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Consultant

Kurzer Exkurs in die Philosophie: Kennst Du den Ausdruck “It's always darkest just before the dawn”? Ein schöner Spruch für ein Motivationsplakat im Büro oder die Fototapete zu Hause, direkt neben “Live, laugh, love”. Naturwissenschaftlich nicht ganz korrekt, aber mit positiven Vibes. Die Bedeutung dahinter ähnelt dem Licht am Ende des Tunnels. Nur, dass es nochmal schlimmer zu werden scheint, bevor es endlich besser wird. Ich werfe nochmal ein “Memento Mori” rein – sei Dir des Endes stets bewusst. Auch die schlechten Zeiten gehen vorbei.

Was das Ganze mit SEO zu tun hat: Mit dem Launch des March 2025 Core Updates kündigte Google an, dass es im Verlauf des Jahres eine Reihe an Maßnahmen geben werde, um relevante und zufriedenstellende Inhalte wieder nach vorne zu bringen. Gleichzeitig sagte Danny Sullivan:

“With the important caveat that this doesn’t mean all sites will go back up to wherever they were if they are down from a previous peak.”

Von Helpful Content Updates betroffene Seiten sollten also nicht darauf hoffen, ihre Rankings im Laufe des Jahres per Zauberhand zurückzubekommen. Dazu sagte Sullivan:

“Some sites with great content and hearts in the right place still don’t provide a satisfying page experience. (which isn’t a guarantee of top ranking but it should be considered). But our systems themselves need to get better; it’s not all on creators sites that really do have good, solid content.”

Ein Trend, der sich damit fortsetzt, ist, dass die sogenannten Content Creators weitestgehend im Dunkeln bleiben. Im Westen nichts Neues. Beim 2024 Google Web Creators Summit hieß es für die Eingeladenen noch, dass es bei den Betroffenen nicht am Content liegt. Fast ein halbes Jahr später haben wir Abstriche im Bereich der "satisfying page experience”. Mehr als zwei Jahre liegt das erste Helpful Content Update nun zurück. Klare Handlungsoptionen für betroffene Webmaster gibt es nach wie vor nicht, aber die Durchhalteparolen sind geblieben.

Das eingangs beschriebene Licht am Ende des Tunnels wird jetzt auf Ende des Jahres projiziert. Ob es so eintreten wird, können wir die Kristallkugel fragen. Die Auswirkungen des March Core Updates sind schon mal ausreichend durchwachsen. Ich erwarte ehrlich gesagt keine signifikanten Durchbrüche an dieser Front. Wenn es ein Tuning-Problem wäre, dann müsste Google dabei wirklich in sehr kleinen Inkrementen vorgehen, damit nach zwei Jahren immer noch keine signifikante Besserung in Sicht ist. Beziehungsweise ein Ausschlag in die Gegenrichtung.

Was können wir also tun? Die Antwort liegt aus meiner Sicht etwas außerhalb der Box. Wenn wir von der Qualität unserer Inhalte und auch deren Präsentation überzeugt sind, dann müssen wir über mehr als “klassisches” SEO nachdenken. Bei der SMX in München klang vermehrt an, dass dies in Zeiten von LLMs und Generative AI nicht mehr genug sei. Ich denke, dass wir auch gerade im Bereich der “konventionellen” Suchmaschinen davon profitieren können, uns verstärkt an anderen strategischen Positionen im Marketing (und darüber hinaus) einzubringen.

Konkret kann das heißen, mit dem Social-Team daran zu arbeiten, interessanten Content für Deine Zielgruppe zu entwickeln, um Interaktionen und Erwähnungen Eurer Brand zu erzeugen. Oder mit dem Produktmanagement über Produkte zu sprechen, zu denen zu viele 404s gezeigt werden, weil sie zu schnell ausverkauft sind. Mein Kollege Philipp hat letztes Jahr geschrieben “SEO ist erwachsener geworden, viele SEOs leider nicht.”

Damit hat er vor fast einem dreiviertel Jahr den Nagel auf den Kopf getroffen. Zu dem Erwachsensein gehört es auch, mit Veränderungen umzugehen. Es ist gut und richtig, Google (auch mit Nachdruck) aufzuzeigen, was es für Probleme gibt und wo der Schuh drückt. Aber in der Zwischenzeit so weiterzumachen wie bisher und auf eine Änderung zu warten, ist nicht die Lösung. Überlege Dir also, was Dein SEO-Skillset in Deinem Unternehmen bewegen kann und setze dort an.

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