Zuletzt legt Google bei der Google Search Console ja einige Neuerungen hin.
Im Juli haben sie beispielsweise den Statistik-Report eingefügt, der einem unter anderem einen schnellen Überblick über die relevantesten Traffic-Veränderungen gibt.
Nun kommt mit den Custom Annotations ein weiteres Feature hinzu (Schau Dir hierzu unbedingt den Artikel meiner Kollegin Nadine in dieser Ausgabe an).
Stellt sich natürlich die Frage, was als Nächstes kommt? Die Antwort: Ein Branded Queries Filter, der – wie der Name schon vermuten lässt – Marken-Suchanfragen herausfiltert. Perfekt für den Vergleich von Brand Awareness vs. organischem Wachstum:
Das “Besondere” daran:
- Die Klassifikation von Brand vs. Non-Brand findet wohl vor der Anonymisierung statt, sind also näher an der Realität
- Den Zusatz bekommen voraussichtlich nur Top-Level-Properties mit ausreichendem Suchvolumen
- Das Filtern geschieht nicht über eine RegEx, die man sich ja meist recht schnell selbst bauen kann.
Keine RegEx also? Nein, nein… Die Erkennung von Brand vs. Non-Brand erfolgt stattdessen über ein internes, KI-gestütztes System, das auch gleich sämtliche Rechtschreibfehler, andere Sprachen und eindeutige Markenprodukte umfasst. Oder es zumindest soll…
Ein Filter, der mithilfe von KI funktioniert. Mmh ja, mir läuft es auch schon eiskalt den Rücken herunter.
Was soll da schon schiefgehen?
Gut, genau genommen ist das natürlich keine gigantische Veränderung, bei der allzu viel kaputt gehen könnte. Und wenn es läuft wie geplant: Tolles und hilfreiches Feature!
Allerdings muss ich gestehen, dass es mir schon ein paar Schweißperlen auf die Stirn zaubert, wenn in der GSC (und auch darüber hinaus) künftig mehr und mehr KI zum Einsatz kommt. Zu groß ist die Skepsis und zu hoch die Fehlerquoten aktuell (noch).
Aber warten wir erst einmal ab. Noch ist das Feature ja gar nicht verfügbar. Es wird nämlich erst in den kommenden Wochen schrittweise eingeführt. Und wer weiß? Möglicherweise ist meine Sorge am Ende auch total unbegründet. Gerade am Anfang werde ich wohl einen ganz besonders kritischen Blick auf die Zahlen dort werfen.