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Junior Consultant

Es ist Dienstag morgen. Du sitzt in Deinem Büro und hast den Wingmen-Newsletter fertig gelesen. Du beißt gerade in Dein Frühstücksbrötchen und öffnest die Google Search Console und Sistrix. Traffic gestiegen, Sichtbarkeit ebenso. Zufrieden klopfst Du Dir auf die Schulter. Alles im grünen Bereich!

Dann öffnest Du Dein Bankkonto, woraufhin Dir Dein Gürkchen direkt im Halse stecken bleibt und Du so rot anläufst wie die Zahlen, die Du dort siehst. Au weia!

Zwischen Traffic und Rankings

Es stimmt schon: Traffic ist toll. Sehr toll. Ich meine: Welcher SEO liebt nicht den Anblick von Klicks und Impressionen, die stetig steigen. Oder den des Sichtbarkeitsgraphen, der mit jedem Tag ein Stück weiter wächst oder Dank eines Updates über Nacht durch die Decke geht?

Aber reicht das schon? Wenn Du Dich mit Anzeigen und CPM (Cost-Per-Mille) finanzierst, mag die Antwort "Ja" sein. Aber falls Du auf Affiliate Einnahmen setzt oder gar einen Online Shop mit eigenen Produkten betreibst, reichen Rankings und Traffic allein nicht aus. Deine Besucherinnen und Besucher müssen auch konvertieren!

Denn was bringen Dir die größten Klickzahlen und die höchste Sichtbarkeit, wenn am Ende niemand bei Dir kauft und Du Dich am Ende an Deinem Gürkchen verschluckst wie der SEO in meiner Anfangsgeschichte?

Was ist überhaupt eine Conversion?

Definieren wir zunächst vielleicht noch kurz, was eine Conversion überhaupt ist. Viele denken dabei natürlich an den Klassiker: Schuhe in den Warenkorb, Lieferadresse und Zahlungsinformationen eingeben, auf den "Jetzt Bestellung abschließen"-Button klicken! Fertig. Conversion durch.

Es muss aber nicht unbedingt der klassische Kauf sein. Eventuell ist es auch jemand der Dein Kontaktformular ausfüllt oder Deine Telefonnummer anruft... wie früher in der Steinzeit ;)

Fassen wir es noch einmal in einem Satz zusammen: Eine Conversion ist, wenn ein Besucher oder eine Besucherin einer Website eine gewünschte Aktion ausführt, beispielsweise einen Kauf tätigt, ein Formular ausfüllt oder sich für unseren Newsletter anmeldet.

5 Tipps für mehr Conversions

So weit, so gut. Nachdem wir uns nun einig sind, was eine Conversion ist, gibt es nun 5 Tipps, die idealerweise dabei helfen, dass nicht nur Dein Traffic und Deine Rankings steigen, sondern auch Deine Conversions. Gehen wir's an. Vorab aber noch die Kurzfassung:

  1. Unique Selling Propositions (Alleinstellungsmerkmale) herausstellen

  2. Einfache Sprache verwenden

  3. Call to Actions nutzen

  4. Auf den Punkt kommen

  5. Kurz- und Langfassung anbieten

Und nun ab in die Langfassung mit den Details:

1 - Unique Selling Propositions (Alleinstellungsmerkmale) herausstellen

Wieso sollte ein Nutzer oder eine Benutzerin ausgerechnet bei Dir kaufen (oder was auch immer tun)?

Genau diese Frage solltest Du idealerweise schon direkt zu Anfang des Artikels oder Deiner Seite beantworten. Denn Menschen sind ungeduldig und die Chance, dass sie Deine Unique Selling Propositions am Ende der Seite finden, sind – gelinde gesagt – verschwindend gering bis nonexistent. So toll und einzigartig sie auch sein mögen.

Also lieber gleich zu Beginn unterbringen, vielleicht sogar in einer H2. Hier mal ein paar bekannte Beispiele:

  1. Kostenlose Lieferung in 24 Stunden: Bestellen Sie heute und erhalten Sie Ihre Lieferung bereits morgen – völlig kostenfrei.

  2. 30-Tage-Geld-zurück-Garantie: Kein Risiko. Sind Sie nicht zufrieden, erhalten Sie Ihr Geld zurück.

  3. 24/7 Kundenservice: Unser Support-Team ist rund um die Uhr für Sie da, um alle Ihre Fragen zu beantworten.

  4. Umweltfreundliche Produkte: Wir setzen auf Nachhaltigkeit und bieten nur Produkte an, die umweltfreundlich und nachhaltig hergestellt wurden.

  5. Exklusive Angebote für Mitglieder: Melden Sie sich an und profitieren Sie von speziellen Rabatten und Angeboten.

Achte hier idealerweise stets darauf, wie Deine Konkurrenz das Ganze handhabt und welche USPs sie nennen (falls sie das tun). Nicht dass Du am Ende die gleichen Punkte wie sie aufführst und aus dem Alleinstellungsmerkmal plötzlich "Zwei- oder Dreistellungsmerkmale" werden. Dann doch lieber Vorzüge, die tatsächlich nur Du und Dein Shop oder Blog bieten kannst. 

2 - Einfache Sprache

Wenn Du mal einen wissenschaftlichen Text gelesen hast, weißt Du garantiert noch, wie schön verständlich viele dieser Veröffentlichungen waren. Mit ihren zwanzig Nebensätzen, dreißig Substantivierungen und Wörtern, von denen selbst der Duden noch nie gehört hatte.

