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Junior Consultant

Wenn es um Themencluster geht, dann dreht es sich meistens darum, wie man solch ein Themencluster aufzieht (falls Dich das interessiert: Ich hab dazu vor einer Weile einen Artikel geschrieben).

Und ja, das ist auch wirklich spannend. Aber mindestens genauso interessant ist die Frage, wie man ein bestehendes Themencluster optimiert und (weiter) verbessert.

Denn bei Themenclustern ist es wie bei der Suchmaschinenoptimierung selbst: Es reicht nicht, sich dem Ganzen einmal zu widmen und dann die Füße hochzulegen. Du musst das Ganze auch weiterentwickeln. Darum schauen wir uns heute etwas genauer an, wie Du Deine Themencluster (noch) besser aufziehen kannst. Damit das nicht in einem Roman endet, unterteile ich das Ganze in mehrere Teile. Heute beginnen wir mit dem ersten Tipp. Steigen wir ein!

Wo sagen Deine Besucher bisher “Adiós”?

Wenn es um mögliche Verbesserungen geht, führt natürlich kein Weg an einem Blick in das Analytics-Tool Deiner Wahl (GA4, Matomo, …) vorbei. Hast Du Dein Tracking-Programm geöffnet, geht es schließlich um die Fragen: An welcher Stelle sagen Deine Nutzerinnen und Nutzer “Adiós” und suchen anschließend das Weite? Oder anders formuliert: An welchen Stellen und auf welchen Seiten Deiner Website ist die Absprungrate am höchsten?

Wichtig ist an dieser Stelle auch noch einmal der Hinweis, dass die Absprungrate (Bounce Rate) je nach Tool anders definiert ist. Bei Google Analytics 4 ist das:

  • Länger als 60 Sekunden
  • Hat ein Key Event oder
  • 2 oder mehr Page Views

Um das bei Google Analytics 4 herauszufinden, gehst Du folgendermaßen vor:

  1. Klicke in der Seitenleiste auf “Explore”: Seitenleiste in Google Analytics 4 mit den Auswahlmöglichkeiten "Home", "Report", "Explore" und "Advertisiting". Ausgewählt ist "Explore".

  2. Wähle “Create a new exploration” aus: Auswahlfeld "Blank - Create a new exploration" in Google Analytics 4. Leeres Exploration-Blatt im Explore-Bereich

  3. Wähle bei den Variablen “Landing page” für die Dimensionen aus. Wähle bei den Metriken “Bounce rate” aus. "Landing page" ist bei den Dimensionen von Google Analytics 4 ausgewählt. Bei der Metrik ist "Bounce rate" gewählt.

  4. Ziehe die Dimension (z. B. „Landing page“) unter Settings in den Zeilen-Bereich. Ziehe die importierte Metrik „Absprungsrate“ in den Werte-Bereich: "Landing page" ist als Zeile ausgewählt in Google Analytics 4 für den Bericht, der die Absprungrate auf URL-Basis anzeigen soll "Bounce rate" ist als Value ausgewählt in Google Analytics 4 für den Bericht, der die Absprungrate auf URL-Basis anzeigen soll

Schwachstellen ausmerzen

Gut, das hätten wir! Nachdem Du die (vermeintlichen) Schwachstelle(n) gefunden hast, knöpfst Du Dir nun die betroffene(n) URL(s) einzeln vor. Dafür rufst Du die Seite(n) auf und schaust Dir an, wo Du einen internen Link zu einem anderen passenden Thema setzen kannst. Entweder im jeweiligen Teilabschnitt oder am Ende des Artikels, um den Mauszeiger von Besucherinnen und Besucher auf den Link zu linken statt auf das große X oben rechts auf dem Bildschirm.

Als Richtwert siehst Du Dir erst einmal alles an, was über 80% liegt. Dieser Richtwert variiert natürlich je nach Branche, Website-Typ und Suchintention. Das bedeutet außerdem nicht, dass jede URL, die über diesem Wert liegt, auch optimiert werden muss. Es ist vielmehr als Inspiration gedacht. Hier kommt es nämlich auf die individuelle Betrachtung der jeweiligen URL an, denn nicht immer bedeutet eine hohe Absprungrate zwangsläufig, dass die Seite auch schlecht ist.

Daher solltest Du die Absprungrate auch immer im Kontext, also in Verbindung zu anderen Metriken wie Verweildauer und Engagement betrachten. Und Deinen eigenen Kopf bemühen. Sonst bleibt sie am Ende eine reine Zahl, die irreführend sein kann.

Im Idealfall behältst Du dabei auch immer die Customer Journey mit im Kopf und leitest die Personen – wenn möglich – geschickt vom Top of the Funnel zum Bottom of the Funnel Themen und schließlich zur Conversion. Mehr hierzu, wie man das konkret angeht, gibt es in einem separaten Artikel.

Apropos: Anstelle einer klassischen Verlinkung im Fließtext kannst Du natürlich auch einen Call to Action Button unterbringen, der direkt zur Conversion führt. Wie so oft, kommt es hier auf den Einzelfall an. Versetz’ Dich einfach in Deinen (potenziellen) Kunden und frag Dich, was er erwarten oder was ihm an dieser Stelle am meisten helfen würde. Ist nicht immer ganz leicht, aber definitiv Gold wert.

Dann heißt es: Eistee schlürfen und beobachten, was passiert. Im Idealfall sinkt die Absprungrate nach und nach. Falls nicht: Bei Gelegenheit noch einmal ein Auge auf die jeweilige(n) URL(s) werfen. Und nachjustieren.

Das war der erste Tipp, wie Du Deine Themencluster noch weiter optimieren und verbessern kannst. Der nächste Tipp folgt bald.

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