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Junior Consultant

Auf der Campixx hat Alexander Rus darüber berichtet, dass wir dringend unser Mindset ändern müssen, um in Zukunft erfolgreiche SEO zu betreiben.

Warum?

  1. Skyscraper Content ist tot, weil jede*r das mit KI replizieren kann.
  2. SEO ohne Seele = keine zu mir passende Strategie + ich habe keine Brand = niedriger ROI.
  3. Durch generative KI-Integrationen bekommen wir langfristig weniger Traffic.

Das Problem ist, wie wir über SEO denken und was wir damit machen. Das ist der Grund, warum Google uns nicht genau sagen möchte, wie das Ranking funktioniert. Würden sie das tun, gäbe es eine große Anzahl an SEOs, die das System ausdribbeln möchten, anstatt ehrliche und gute Arbeit zu leisten.

Damit Dir das nicht passiert, habe ich im Vortrag gut zugehört und gebe Dir die wichtigsten Insights mit auf den Weg.

Was SEO braucht? Zufriedenheit, Zielerreichung und Verteidigbarkeit

Zufriedenheit = Relevante und hochwertige Kontaktpunkte generieren, die unsere digitale Marke stärken.

🚫 "Ich schreibe Ratgeber, um Keywords abzudecken"

✅ "Welchen Content muss ich bereitstellen, um einen relevanten Kontaktpunkt zu erzeugen, der meine digitale Marke stärkt?"

Zielerreichung = Der User verfolgt ein bestimmtes Ziel und wir wollen helfen, es schneller zu erreichen.

🚫 "Vieles hat nichts mit SEO zu tun, das ist nicht mein Aufgabenbereich."

✅ Wenn Du es nicht machst/umsetzt, dann ist es Deine Aufgabe, die Wichtigkeit zu kommunizieren.

Verteidigbarkeit = KI-Content ist keine Option, weil jede*r das einfach nachbauen kann.

🚫 Wir machen SEO, um Traffic zu generieren.

✅ Wir machen SEO, um die vorhandene Nachfrage mit dem passenden Angebot zu treffen, mit Inhalten, die so gut sind, dass andere sie nicht nachbauen können.

Am Ende geht es um Menschen, die ein Problem haben, das wir lösen können.

SEO Mindset in a nutshell: 

Pretending to be cool, but not being cool.

Alexander Rus auf der Campixx Bühne mit einem Meme Slide. Der Text lautet: "SEO Mindset in a nutshell:
Pretending to be cool, but not being cool." und ein Bild von einem muskulösen Mann neben einem untrainierten Mann, der sich ein Six Pack aufgemalt hat.

Herausforderungen und das abstruse Mindset, wie wir häufig damit umgehen

Herausforderungen sind z. B.

  • Wir brauchen eine starke Marke.

  • Wir brauchen zufriedenere Nutzer*innen.

✅ Das Mindset, das wir dafür brauchen, ist:

  • Ich baue Inhalte, die so gut sind, dass andere sie erwähnen.

  • Ich muss meine Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit beweisen und Erwartungen erfüllen.

Alexander Rus auf der Campixx Bühne mit einem Slide das beschreibt, was unser Mindset sein sollte. Die Aussagen auf dem Slide drücken aus: Denke wie ein normaler Mensch und versuche, eine möglichst gute Erfahrung für die User zu schaffen.

🚫 Was wir daraus machen:

  • Ich kaufe Links, weil ich schnell mehr Domain Authority haben möchte.

  • Ich täusche meine eigene Erfahrung/Expertise vor, weil ich damit besser ranke.

Wir müssen damit aufhören.

Bereits letzte Woche habe ich aus Eindhoven und Kevin Indigs Vortrag berichtet. Von der Grundaussage war das ähnlich: Wir stecken in einer alten Welt und weigern uns, erwachsen zu werden. So kann es nicht weitergehen.

Wie müssen wir stattdessen weitermachen?

Was können wir konkret tun, um auch in Zukunft gute (und noch bessere) Ergebnisse zu erzielen?

  1. Aufhören, Abkürzungen, Hacks und Shortcuts zu suchen, weil falsche Sachen effizienter machen = schneller Tod.

  2. Aus unserem Kämmerchen rauskommen und die Menschen verstehen, die uns helfen, unsere SEO erfolgreicher zu machen (Brand, PR & Co.).

  3. Von YouTube Thumbnails lernen, um gute Page Titles zu schreiben und aufhören, Moneyball zu spielen und andere nur zu kopieren.

  4. Mehr wie Social Media Manager denken = Aufmerksamkeit erzeugen, Mehrwert liefern und Engagement erhöhen.

  5. User entlasten, indem sie nicht unseren Gedanken folgen müssen = TL;DR nutzen und im Prinzip der umgekehrten Pyramide schreiben.

  6. Ein digitales Abbild unserer Marke aufbauen = "Nicht Google liebt Marken, sondern User lieben Marken."

Was heute nicht mehr langfristig funktioniert: Websites, die ausschließlich SEO Traffic haben. Google kann das messen und möglicherweise so darüber denken: Diese Seite lebt ausschließlich von meinem Ökosystem, scheint aber ansonsten niemandem zu gefallen. Das ist eine Red Flag.

Zum Abschluss noch ein paar meiner Gedanken

Mir hat Alexander aus der Seele gesprochen, weil Content oft als taktisches Mittel gesehen wird, Traffic zu akquirieren. Dabei wird oft vergessen, dass Content unsere Wahrnehmung (von Marken) formt.

Was Du Dich immer fragen solltest, wenn Du Content online stellst:

"Würde ich mich trauen, das unter meinem Namen im Web zu veröffentlichen?"

Wenn die Antwort nein ist, dann kann der Inhalt nicht gut genug sein.

Wenn Du einen Schritt weitergehen möchtest, dann musst Du ehrlicher mit Dir und Deinen Inhalten sein. Sind sie objektiv gut? Kann sein, aber selbst wenn: Sind Deine Inhalte besser, als die der Konkurrenz? Wenn nicht, dann verdienst Du auch kein besseres Ranking als die anderen.

Es ist unglaublich schwierig, das einzusehen. Aber nur wenn Du nach der Wahrheit suchst, wirst Du die besten Ergebnisse erzielen. Und dafür müssen wir manchmal offen und ehrlich in den Spiegel schauen.

SEO endet oft im Qualifying (klassische Optimierung) und es wird vergessen, dass wir ein Rennen gewinnen wollen (Menschen von uns und unserem Angebot überzeugen).

Lass also lieber die Abkürzungen weg, die zwar zeitweise gute Rankings bringen, am Ende aber nur Umwege sind und Deiner Zielgruppe nicht helfen.

P.S. Zu Punkt 5 von oben noch ein Buchtipp: Minto Pyramid von Barbara Minto. Kann ich wärmstens empfehlen!

Junior Consultant

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