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Junior Consultant

Wer schon mal etwas Zeit im Merchant Center verbracht hat, weiß: Es kann ganz schön verwirrend sein. Teilweise auch, weil Google viele Elemente nicht wirklich durchsichtig gestaltet hat.

Trotzdem ist das Merchant Center ein wichtiger Hebel, nicht nur für die SEA-Menschen da draußen, sondern auch für SEO. Und gerade weil wir den Feed für SEO oft vernachlässigen, habe ich hier 5 Tipps zu Attributen im Feed für Dich, die Du vielleicht noch nicht auf dem Schirm hattest:

1. Additional Image Link

Zusätzliche Bilder sind fast schon Pflicht. Je mehr Bilder Du im Vergleich zu Deinen Wettbewerbern hast, desto relevanter stuft Google Deine Produkte ein. Logisch, schließlich profitieren auch potenzielle Kund:innen von einer größeren Bildauswahl. Je nach Branche kann es sich auch lohnen, Deine Bilder nicht nur freigestellt, sondern auch mal als Lifestyle-Bild bereitzustellen.

Die Anzahl der verfügbaren Bilder ist Teil der sogenannten Händlerqualität im Merchant Center. Und diese Händlerqualität gehört zu den wenigen von Google offiziell bestätigten Ranking-Signalen für Produkte. Das Pflegen von Additional Image Links kann sich also bezahlt machen.

Wichtig ist jedoch außerdem, dass die Qualität Deiner Bilder stimmt. Hier gelten dieselben Best Practices wie für Image Links. Mindestens 100 x 100px, empfohlen von Google sind jedoch 1500 x 1500px.

2. Color and Size

Eigentlich wollte ich Dir nur fünf Attribute vorstellen, hier schleiche ich aber gleich zwei in einem ein, weil sie so eng zusammengehören.

Color und Size sind offiziell nur Pflicht für Bekleidung, lassen sich aber auch für viele andere Produkte sinnvoll nutzen.

  • Color: praktisch für nahezu jedes Produkt, dem sich eine Farbe zuordnen lässt. Du kannst Deinen Produkten bis zu 3 Farben zuordnen. Für komplexe Muster siehe Google Doku zu pattern.
  • Size: Auf den ersten Blick spricht die Doku zwar nur von Bekleidungsgrößen, wenn man etwas tiefer gräbt, sieht man aber auch andere Beispiele. Mit Size lassen sich auch die Speicherkapazität eines iPhones oder die Füllmenge eines Parfüms angeben.

3. Item ID Groups

Wenn Du Varianten Deines Produkts hast, die sich etwa nach Größen oder Farbe unterscheiden, dann solltest Du Google mitteilen, dass diese zusammengehören. Oft werden Varianten im Feed nämlich einfach als eigenständige Produkte ausgespielt. Das ist grundsätzlich nicht schlimm, mit einer Item Group ID machst Du es für Google aber leichter, die Zusammenhänge zu erkennen und potenzielle interne Konflikte zu vermeiden.

Als Item Group ID kannst Du eine beliebige Nummer wählen. Das kann ein Teil der GTIN der Produkte sein oder jegliche andere Artikelkennzeichnung. Du kannst Dir auch die Nummer ausdenken. Wichtig ist nur, dass zusammengehörige Produkte dieselbe Item Group ID haben und dass diese nicht doppelt vorkommt.

Achte darauf, dass Deine Produkte-Gruppierungen hier auch mit den Daten in Deinen Product MarkUps übereinstimmen.

4. Product Dimensions

Mit product_length, product_width, product_height und product_weight kannst Du die Maße und das Gewicht Deiner Produkte angeben. Natürlich ist das nicht bei jedem Artikel notwendig, aber wenn die Infos ohnehin schon auf Deiner Website stehen, lohnt es sich, sie auch im Feed zu hinterlegen.

Für manche Kund:innen sind solche Angaben ein entscheidender Faktor bei der Kaufentscheidung. Vor allem bei Bereichen wie Möbel oder Elektronik. Du solltest aber darauf achten, einheitliche Maße zu verwenden. Wenn Du Deine Höhe in cm angibst, dann sollte die Breite nicht in Metern stehen. Andernfalls wertet Google Deine Angaben nicht.

5. Product Highlights

Dieses Attribut ist noch relativ unbekannt, aber sehr nützlich. Mit Product Highlights kannst Du die Alleinstellungsmerkmale und die für Nutzer:innen relevantesten Informationen Deiner Produkte auszeichnen. Am besten so, dass sie sofort ins Auge springen.

Beispiel für ein weißes T-Shirt:

  • weiß
  • handgefertigt
  • made in Germany
  • nachhaltig produziert

So haben Deine Produkte die Chance, in den Suchergebnissen besonders ansprechend präsentiert zu werden. Hier ein Beispiel aus den Google Guidelines:

Das GIF zeigt eine Animation einer Produktdetailseite in einem Online-Shop, bei der zusätzliche Optionen (wie Farb- oder Materialauswahl) seitlich „ausfahren“.
Links ist ein Bild eines runden Tisches zu sehen, darunter Vorschaubilder anderer Varianten. Rechts erscheinen nach und nach Listenpunkte mit Produktinformationen sowie Auswahlfelder für verschiedene Farben. Anschließend wird der „In den Warenkorb“-Button sichtbar.

Google empfiehlt, nur das Produkt direkt zu beschreiben und dabei keine Informationen zum Preis oder Vergleiche zu anderen Produkten zu enthalten.

Fazit

Das Merchant Center und besonders der Feed sind oft übersehene Optimierungspotenziale. Mit diesen 5 Attributen kannst Du Deinen Feed hoffentlich noch relevanter gestalten und Deine Rankings steigern.

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