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Wer kennt die Frage nicht: Ist für einen Blog oder Onlineshop eine Subdomain wie blog.domain.tld oder ein Unterverzeichnis wie domain.tld/blog/ besser, um mit den Inhalten zu ranken? 

Wenn man nun den Administrator seines Vertrauens fragt, wird dieser am liebsten die Lösung mit der Subdomain wählen. Aber warum ist das eigentlich so? Damit Du Deinen Administrator das nächste Mal besser verstehen kannst, kommen hier die Gründe für seine Entscheidung:

Der Aufwand beide Systeme zu administrieren wird erheblich vereinfacht

Die Website oder der Online-Shop, auf dem nun noch der zusätzliche Blog installiert werden soll, nutzt selber bestimmte Software in bestimmten Versionsständen. Kommt nun eine weitere Software, wie ein Blogsystem, auf dem gleichen Server dazu, so bringt dies weitere Anforderungen an den Server mit sich. Zu Beginn mag dies noch funktionieren aber es erschwert die Updates der Softwares auf dem Server erheblich: Mit jedem Update des Shops muss auch der Blog und umgekehrt kompatibel mit den Updates sein. Dazu kommen die Tests nach einem Update, die auch immer für beide Systeme durchgeführt werden müssen.

Der Provider oder das System Deiner Website/Deines Online-Shops unterstützt eine Installation eines Blogs nicht als Unterverzeichnis

In solch einem Fall ist es technisch notwendig, dass der Blog bei einem anderen Provider oder auf einem anderen Server gehostet wird. Hier ist der Blog dann auf jeden Fall physikalisch von der Website bzw. dem Shop getrennt und muss über zwei getrennte IP- Adressen angesteuert werden. Dies lässt sich technisch kaum mit einem Unterverzeichnis regeln, denn in solch einem Fall benötigen wir eine Subdomain mit einem Eintrag zur IP- Adresse des Servers, auf dem der Blog gehostet wird.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Sicherlich gibt es hier auch wieder technische Lösungen, um in solch einem Konstrukt einen den Blog über ein Unterverzeichnis "erreichbar" zu machen. Doch schnell stößt man bei solchen Lösungen oft auf neue Herausforderungen. Wie werden die internen Links korrekt umgeschrieben? Wie sehen die Canonicals innerhalb des Blogs aus? Zusätzlich drücken wir unserem Administrator die Aufgabe aufs Auge, sich um ein Proxy-Server zu kümmern, der die Inhalte auf unserem Blog-Server abruft und als Unterverzeichnis über unseren alten Server erreichbar macht.

Fazit

Den Blog von einem anderen Shop-System oder CMS zu trennen, erleichtert die Arbeit Deines Administrators erheblich: So kann er beide Systeme getrennt warten ohne auf Wechselwirkungen achten oder komplizierte Proxy-Systeme warten zu müssen. Laut John Müller aus dem Jahr 2017 kommt Google mit beiden Version gleichgut zurecht.

"Google Websearch kommt mit der Verwendung von Subdomains oder Unterverzeichnissen gut zurecht. Wenn du Änderungen an der URL-Struktur einer Website vornimmst, dauert es in der Regel etwas länger, bis sie sich in der Suche niederschlägt, daher empfehle ich, ein Setup zu wählen, das du länger beibehalten kannst." John Müller beantwortet die Frage charmant in seinem YouTube-Channel

Trotzdem glauben viele SEOs, dass die Integration in eine Subdomain Vorteile bringt. Wir haben diese Vorteile nur aus einer Migration (ohne weitere Anpassungen) nicht nachweisen können und grundsätzlich braucht jede URL-Anpassung gute Argumente.

Wir SEOs sind gefordert, zu belegen, warum wir es den Administratoren schwerer machen. Das sollten wir klar und strukturiert machen können, um uns dann weiter auf die wirklich großen Hebel zu konzentrieren.

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