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Junior Consultant

Eine Frage, die bei Relaunches, dem Erstellen einer Webseite oder einfach beim Planen neuer Inhalte oft aufkommt. Soll ich das auf eine Subdomain packen? Oder lieber in einen Unterordner?

Die Meinungen unterscheiden sich hier oftmals stark. Damit Du diese Frage aber für Dich oder Deine Kunden zukünftig besser abwägen kannst, habe ich mir das Thema einmal angeschaut.

Was ist eine Subdomain?

Eine Subdomain ist eine Third-Level-Domain und Teil Deiner Hauptdomain. Sie ist wie eine Art Verzeichnis, welches jedoch direkt vor dem Domainnamen, statt nach ihm erscheint.

Grafik zum Aufbau einer URL mit Subdomain, die den URL-Bestandteil erklärt: HTTPS-Protokoll, Subdomain (Third-Level-Domain, z. B. 'fotos'), Domainname (Second-Level-Domain, z. B. 'example') und Top-Level-Domain (TLD, z. B. '.org'). Quelle: IONOS.

Beispiele:

Eine Subdomain bietet die Möglichkeit, einen Teil Deiner Webseite auszulagern und thematisch vom Rest der Inhalte zu unterscheiden. Sie unterscheidet sich von einem Subfolder/Subdirectory, da sie auf einem separaten Speicherplatz liegen kann und Google damit Signale sendet, dass es sich dabei um eine separate Entität zu Deiner Root-Domain handelt. Google behandelt Subdomains daher als eigenständige Domains in Bezug auf Rankingsignale. Das bedeutet, dass jede Subdomain unabhängig von der Hauptdomain bewertet wird.

Wann sollte man eine Subdomain verwenden?

In diesem Video erklärt John Mueller, dass für Google sowohl Subdomains als auch Unterordner/Subdirectories funktionieren. Das Erstellen eines Unterordners macht das Crawlen und Zuordnen des Inhalts leichter für Google, aber auch bei einer Subdomain bekommt Google es hin.

Im Endeffekt wird von Google also beides verstanden (Subdomains müssen allerdings gegebenenfalls separat in der Google Search Console verifiziert werden, sofern Du keine Domain-Property hast).

Die separate Bewertung von Subdomain und Hauptdomain durch Google muss jedoch berücksichtigt werden, wie Rand Fishkin in diesem Tweet mit Fallbeispielen darstellt. Viele SEOs haben schon beobachtet, wie der Traffic nach dem Umzug einer Subdomain auf einen Subfolder überproportional anstieg. Es kann also durchaus vorteilhaft sein, Inhalte lieber nicht auf eine Subdomain zu packen.

Doch es spielen auch viele andere Faktoren eine Rolle. Wie bist Du systemtechnisch aufgestellt? Was lässt sich leichter umsetzen? Was macht inhaltlich am meisten Sinn? Wenn Du Inhalte zu einem bestimmten Thema hast, welches vom Hauptzweck Deiner Domain abweicht, kann sich das Auslagern auf eine Subdomain lohnen.

Google selbst macht es vor:

Oder auch Spotify:

Oder Pinterest:

Wenn Du beispielsweise jedoch eine Webseite zum Thema Finanzen hast und nun einen Blog zu verschiedenen aktuellen Finanzthemen erstellen willst, wäre ein Subdirectory sinnvoller, da der Blog Expertise und Trust für den Hauptinhalt und somit die Rankings stärkt.

Vorteile einer Subdomain

  • Klare Trennung von Inhalten
  • Webseiten Navigation/Organisation verbessern, speziell bei sehr großen Webseiten
  • Penalties, die nur die Subdomain oder nur die Domain betreffen gelten nicht für die jeweils andere
  • Jede Subdomain kann eigene technische Eigenschaften beinhalten, z. B. eigene Robots.txt-Dateien oder individuelle hreflang-Anweisungen, sodass Subdomain und Domain in einigen Punkten separat gesteuert werden können

Nachteile einer Subdomain

  • Unterordner sind für Google leichter zu verstehen, daher können Subdomains fehleranfälliger für die Bewertung durch Google sein
  • Wenig bis keine Übertragung positiver Rankingsignale zwischen Subdomain und Domain
  • Jede Subdomain kann eigene technische Eigenschaften beinhalten, z. B. eigene Robots.txt-Dateien oder individuelle hreflang-Anweisungen, die für mehr mögliche Fehlerquellen sorgen können und mehr Pflegeaufwand bedeuten

Wie bei vielen Fragen in der SEO-Welt gibt es hier leider keine universelle Antwort. Ob Du einen Inhalt auf eine Subdomain oder in eine Subdirectory packen solltest, hängt stark von Deinem spezifischen Fall ab. Die Empfehlung von John:

“Use what works best for your setup and think about your longterm plans.”

Bonus Tipp: Es lohnt sich auch, über den SEO-Tellerrand zu schauen und sich zu fragen, womit die eigenen Entwickler bzw. das eigene CMS besser umgehen können. In diesem Artikel zum Thema Subdomains geht Andreas etwas tiefer auf die Vorteile für Subdomains aus Sicht der technischen Umsetzer ein. Da wir als SEOs oft nicht an diese denken, lohnt es sich, sich einmal in die Lage zu versetzen.

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