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Consultant

Data Mining wäre etwas hoch gegriffen für das, was die meisten SEOs in ihrem Berufsalltag tun. Big Data auch. Wie mein Information Retrieval Professor mal gesagt hat:

"Alles, was man in einem Spreadsheet machen kann, hat mit Big Data nichts zu tun."

Dennoch sind Zahlen und Daten Butter und Brot für unser Handwerk.

Suchvolumen, Klicks, Impressionen, Sitzungen: You name it, we got it. Wir können uns im Online Marketing eigentlich ganz glücklich schätzen, dass wir im Vergleich zu analogen Werbemaßnahmen eine relativ genaue Erfolgsmessung betreiben können. Aber hast Du manchmal auch das Gefühl, dass Du selbst mit all diesen Möglichkeiten vor eine Wand läufst?

Ein Beispiel aus unserer Praxis: Themenrecherche mit engem Fokus auf den B2B-Bereich. Klar kann man relativ einfach sagen, dass jemand das Keyword "buchhaltungssoftware für unternehmen" höchstwahrscheinlich in einem B2B-Kontext sucht. Doch für jede deutliche Suchanfrage gibt es mindestens eine, bei der es deutlich kniffliger wird.

Woher soll ich wissen, ob nach "microsoft office schulung" mehrheitlich privat oder B2B gesucht wird? Ich sitze ja nicht neben dem Suchenden und kann nachfragen... Aber geht der nächste Schritt womöglich in diese Richtung?

Von der SEOkomm hatten unter anderen Caro und Jolle letzte Woche bereits berichtet. Ich betone deshalb beide, weil Caro den Vortrag von Jasmin Karatas zum Thema 'Gamer als Zielgruppe' erwähnte und Jolle aus Pip Klöckners Vortrag hervorhob, dass Informationen aus erster Hand und 'Ground Truth' in Zeiten von AI immer wichtiger werden würden. Beide Vorträge hatte ich auch gehört. Den zum Thema Gamer, weil ich wissen wollte, wie ich als Zielgruppe denn so ticke. Und den von Pip, weil's nunmal Pip ist.

Beim Lesen unseres Newsletters – was ich nur empfehlen kann ;) – haben sich dann zwei Neuronen in meinem Hirn gekoppelt. 🤝 Denn was ist oft die Konsequenz, wenn unsere Daten uns nicht weiterhelfen? Schonmal gedacht oder gehört: 'Wir könnten ja mal mit dem Vertriebsteam sprechen, vielleicht haben die ja noch Input.'? Als SEOs sind wir sehr gut darin geworden, die uns zur Verfügung stehenden Daten auszuwerten und Maßnahmen abzuleiten. Man könnte es fast unsere Kernkompetenz nennen.

Was aber, wenn Retrieval, Verarbeitung und Auswertung der Daten bald von der vielbesagten AI übernommen werden können? Wie heben sich Agenturen voneinander und von den Inhouse SEOs noch ab? Durch den noch geübteren Umgang mit den AI-Tools? Auf der SEOkomm haben wir gehört "Sei Mensch." und "Made by Mensch" wird ein Qualitätssiegel werden. Doch was bedeutet das am Ende konkret? Müssen wir womöglich Informationen liefern, die so niemand anders anbieten kann?

Eventuell müssen wir als SEOs in Zukunft noch näher an die Nutzer rücken und auch 'Ground Truths' liefern. Selbst nach den Nuggets schürfen gehen. Wenn mir jetzt noch einfällt, wie man das skalierbar umsetzen könnte, sähe die Zukunft seeehr rosig aus. Befragungen scheinen dafür zu unhandlich

Ob die Entwicklung wirklich dahin geht, wird nur die Zukunft zeigen. Aber bis dahin zur Sicherheit eine Spitzhacke im Keller zu haben, schadet sicherlich nicht. Hast Du vielleicht eine zündende Idee?

Consultant

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