiten zur “richtigen Jacke für mich” navigieren. Gleichzeitig bekomme ich durch die Umsetzung mit Marco und Lena ein Gefühl von Beratung und ein bisschen mehr Guidance durch den Filter-Dschungel. Beide Umsetzungen funktionieren über JavaScript und die angesprochenen URLs sind auf noindex. Du kannst aber auch versuchen, einen solchen Kaufratgeber mit Deinen vorhandenen Filter-URLs zu bauen und so zusätzlich auf Deine interne Verlinkung einzahlen. Zusätzlich können solche Elemente die Verweildauer auf Deiner Seite erhöhen.

Wann ist diese Form sinnvoll?

  • Bei beratungsintensiven Themen.
  • Wenn Du Deine Kunden inspirieren möchtest.
  • Wenn Deine Filterattribute kompliziert sind.

3. Cross-Kategorie-Verlinkungen

Bei H&M habe ich kürzlich eine weitere coole Idee entdeckt: Auf der Webseite von H&M sind zwei Produkte aus der Kategorie Umstandsmode abgebildet. Links ist eine schwangere Frau in einer weiten schwarzen Hose und einem schwarzen Oberteil zu sehen. Rechts hält eine Frau ein Baby und trägt eine beige, flauschige Jacke. Unter den Bildern stehen die Produktnamen und Preise: "MAMA WEITE HOSE" für 29,99 € und "MAMA BEFORE & AFTER" für 69,99 €.

Hier wird aus der Kategorie für Umstandsmode Babykleidung verlinkt. Das ist smart, aber auch ein bisschen gemein. Natürlich schaut man als schwangere Person dann gerne nochmal nach Dingen für das Baby.

Wann ist diese Form sinnvoll?

  • Wenn Kategorien thematisch zusammenhängen.
  • Um zusätzliche Inspiration oder Kaufmöglichkeiten zu bieten.
  • Wenn Du die Customer Journey über mehrere Bereiche hinweg begleiten willst.

Das ist (erstmal) mein letzter Newsletter. Ich widme mich 2026 einem ganz neuen Abenteuer, welches Du anhand der Beispiele in diesem Artikel vielleicht schon erahnen kannst. 😉 Bis dahin alles Gute! Ich bin gespannt, welche SEO-Maßnahmen Du 2026 umsetzt.

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