Nun frag Dich: Sollte ich meinen Besucherinnen und Besuchern solch einen Text zumuten? Natürlich nicht. Nutze lieber einfache Sprache und Wörter, die auch wirklich jeder versteht.

Denk dabei auch immer daran, dass nicht jeder seit 20 Jahren in Deiner Branche unterwegs ist und sämtliche Fachbegriffe kennt. Frag Dich einfach: Wie würde eine deutsche Behörde das Ganze formulieren? Und dann mach es genau andersherum.

  • Komplizierte Sprache:

"Unser Produkt optimiert Ihre Prozessabläufe und steigert die Effizienz bei der Erledigung Ihrer Aufgaben signifikant."

  • Einfache Sprache:

"Unser Produkt hilft Ihnen, Ihre Aufgaben schneller zu erledigen."

3 - Jetzt auch an den Call to Action denken!

Ein Call to Action darf auch nicht fehlen! Der sollte sich idealerweise auch optisch vom Rest des Contents abheben, um auch beim Überfliegen des Textes direkt ins Auge zu fallen.

Realität ist nämlich, dass nur die wenigsten Nutzerinnen und Nutzer Deinen Text von Anfang bis Ende gründlich durchlesen. Vielmehr hangeln sie sich durch die Zwischenüberschriften und überfliegen die Inhalte bis zu dem Bereich, den sie suchen (Skimming und Scanning).

Dabei sollte ihnen auch stets der Call to Action ins Auge springen. Sei es in Form von Fettungen (die Du auch im Fließtext zur Orientierung für Leserinnen und Leser nutzen kannst) oder eines farbigen Buttons, der sich klar vom Rest des Inhalts abhebt.

Gib Deinen Besucherinnen und Besuchern den liebevollen Arschtritt, den sie brauchen und vielleicht sogar wollen! Einen guten Überblick und wertvolle Tipps zu Call to Actions gibt es in diesem Artikel von Allisa Boulette.

4 - Komm auf den Punkt

Etwas, bei dem ich mir definitiv an die eigene Nase fassen muss: Zum Punkt kommen.

Ich liebe es (und neige dazu), eine schöne Spannungskurve aufzubauen. Leider haben nicht alle die Zeit und vor allem Nerven, erst einmal zwei Akte inklusive Einleitung zu lesen, bis der für sie spannende Teil der Seite kommt.

Nutze daher das Prinzip der umgekehrten Pyramide: Wichtigste Punkte zuerst, Details später (für alle, die es interessiert und noch mehr erfahren wollen).

Denn nichts ist nerviger, als wenn man die gesuchte Information erst ganz am Ende findet. Oder nie, weil man schon wieder weg ist.

5 - Kurz- und Langfassung anbieten

Ganz vereinfacht dargestellt, gibt es da draußen (und auf Deiner Seite) zwei Arten von Menschen:

  • Festentschlossene (oder Ungeduldige), die eigentlich nur noch den Link oder "Jetzt kaufen!"-Button suchen. 

  • Und es gibt Nutzerinnen und Nutzer, die erst noch mehr erfahren und sich weiter in die Details stürzen wollen, bevor sie Deinen "Rückenkratzer Deluxe" schlussendlich kaufen.

Biete für beide Personentypen auch zwei verschiedene Fassungen an: Zu Beginn eine kompakte Kurzfassung mit einem stichpunktartigen "Das Wichtigste im Überblick" und einem Call To Action.

Und im Anschluss eine Langfassung mit all den nötigen Details und tiefergehenden Informationen.

Abschnitt einer Website: Das Wichtigste im Überblick
Quarzuhren sind Zeitmesser, die auf der präzisen Schwingung eines Quarzkristalls basieren
Der Quarzkristall wird elektronisch angeregt und erzeugt konstante Schwingungen
Diese Schwingungen werden gemessen und in eine Zeitangabe umgewandelt
Quarzuhren sind bekannt für ihre bemerkenswerte Präzision im Vergleich zu mechanischen Uhren
Sie erfordern in der Regel weniger Wartung und Justierung.
Quarzuhren sind in der Regel preisgünstiger als mechanische Uhren.
Sie sind weniger anfällig für äußere Einflüsse wie Stöße oder Magnetfelder. Darunter befindet sich ein Call to Action mit dem Text "Jetzt günstige und hochwertige Quarzuhren im Shop kaufen!"

Abschließende Worte

Das waren sie auch schon, meine heutigen fünf Tipps. Selbstverständlich kommt es bei der Umsetzung auch stets auf Deine Nische und viele weitere Faktoren an.

Was bei einem Online Shop für Grünzeug funktioniert, klappt vielleicht bei einem Blog über Armbanduhren überhaupt nicht. Oder umgekehrt. Hier gilt – wie so oft im SEO – der Tipp: Testen, testen, testen!

Dazu noch eine Prise Gehirnschmalz und gesunder Menschenverstand, dann klappt es garantiert nicht nur mit Traffic und Rankings, sondern auch mit den Conversions.

Übrigens: Falls Du Dich fragst, wer Don Convertico und Donna Convertica sind... Ich hab ChatGPT mal nach den beiden gefragt:

  • Don Convertico: Ein weiser alter Mann, der Geheimnisse und Tipps zur Erhöhung der Conversion-Raten teilt.

  • Donna Convertica: Eine charmante und kluge Frau, die zeigt, wie man Besucherinnen und Besucher in Kundschaft verwandelt.

Klingt nach Leuten, auf die man hören sollte!

Junior Consultant

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