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Junior Consultant

Bisher habe ich bereits ein paar Basics aus dem Bereich SEO behandelt. Was ich Dir heute aus meinem Trainee-Hirn auf den Bildschirm schütten will, ist jedoch nicht nur ein SEO Basic, sondern sogar Teil des SEO-Fundaments: Keywords.

Was genau Keywords sind, brauche ich Dir nicht erklären. Stattdessen möchte ich einen Schritt weitergehen und Dir unter anderem ein paar konkrete Tipps für Deine Keyword-Recherchen geben.

Die erste Metrik – manchmal die einzige – auf die viele Leute bei der Keyword Recherche schauen, ist das Suchvolumen. Einfach ein paar Keywords in Dein favorisiertes SEO Tool eingeben und die mit dem meisten Suchvolumen rauskopieren. Zack, fertig ist die Keyword-Recherche. Simpel, oder?

Nein. Das stupide Kopieren von viel gesuchten Keywords wird Dich leider nirgends hinbringen, außer in die Traffic Trap. Es ist wichtig, in Deiner Recherche mehr ins Detail zu gehen.

Arten von Keywords

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen 3 Kategorien an Keywords. Fat Head, Chunky Middle und Long Tail Keywords.

Wie der Name schon sagt, sind Long Tail Keywords, Keywords welche sich aus mehreren Wörtern zusammensetzen, zum Beispiel “Beste Schuhe zum Laufen für Männer”. Fat Head Keywords sind meist einzelne Wörter, wie einfach nur “Schuhe”. Ein Chunky Middle Keyword liegt irgendwo dazwischen, "Laufschuhe Männer” wäre ein gutes Beispiel.

Fat Head Keywords haben meist ein sehr hohes Suchvolumen, aber auch viel Konkurrenz. Long Tail Keywords haben wenig Suchvolumen, sind aber sehr spezifisch. Chunky Middle Keywords fallen irgendwo in die Mitte des Spektrums. Hier eine kleine Search Demand Grafik von Moz, um es etwas visueller darzustellen:

Eine Search Demand Curve Balkendiagramm. Auf der X-Achse ist die Anzahl an Keywords dargestellt und die Menge der monatlichen Suchanfragen auf der Y-Achse. Die Balken sind in 3 Hauptkategorien unterteilt. Fat Head mit 18,5% aller Keywords, Chunky Middle mit 11,5% aller Keywords und Long Tail mit 70% aller Keywords.

Wie Du siehst, gehören über 80% aller Keywords zu den Chunky Middle oder Long Tail Keywords. Auch wenn das Suchvolumen für Fat Head Keywords größer ist, machen sie nur einen kleinen Teil der Gesamtanzahl an möglichen Keywords aus.

Natürlich wäre es cool zu Fat Head Keywords mit 60.000 monatlichen Suchen zu ranken. Allerdings ist es nicht immer die smarteste Strategie. Nehmen wir als Beispiel das Keyword “Burger”.

Ein Screenshot aus der Suchergebnis Seite zu dem Suchbegriff "Burger". Gezeigt werden 2 Werbeanzeigen zu Lieferdiensten, eine Rezeptseite und ein Ergebnis aus Wikipedia.

Eine Person, die nach “Burger” sucht, könnte entweder ein Rezept für Burger wollen, einen Burger Laden in der Nähe suchen, oder einfach etwas über die Geschichte von Burgern erfahren wollen. Für jede dieser Möglichkeiten siehst Du auch ein Ergebnis in der SERP. Selbst Google kann sich der genauen Suchintention hinter einem Fat Head Keyword also nicht sicher sein.

Ahrefs bietet die Funktion, die SERP nach Suchintention der einzelnen Ergebnisse aufschlüsseln zu lassen. Daher hier ein kleiner Ausschnitt:

Ein Screenshot aus dem Ahrefs Tool. Hier werden die verschiedenen SERP Ergebnisse in Suchintentionen unterteilt zu dem Suchbegriff Burger. 66% der Ergebnisse sind Rezepte, 10% sind Burger Lieferung und 10% sind Aktuelle Burger Nachrichten. Die restlichen Prozente sind nicht aufgeschlüsselt.

Wie Du siehst, bildet die SERP für “Burger” wirklich alles ab.

Durch dieses verschwimmen der Suchintention riskierst Du die falschen Nutzer auf Deine Seite zu führen. Wenn Du Dich auf eine Keyword-Recherche begibst, solltest Du Dich also vor allem auf Chunky Middle und Long Tail Keyword Variationen fokussieren. Diese lassen sich hinsichtlich ihrer Intention leichter einordnen, sind weniger kompetitiv und bringen eine höhere Conversion Wahrscheinlichkeit mit.

Gleichzeitig solltest Du bei Deiner Keyword-Recherche auch auf den Intent eines Keywords achten. Mit meinem Burger Beispiel habe ich das Thema eben schon einmal angeschnitten, würde es aber gerne etwas genauer ausführen.

Suchintention

Grundsätzlich unterscheidet man Keywords nach 4 verschiedenen Suchintentionen.

Eine Tabelle, die die Arten von Keywords beschreibt. Die Spalten lauten: Intent, Beschreibung und Beispiel. Informationale Keywords drücken aus, dass jemand Informationen sucht. Ein Beispiel wäre die Suchanfrage was ist eine trinkflasche. Navigationale Keywords drücken aus, dass jemand zu einer bestimmten Website möchte, z. B. stanley cup trinkfalsche. Commercial Keywords drücken aus, dass jemand nach Produkten oder Dienstleistungen sucht, z. B. was ist die beste trinkflasche. Transactional, als letzte art, drückt aus, dass jemand etwas kaufen möchte, z. B. edelstahl trinkflasche kaufen.

Es ist wichtig zu wissen, welche Nutzer Du ansprechen möchtest, um Deine Keyword Strategie darauf auszurichten. Wenn Du ein Onlineshop für Trinkflaschen bist, solltest Du Dich vielleicht nicht unbedingt auf das Keyword "Wie viel Liter Wasser sollte ich trinken?” ausrichten. Oder zumindest nicht in erster Instanz.

Wenn Du ein paar Keywords gefunden hast, die

  • in Deine Branche passen,
  • den richtigen Intent mitbringen und
  • im besten Fall auch noch gut konvertierende Long Tail Keywords sind,

hast Du zwar einen Großteil der Arbeit getan, bist aber noch lange nicht durch.

Wichtig ist natürlich auch zu checken, für welche dieser Keywords Du eventuell bereits rankst und mit welchen Seiten. Was kannst Du tun, um mit diesen Seiten besser zu ranken? Was wären kluge Ansätze, Content zu schaffen, um auch Keywords für die Du noch nicht rankst zu bedienen? Auch ein Blick auf die SERPs bei den von Dir gewählten Keywords ist empfehlenswert.

Keyword Recherche ist also erst der Anfang und gerade deswegen ist es wichtig, dass Du Dich nicht blind von Metriken wie dem Suchvolumen blenden lässt, sondern gezielt für Dich passende Keywords findest. Schließlich wird ein Großteil Deiner SEO Strategie genau darauf aufbauen.

Wenn dieser Artikel für Dich hilfreich war, dann schau doch auch gerne mal zum Thema Ankertexte und Suchoperatoren rein.

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