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Junior Consultant

„Giving traffic to publisher sites is kind of a necessary evil“ – so beschreibt ein ehemaliger Google-Manager in einem aktuellen Bloomberg-Artikel die Haltung von Google gegenüber externen Publishern. Charmant, nicht wahr?

Diese Aussage lässt natürlich aufhorchen und bestätigt auch noch einmal, was zuletzt häufiger durch den Raum schwirrt und vielen Publishern wohl den kalten Schauer über den Rücken jagt: Der Traffic von Google wird – trotz steigender Suchen – in Zukunft wohl nicht zunehmen. Ganz im Gegenteil!

AI Overviews killen Deine Werbeeinnahmen

Philipp hat es in seinem Artikel letzte Woche schon sehr gut auf den Punkt gebracht: Traffic stirbt. So dramatisch sich das im ersten Moment auch anhört: Es stimmt. Gerade mit der Einführung der AI Overviews hier in Europa wird das noch einmal deutlicher. Statt bei vielen informationalen Suchen auf eine externe Website zu verweisen, beantwortet Google die Frage nun einfach selbst. Mithilfe der externen Websites… Und das trifft nicht nur Publisher: Auch bei Produkt-Vergleichen graben die AI-Overviews den Affiliates das Wasser ab und Googles Produktsuche verlagert auch immer größere Teile der E-Commerce User Journey von Deinem Shop in die Google Suchmaschine. Genau genommen natürlich nicht die feine englische Art, aber was soll’s?

Die Folge: Immer weniger Traffic, der auf Deiner Website landet. Oder anders formuliert: Für Publisher, die bislang ausschließlich von Werbeeinnahmen leben, wird es eng. Oh je. Und wer glaubt, dass Instagram und Facebook die Rettung sein können: Nope! Leider nein, denn auch die behalten ihren Traffic lieber bei sich selbst, anstatt ihn an externe Websites weiterzuleiten (an dieser Stelle auch noch einmal der Hinweis, sich Philipps Artikel durchzulesen). Na super… Und was nun?

Zeit zum Umdenken

Okay, damit hätten wir die Hiobsbotschaften einmal abgehandelt. Stellt sich natürlich noch die Frage, wie man nun mit der Situation umgeht: Eines ist dabei klar: Wer auch langfristig als Publisher bestehen möchte, wird wohl nicht umhinkommen, auch ein paar alternative Monetarisierungsmodelle in den Blick zu nehmen.

Ganz beliebt (und bewährt): Das Abo-Modell. Voraussetzung dafür sind logischerweise hochwertige Inhalte, die ein paar Groschen pro Monat (oder Jahr) rechtfertigen. Und schon fällt wieder einmal das Wort “Qualität”.

Passend dazu eignet sich auch der Aufbau einer richtigen Community (Stichwort: Branding) oder weitere, möglicherweise sogar unkonventionelle Wege (Stichwort: Kreativität). Wichtig ist nur, jetzt schon den Stein dafür ins Rollen zu bringen.

Und auch im E-Commerce musst Du Dich darauf einstellen, dass Du Nutzer erst später in der User Journey zu Gesicht bekommst. Auch hier hilft Branding und der Aufbau einer Community, aber Du solltest auch die User Experience und Conversion-Optimierung nicht vergessen, damit Nutzer gerne wieder bei Dir kaufen.

Worte zum Schluss

Ja, das Leben war schön, als Google und Co. noch großzügig mit Traffic um sich geworfen haben. Fast wie mit Süßigkeiten an Karneval. Doch diese Zeiten sind vorbei… für immer, sagen die Verantwortlichen selbst.

Das tut natürlich erst einmal weh. Und erschüttert auch das SEO-Weltbild, das ja mit der Metrik Traffic groß geworden ist. Gleichzeitig zwingt uns genau diese Entwicklung dazu, smarter zu werden und aus weniger Klicks “einfach” mehr Umsatz zu generieren. Also weg vom klassischen “Die Masse wird’s schon regeln” und hin zu Themen wie User Experience und Conversionrate-Optimierung. Dann klappt es auch mit dem Umsatz – trotz sinkendem Traffic!

Junior Consultant

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