Ich persönlich finde es super, wenn wichtige Filter auf Kategorieseiten direkt sichtbar sind, statt hinter einem Menü versteckt. Vorteil: Du kannst über Linktexte und Alt-Texte zusätzlichen Kontext für die interne Verlinkung liefern.
Ein gutes Beispiel liefert Babywalz bei Autositzen:
Noch etwas gelungener finde ich die Babyone-Kindersitze, weil hier zusätzlich noch Gewichtsangaben sichtbar sind. Hier fehlt allerdings ein ALT-Text für die Bilder:
Aber Filter in Form von Bildern darzustellen, ist ja eher ein alter Hut. Hier kommen 3 Ideen, die ich persönlich gelungen finde.
1. Verlinkungen / Filter-Störer innerhalb eines PLP-Listings
Produkt-Listings innerhalb von Kategorien sind häufig sehr umfangreich. Je generischer die Kategorie, desto größer die Produktauswahl. Manchmal möchte ich genau das. Erstmal ein bisschen stöbern und schauen, was mich interessiert. Meistens kann man ja auch jederzeit einen Filter setzen. Du könntest aber auch versuchen, den Kunden gezielter zu steuern. Wir hatten ja schon das Beispiel der Bilderfilter bei Babyhändlern, aber wie wäre es, wenn ein zusätzliches Filterelement weiter unten im Listing käme? Genau das hat Westwing in der Leuchten-Kategorie gemacht:
Wann ist diese Form von Filtern sinnvoll?
- Bei sehr generischen Kategorien.
- Wenn Du bestimmte Marken oder Kategorien hervorheben möchtest.
- Wenn Du weißt, dass bestimmte Produktattribute relevant sind, z.B. Schnitt oder Länge.
2. Durchklickbares Modul als Kaufberatung
Dem Onlinegeschäft fehlt es oft an Beratung. Aber auch das kannst Du durch gezielte Fragen besser abbilden. Vielleicht hast Du das sogar schon über die ChatGPT Shopping Research getestet. In Deinem Onlineshop kannst Du das ähnlich gestalten. Schön zeigen das zum Beispiel Bergfreunde oder Bergzeit bei Jacken.
Hier kann ich mich über verschiedene Fragen und Auswahlmöglichkeiten zur “richtigen Jacke für mich” navigieren. Gleichzeitig bekomme ich durch die Umsetzung mit Marco und Lena ein Gefühl von Beratung und ein bisschen mehr Guidance durch den Filter-Dschungel. Beide Umsetzungen funktionieren über JavaScript und die angesprochenen URLs sind auf noindex. Du kannst aber auch versuchen, einen solchen Kaufratgeber mit Deinen vorhandenen Filter-URLs zu bauen und so zusätzlich auf Deine interne Verlinkung einzahlen. Zusätzlich können solche Elemente die Verweildauer auf Deiner Seite erhöhen.
Wann ist diese Form sinnvoll?
- Bei beratungsintensiven Themen.
- Wenn Du Deine Kunden inspirieren möchtest.
- Wenn Deine Filterattribute kompliziert sind.
3. Cross-Kategorie-Verlinkungen
Bei H&M habe ich kürzlich eine weitere coole Idee entdeckt:
Hier wird aus der Kategorie für Umstandsmode Babykleidung verlinkt. Das ist smart, aber auch ein bisschen gemein. Natürlich schaut man als schwangere Person dann gerne nochmal nach Dingen für das Baby.
Wann ist diese Form sinnvoll?
- Wenn Kategorien thematisch zusammenhängen.
- Um zusätzliche Inspiration oder Kaufmöglichkeiten zu bieten.
- Wenn Du die Customer Journey über mehrere Bereiche hinweg begleiten willst.
Das ist (erstmal) mein letzter Newsletter. Ich widme mich 2026 einem ganz neuen Abenteuer, welches Du anhand der Beispiele in diesem Artikel vielleicht schon erahnen kannst. 😉 Bis dahin alles Gute! Ich bin gespannt, welche SEO-Maßnahmen Du 2026 umsetzt.