Als Shop sind Deine Kategorieseiten wahrscheinlich das Herzstück Deiner Domain. Dort kann Deine potenzielle Kundschaft suchen oder stöbern und so auf Deinen Produktdetailseiten landen, um sie in den Warenkorb zu legen.
Aber was, wenn die User gar nicht erst auf Deine Kategorien stoßen?
Was, wenn sie dort nicht das erwünschte Shopping-Erlebnis bekommen?
Optimieren geht bekanntlich immer, aber häufig führen uns die Analysen doch wieder zurück zu den Basics. Als wir zuletzt mehrere Hundert Kategorien analysiert haben, um sie für den Wettbewerb einzuschätzen, sind uns nicht gerade wenige konkrete Optimierungsmöglichkeiten über den Weg gelaufen. Das tolle daran ist, dass wir so mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen konnten und der Shop so wieder etwas besser gemacht werden kann.
Unsere Findings möchte ich heute mit Dir teilen, damit Du sie auch bei Deinem Shop prüfen kannst.
Kategorien, deren Product Listing nicht 100% stimmig sind
Gute Product Listings steigern die Lust, sich die gelisteten Produkte anzugucken. Gleichzeitig liefern sie auch positive Nutzersignale, die Dein Kategorieranking pushen können. Das wiederum bringt mehr Menschen auf Deine Kategorieseiten, die dann ein gutes Shopping-Erlebnis erhalten.
Prüfe Deine Product Listings daher auf folgende Aspekte:
- Sind Produkte enthalten? (ja, kaum zu glauben, aber auch das soll vorkommen) Und wenn ja, reicht die Anzahl aus, um eine Shopping-Suchintention befriedigen zu können?
- Passen die Produkte inhaltlich komplett? Oder sind unpassende Produkte im Listing enthalten, die das Thema der Seite verwässern könnten?
- Passen die Produkte zur gefilterten Kategorie? (Kategorien für ⅞ Hosen sollten auch nur Produkte in dieser Hosenlänge führen)
- Enthält das Listing der Kategorie eine ausreichende Produktvarianz? (Winterjacken sollten nicht ausschließlich Skijacken enthalten. Denn dann sollte der Fokus eher auf das spezifische Keyword gelegt werden.)
- Passen die Produkte zur Suchintention? (Manchmal ist der Fokus stark auf ein bestimmtes Produkt gelegt, wenn der Kategoriebegriff noch sehr breit umfassend ist.)
- Werden alle existierenden Produkte vollständig in der Kategorie gelistet?
- Passen die Produktbilder inhaltlich? (Eine Herren-Kategorie sollte ausschließlich Männer in den Produktteasern abbilden)
- Sind Produkte aus Versehen doppelt gelistet?
Kategorien, deren Keywordfokus nicht optimal ausgerichtet ist
Hast Du sichergestellt, dass Deine Product Listings inhaltlich gut sind, prüfe deine Keywordausrichtung:
- Hat das von Dir gewählte Fokuskeyword eine transaktionale Suchintention?
- Ist das derzeitige Keyword in der H1 und Title bereits das optimale Fokuskeyword? Oder kannst Du ein anderes wählen, für das Deine individuelle Wettbewerbschance besser ist? Oder wofür es mehr Suchnachfrage gibt?
- Ist der Kategorietext (falls vorhanden) auf das Thema der Kategorie ausgelegt? Oder gibt es möglicherweise einen veralteten Fokus, als die Produkte in der Kategorie mal anders aussahen?
Kategorien, die inhaltliche Trennschärfe nicht leisten
Nachdem Du Deine Kategorien inhaltlich betrachtet hast, solltest Du Dir das Zusammenspiel aller Kategorien im Shop angucken:
- Gibt es Kategorien mehrfach an unterschiedlichen Stellen? (solltest Du Dopplungen bei Dir im Shop bereits kennen, schmeißt Du die am besten vor der Prüfung der Product Listings und des Keywordfokus raus und sparst Dir damit etwas Zeit.)
- Gibt es Kategorien, die versuchen, 2 Suchintentionen zu bedienen?
- Gibt es Kategorien, die in mehrere Unterkategorien aufgesplittet werden sollten, um spezifische Suchanfragen abdecken zu können?
SERPs, für die Du mit Deinen Kategorien kaum eine Chance hast
Auch mit den besten und optimiertesten Kategorien erhältst Du keine Garantie auf Position 1 oder die TOP5, wenn es Google aus der SERP eben nicht zulässt. Daher solltest Du unbedingt Deinen Blick auf die konkurrierenden Domains und die SERP Integrationen werfen. So kannst Du einschätzen, mit welchen Kategorien und Keywords Du keine riesigen Klickzahlen erwarten brauchst. Achte auf:
- Welche Shoptypen haben die bessere Rankingchance? Ranken primär Spezialisten oder Generalisten? (Und wo hat Dein Shop die besseren Chancen?)
- Wird die SERP von extrem vielen Integrationen zugekleistert oder haben zumindest die TOP5 eine faire Chance auf Klicks?
- Gibt es auf der SERP Product Grids und wenn ja, sind diese ganz oben oder eher weiter unten angeordnet? (Für Themen, zu denen Product Grids sehr präsent auf den SERPs gespielt werden, solltest Du Dich eher auf die Optimierung der Produktdetailseiten kümmern statt um die Kategorie.)
Für SERPs ohne Aussichten auf Klicks für Deine Kategorien, kannst Du Deine Ressourcen natürlich davon abziehen, Keywordfokus zu schaffen. Die Product Listings solltest Du aber dennoch im Fokus behalten - schließlich wird es Seitenaufrufe über Brand Search und andere Kanäle geben und diesen Menschen weiterhelfen.
Durch eine solche Analyse und manuelle Durchsicht erhältst Du einen ganz anderen Überblick über Deinen Shop und kannst verschiedene Optimierungspotenziale aufdecken.
Hast Du Dir Deine Kategorien mal intensiver angeguckt?
Was hast Du gefunden, wovon Du überrascht warst?
Ich bin gespannt, was Du berichtest und freue mich über den Austausch. Meld Dich gern per Mail bei mir.