Vielleicht kommt Dir das bekannt vor: Du hast schon fleißig Content erstellt, Deine Themencluster zusammengeschustert und trotzdem bleibt tief in Dir das Gefühl, dass da noch Luft nach oben ist? Das stimmt auch.
Und schon wird es Zeit für den zweiten Tipp, um Deine bestehenden Themencluster (noch) besser zu machen (erster Tipp: Adiós, Adiós, Adiós? No more! So sorgst Du dafür, dass Deine User sich nicht zu früh von Dir verabschieden): Eine Content Gap Analyse! Um die Lücken in deinem bestehenden Content zu finden und zu schließen. Und die gibt es, glaub mir!
Nur wie macht man das nun konkret? Im Grunde gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wir können…
- Uns mit zwei Kollegen und einer Kollegin zusammensetzen und gemeinsam brainstormen
- Die Website der Konkurrenz aufrufen und deren Inhalte manuell nach neuen Themen durchforsten
- Verschiedene Tools wie Sistrix oder ahrefs bemühen
- In der Google Search Console vorbeischauen
- Alle genannten Herangehensweisen zu einer “Super Gap Analyse” kombinieren
Der letzte Punkt ist sicher der Beste. Da das jedoch den Rahmen sprengen würde, fokussieren wir uns heute auf den Weg über die Google Search Console. Der ist nämlich fast so schön wie ein Spaziergang über eine blühende Wiese im Frühling (sofern man nicht unter Heuschnupfen leidet).
Schritt für Schritt, um die Lücken im Content zu schließen
1. Leistungsbericht/Performance-Report in der Google Search Console öffnen
Als erstes öffnest Du – wenig überraschend – die GSC. Dort angekommen, klickst Du dann auf den Report “Leistung” beziehungsweise “Performance”:
2. Low Hanging Fruits (und Higher Hanging Fruits) zurechtfiltern
Nun wählst Du einen Zeitraum von 12 Monaten aus:
Anschließend filterst Du Dir die Keywords zusammen, die größer als Position 10 sind. Also die Keywords, die nicht schon auf Seite 1 fleißig Traffic abgreifen:
3. Vielversprechende Keywords identifizieren
Okay. So weit, so gut. Jetzt sortierst Du nach Impressionen und suchst nach Keywords, die viele Impressionen haben, aber keine oder kaum Klicks bekommen:
Die gehst Du nun mit wachsamem Auge durch und hältst Ausschau nach Keywords, die sich vielversprechend anhören.
4. Bestehende Inhalte optimieren vs. Neues Thema abdecken
Im Grunde hast Du nun zwei Möglichkeiten. Gut, eher drei.
- Du hast das Thema des Keywords bereits abgedeckt: Nun, da lohnt sich vielleicht nochmal ein kritischer Blick, ob der Inhalt auch tatsächlich so gut ist, wie er sein sollte. Ob er die Suchintention trifft und so weiter.
- Du hast das Thema des Keywords noch nicht abgedeckt (es würde aber inhaltlich passen): In diesem Fall wird es aber höchste Zeit, dass Du Dir das Thema schnappst. Also ran an die Tasten!
- Das Keyword ist für Dich und Deine Seite total irrelevant: Nun, dann darf es das auch bleiben.
5. Performance beobachten und regelmäßig das SEO-Tier grüßen
Nach der Optimierung ist ja bekanntlich vor der Optimierung. Es heißt also: Dranbleiben! Und nach ein paar Wochen schauen, ob sich Deine Positionen verbessert haben. Beziehungsweise ob der neue Artikel so performt, wie er sollte. Falls nicht: Weiter optimieren beziehungsweise Deinen Content noch weiter ausbauen. So lässt Du Deine Themencluster mit der Zeit immer weiter wachsen und gedeihen.
Abschließende Worte
Ist der von mir beschriebene Weg der einzige Weg? Nope. Geht es noch umfangreicher? Yup. Wie so oft, führen viele Wege zum Ziel. Gerade ein Blick zur Konkurrenz und in das SEO-Tool Deiner Wahl können die Liste an Themen, die Du in der GSC findest, noch hervorragend ergänzen.
Neben der Herangehensweise kommt es aber auch einfach darauf an, sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass ein Themencluster nicht einmal erstellt und damit “fertig” ist. So wie auch SEO nicht einmal gemacht und dann abgehakt ist. Wenn Du also glaubst, dass Du schon alle Themen und Unterthemen untergebracht und abgehandelt hast: Think again!