Bitte, bitte, wenn schon nicht auf uns SEO-Berater, dann hört doch bitte ausnahmsweise mal jemand auf John Mu.
Barry Schwartz hat beim Search Engine Roundtable einen LinkedIn-Kommentar von John Mu und eine ähnliche Aussage von Gary Illyes von vor einem Monat zum Anlass genommen, um das Thema LLMs vs. SEO-Ratgeber zur Diskussion anzuregen.
Das möchte ich hiermit gerne aufgreifen und fürchte schon jetzt, dass der hybride Wahn des SEO-Menschens sämtliche Warnungen ignorieren lassen wird. Anyways...
Dennoch ist es interessant, dem Gedankenspiel zu folgen.
Angenommen wir hätten einen lupenrein programmierten Assistenten, der ausschließlich mit geprüften Trainingsdaten gefüttert wurde.
Sicher wird uns dieser zu jeder Frage eine vermeintlich passende Antwort formulieren. Je nach Datenmaterial, Programmierung und Prompt vermutlich sogar recht akkurat.
Worüber ich jedoch nachdenke, ist, ob der Ansatz der Richtige ist. Es gibt ja bereits sehr gute SEO-Tools, die valide Einschätzungen, sogar quantifizierte Crawl- oder Rankingdaten priorisieren können. Hier eine KI einsetzen, um z. B. Jira-Tickets oder Folien oder Artikel daraus basteln zu lassen, ist sicherlich eine Beschleunigung, wenn richtig gemacht.
Aber: Wie bei reiner Tool-Nutzung auch kommen nur Bestandsdaten zum Einsatz. Bestandsdaten, die so oder ähnlich jede*r nutzen kann. Wo bleibt da das I-Tüpfelchen, die Sahnehaube, die Schaufel Kohle mehr im Ofen?
Ziel kann es meiner Meinung nach nicht sein, sich nur die Arbeit zu beschleunigen, ohne gleichzeitig die gewonnene Zeit in mehr SEO-Gehirnschmalz zu investieren.
Ja, bitte, automatisiert Prozesse und Arbeitsschritte weg, die nerven. Ja, beschleunigt Euch für einfache Fragestellungen, aber die Zeit ist JETZT, um SEO auf ein nächstes, viel strategischeres Level zu heben.