Der geheimnisvolle Lyndon beschreibt für uns in 2 Threads (Teil 1, Teil 2) das Thema interne Verlinkung ausführlich. Dabei beleuchtet er sämtliche Aspekte: what, why, when, where, how.
Weil das Twitter-Thread-Format etwas unhandlich ist, habe ich hier die wichtigsten Punkte für Dich zusammengefasst, damit Du besser entscheiden kannst, ob das Durchwühlen sich lohnt:
Was ist ein interner Link? Ein Verweis zwischen 2 Inhalten oder auch innerhalb eines Inhalts auf einer Domain, auch über Subdomains hinweg.
"Definition: Internal links are links between your own pages, within the same "site", (this may be the same subdomain, or across subdomains, depending on structure/organisation)."
Welche Komponenten machen einen internen Link aus?
- Quelle
- Ziel (URL oder Sprungmarke/Fragment)
- Inhalt (Linktext oder Image Alt Attribute)
- Attribute (Follow, Nofollow (inkl. UGC oder Sponsored))
Zwei Anmerkungen zu Attributen:
- Bei interner Verlinkung sollte nofollow eigentlich keine Rolle spielen
- Theoretisch zählt auch target=_blank dazu. Allerdings ist es intern noch weniger angebracht als bei externen Links und hat außerdem keinen Einfluss auf SEO.
Lyndon unterteilt in unterschiedliche Linktypen. Das hilft Ordnung in die Struktur zu bringen und solltest Du Dir ansehen.
Zudem macht Lyndon einen guten Punkt: Die Links sind — genauso wie die Inhalte — ja eigentlich für die Nutzer. Nicht für Suchmaschinen. Links sind oft nicht so gestaltet, dass ihr Inhalt sich Dir sofort erschließt. Achte mal drauf!
Links (auch nach draußen) sollten immer eine Reihe von Kriterien erfüllen.
Aus SEO-Sicht sind im Hinblick auf interne Verlinkung Themen wie Crawling, Indexing, Ranking, Crawl Priority und Canonical Selection relevant. Daraus ergeben sich zahlreiche Ansätze für die Optimierung, beispielsweise:
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Von wo haben Links auf neue Artikel den größten Hebel?
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Wie können generische Linktexte spezifischer gestaltet werden und direkten Bezug zum Thema der Zielseite, zum Beispiel in Anlehnung an Title oder H1, nehmen?
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Wie können Alternativen zu automatisierter In-Text-Verlinkung aussehen?
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Wie kannst Du Linktexte zu einer Zielseite halbwegs einheitlich halten?
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Können Deine Links noch besser erkennbar und nutzbar gestaltet werden?
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Unterstützen Deine Links den nächsten Schritt in der Customer Journey (aus User-Sicht, nicht aus Deiner Perspektive) bestmöglich?
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Kannst Du Deine Verlinkung stärker reduzieren und fokussieren, statt sie zu verwässern?
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Reflektiert die interne Verlinkung wirklich die Relevanz der Zielseiten, auch unter Beachtung von Crawlbarkeit und Indexierbarkeit?
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Gibt es eine bessere Lösung für Deinen Umgang mit Paginierungen?
Die beiden Threads gehören auf jeden Fall in die Grundlagen-Sammlung für SEO-Rookies! Sie ab und an mal wieder aus der Kiste zu ziehen und mental mit dem eigenen Setup abzugleichen ist sicherlich auch eine gute Idee. Außerdem solltest Du Dir auch diesen Thread von Will Critchlow anschauen.
Übrigens - Johan ist am 19. November auf der SEOkomm in Salzburg am Start und freut sich über weiteren Input als Kommentar bei LinkedIn oder per Mail an [email protected]. Was darf Deiner Meinung nach auf keinen Fall fehlen, wenn es um das Thema interne Verlinkung geht?