Zum Hauptinhalt springen
Geschäftsführender Gesellschafter

Es wird heiß in Mountain View! Behrend berichtete ja schon über erhöhte Temperatur.Trust%20Issues) Der US-Justizminister hat Google ins Visier genommen, und es sieht so aus, als ob es nicht mehr nur um Strafzahlungen oder Regelanpassungen geht – nein, es geht um den ganzen Laden. Im schlimmsten (oder besten, je nach Perspektive) Fall könnte Google sogar zerschlagen werden. Doch was steckt wirklich dahinter, und warum ist das Ganze so brisant?

Warum wurde Google nochmal verurteilt?

Das Justizministerium (DOJ) hat im September Google als Monopolisten eingestuft – genauer gesagt, im Bereich der Suche und Suchmaschinenwerbung. Der Vorwurf: Google soll seine Marktposition über Jahre hinweg ausgebaut haben, indem es exklusive Verträge abgeschlossen hat, um Konkurrenten fernzuhalten. Gerätehersteller, wie Apple, sollen dafür bezahlt worden sein, Google als Standard-Suchmaschine festzulegen. Die Folge: Wettbewerber wie Bing oder DuckDuckGo hatten kaum eine Chance, sich durchzusetzen. Das DOJ sieht darin eine klare Wettbewerbsverzerrung, was zur Monopolstellung von Google geführt hat.

Droht Google wirklich die Zerschlagung?

Das Risiko für eine Zerschlagung ist real. Das DOJ hat signalisiert, dass eine Aufspaltung von Google eine mögliche Lösung sein könnte, um den Wettbewerb wieder anzukurbeln. Die Vorstellung, Google in mehrere unabhängige Unternehmen aufzuteilen, erinnert an die historische Aufspaltung von AT&T in den 80er Jahren, als der Telefonriese zerschlagen wurde. Die große Frage bleibt: Wie wahrscheinlich ist das?

Experten sind sich uneinig. Einerseits ist die Zerschlagung ein drastischer Schritt, den das DOJ nicht leichtfertig gehen wird. Andererseits sehen viele in dieser Maßnahme die einzige echte Möglichkeit, Googles Marktmacht zu brechen. Es könnte jedoch auch sein, dass es am Ende bei strengen Regulierungen bleibt, ohne den Konzern komplett zu zerteilen.

Google hat auf jeden Fall Vorbereitungen getroffen. Und macht auch schon deutlich, dass jede Zerschlagung unverhältnismäßig sei. Aus dieser Stellungnahme geht auf jeden Fall schon mal hervor, dass sehr unterschiedliche Varianten einer Aufteilung des Geschäfts möglich sind.

Welche Alternativen gibt es?

Neben einer Zerschlagung gibt es noch andere Vorschläge. Einige Experten fordern, dass Google seine exklusiven Verträge beenden und Drittanbietern mehr Platz einräumen muss. Das DOJ könnte Google auch dazu zwingen, seine Werbegeschäfte von den Suchmaschinendiensten zu trennen. Ein weiteres Modell wäre es, Google stärker zu regulieren, sodass der Konzern weiterhin bestehen bleibt, aber unter strengeren Auflagen operieren muss.

Interessanterweise hat Google selbst einen Vorschlag gemacht, wie man das Problem „lösen" könnte: Sie argumentieren, dass ihre Dienste auf einer engen Verzahnung basieren und ein Eingriff in diese Strukturen den Nutzern am Ende mehr schaden als nutzen würde. Ihr Gegenvorschlag? „Wir optimieren einfach die Regeln, aber bitte keine Zerschlagung."

Wie geht's weiter? Und was kannst Du tun?

Es bleibt spannend, was als Nächstes passiert. Werden wir bald ein „Google A" für Suchdienste und ein „Google B" für Ads sehen? Oder kommt es am Ende doch „nur" zu strengeren Regeln? Klar ist, dass dieser Fall historische Dimensionen hat – und die Auswirkungen auf das Internet, wie wir es kennen, enorm sein könnten.

Was Du auf jeden Fall tun solltest, ist einen Blick auf die Abwägungsgründe zu werfen. Diese Begründung ist für einen Rechts-Text sehr eingängig zu lesen und gleichzeitig steckt hier doch noch mal sehr komprimiert einiges an Informationen aus dem Verfahren mit SEO-Relevanz drin. Schließlich ist dieses Verfahren Hintergrund für eine Menge SEO-Erkenntnisse der letzten 12 Monate:

  1. Der Google Index ist 400 Mrd. Dokumente groß
  2. Navboost-Signale werden für 13 Monate berechnet und gefiltert nach Gerät, Standort, etc.
  3. Learnings über Google-Aufbau und Strukturen
  4. Gewicht von Click-Signals

Geschäftsführender Gesellschafter

Das ist ein Artikel aus unserem Newsletter. Wenn Du jeden Dienstag Morgen schlauer werden möchtest, melde jetzt kostenfrei für den SEO-Newsletter an

Kurze, praxisnahe SEO-Tipps – maximal 1× pro Woche. Keine Werbung, kein Spam.

Deine Daten sind bei uns in guten Händen und werden ausschließlich für diesen Newsletter genutzt.