Kennst Du auch das Problem, dass Du manchmal unterwegs etwas online nachschauen oder während der Bahnfahrt etwas Arbeit erledigen willst, aber diese verdammte Seite lädt einfach nicht?! Klar, häufig liegt die Schuld dabei beim WLAN der Deutschen Bahn. Aber auch wenn man anderweitig unterwegs ist, stolpert man leider häufiger über das Problem mit langsamen Webseiten.
Pagespeed als Begriff läuft uns im SEO häufiger über den Weg. Seit 2021 ist die Ladegeschwindigkeit ein Faktor für die Bewertung Deiner Webseite für Google. Genau genommen ist die Ladegeschwindigkeit ein Faktor für das Re-Ranking und kann ein sogenannter Tie-Breaker sein, sollte Deine Seite gleichauf mit einer anderen sein. In den meisten Fällen sehen wir daher die dazugehörigen Core Web Vitals als eine weitere Metrik, welche wir optimieren sollten.
Aber ein Problem, das durch die langsame Ladegeschwindigkeit für die Nutzer:innen entsteht, ignorieren wir häufig. Wir betrachten die Seitenladegeschwindigkeit meist nur aus SEO-Sicht und vergessen dabei den realen Einfluss, den sie auf Deine Nutzer:innen und deren Kaufverhalten haben kann.
Amazon hat bereits 2012 in einer Studie herausgefunden, dass eine Ladezeit von mehr als 100ms den Umsatz schon etwa 1% reduziert. Andere Seiten konnten ihre Absprungraten durch Verbesserungen über 20% reduzieren.
Es kann also auch außerhalb des SEO-Aspekts durchaus attraktiv sein, Deine Core Web Vitals zu optimieren.
Wie machst Du Deine Seite schneller?
Die Ladegeschwindigkeit Deiner Webseite kannst Du Dir auf PageSpeed Insights ansehen. Oder direkt im Core Web Vitals Abschnitt der Google Search Console. Der Unterschied zwischen den beiden ist, dass die PageSpeed Insights eher theoretische Daten darstellt, während die Daten in der GSC tatsächliche Nutzerdaten widerspiegeln.
Wichtig jedoch: John Mueller selbst sagt, dass keine der beiden Methoden 100% akkurat ist. Eine absolute Zahl gibt es beim Thema Core Web Vitals einfach nicht.
In den Berichten siehst Du eine Auflistung von potenziellen Verbesserungen, die Du vornehmen kannst. Wie Du bei Deiner Optimierung am besten vorgehst, ist ein sehr individueller Prozess. Am besten hangelst Du Dich an den Fehlern, die bei der Analyse Deiner Ladegeschwindigkeiten auftreten entlang.
Solltest Du noch gar keine Zeit mit der Optimierung Deiner Ladegeschwindigkeiten verbracht haben, hier ein paar low hanging fruits für Dich:
- Stelle Deine Bilder am besten im webp Format bereit.
- Verwende js und css nur so viel unbedingt nötig und cache diese wenn möglich. Idealerweise sogar mit dem max-age 31536000.
- Vermeide Content Layout Shifts durch asynchrones Laden.
- Nutze kein riesiges Video im Banner, welches Du auf Autoplay laufen lässt (am besten noch ohne die Option es zu pausieren).
- Vermeide unnötige Redirects und achte besonders auf Redirect Chains.
Sieh diesen Newsletter gerne als Deinen Call to Action, um Deine Webseite ein wenig flotter zu machen. Damit Leute wie ich, die auch gerne mal unterwegs surfen, nicht darunter leiden müssen. Auf unserer Webseite findest Du auch noch ein paar mehr Details über die Core Web Vitals.