Charlie Williams hat in der "SectorWatch"-Reihe von Sistrix einen neuen Artikel veröffentlicht, der die Branche von Fitness-Trackern und Fitness-Apps aus SEO-Sicht unter die Lupe nimmt.
Ziel war es herauszufinden, welche Domains in dieser Sparte die meiste Sichtbarkeit haben und welche Messlatte für Inhalte und deren Aufbereitung anzulegen ist, um in dieser Umgebung erfolgreich SEO zu machen.
Methode: Wie ist Sistrix vorgegangen?
Ausgehend von ein paar Seed-Keywords rund um das Thema Fitness-Apps und Fitness-Tracker wurden die rankenden URLs gezogen (ob alle, die Top 20 oder nur die Top 10 ist mir aktuell noch unklar).
Anschließend hat Sistrix sämtliche (sinnvollen) Keywords aggregiert, zu denen diese URLs ranken und daraus dann zwei Keyword-Sets kuratiert: 475 Suchbegriffe mit dem Know-Intent, 235 mit der Suchintention Do.
Die Domains mit den besten Ergebnissen sind dann pro Intent in eine Top-3- und eine Top-25-Liste gewandert. Die Tipps für den Inhalt und die Formate hat Charlie dann aus jeweils zwei Beispielen pro Intent ermittelt.
Spannende Erkenntnisse:
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Unter den Top-Performern sind sowohl (in UK) bekannte Einzelhändler wie Argos, Currys und John Lewis, Online-Größen wie Amazon und Ebay, Publisher aus der Tech-Ecke wie PC Mag, Tech Radar und Wired sowie Publisher mit Fokus auf dem Gesundheitswesen: Healthline und Men's Health. Sogar allgemeine News- und Klatsch-Publisher wie The Telegraph und Glamour haben es in die Top-Liste geschafft.
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Im Gegensatz zum SectorWatch bei Jacken oder Grills war die Suchintention bei den Fitness-Trackern häufiger gemischt. Die identischen URLs konnten sowohl für Do und Know Intents gut abschneiden, also beide Intentionen mit einer Seite abdecken.
"Many sites rank well for both do and know keywords, often with the same pages! For example, PC Mag takes third place on both lists. This is thanks to Google showing roundup and review content for some commercial queries."
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Vergleicher-Artikel (Beste...) funktionieren gut, sind aber hochkompetitiv. Ohne ausgezeichnete EEAT-Signale lassen sich die bestehenden Player nicht verdrängen.
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Der SEO-Erfolg für E-Commerce-Seiten steht und fällt mit zwei Dingen: einer angenehmen Shopping-Erfahrung sowie einer schlauen Kategorie- und Filterstruktur der Website, die es erlaubt, Longtail-Keywords mit individuellen Produktlisting-Seiten zu adressieren.
Etwas zu kurz gekommen ist aus meiner Sicht die SERP-Analyse mit der Frage: Welche Anzeigen und Features finde ich auf der jeweiligen Suchergebnisseite? Wo ist überhaupt Platz, um mit organischen Ergebnissen Traffic einzusammeln? Aber trotzdem ist Sistrix wieder ein schöner Einblick in die Wettbewerbsanalyse aus Branchensicht gelungen.