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Es tut sich was auf dem deutschen Streaming-Markt. Das können wir am eigenen Nutzungsverhalten genauso erkennen wie an der Berichterstattung in den Medien:

Auf “das große Unbundling” folgt “das große Rebundling” (mehr zu den Bundling- und Unbundling-Konzepten bei Ben Thompson auf Stratechery). Aufgefallen ist das auch bei der Analyse der größten Sichtbarkeitsverlierer 2025 für den IndexWatch von SISTRIX.

ProSiebenDE und Sat1DE wurden auf JoynDE zusammengeführt. In Summe ist das “Bundle” aktuell schwächer als die Einzelteile:

Kumuliertes Sichtbarkeitsdiagramm von prosiben.de, sat1.de und joyn.de. Nach der Migration hat sich die Sichtbarkeit in Summe halbiert.

So sieht es auch nach der Teilmigration von zdfDE auf zdfheuteDE und logoDE aus:

Kumuliertes Liniendiagramm der Sichtbarkeit der Domains logo.de, zdf.de und zdfheute.de ist seit Mitte 2025 nicht mehr auf dem Level zu Beginn 2025.

Das Erste hat Inhalte in die ARD Mediathek verlagert und konnte das Level in etwa halten:

Liniendiagramm vergleicht die Sichtbarkeitsindizes zweier Domains. Die Linie für ardmediathek.de zeigt ab 2022 einen stetigen Aufwärtstrend von 60 auf über 180 Punkte im Januar 2026, während die Linie für daserste.de stagniert und Ende 2025 abfällt.

swrfernsehenDE ist Geschichte. Die Inhalte wanderten sowohl zu swrDE als auch in die ARD Mediathek ab:

Liniendiagramm der Sichtbarkeit: Während ardmediathek.de und swr.de bis 2026 stetig wachsen, fällt die blaue Linie für swrfernsehen.de im Januar 2025 auf die Nulllinie.

Trotz verschenkter Rankings im Zuge der Migration sieht das in Summe nach einem erfolgreichen Konsolidierungsprojekt aus – siehe Sichtbarkeitsgraph einzeln und kumuliert:

Sichtbarkeitsdiagramm verschiedener SWR-Verzeichnisse und Domains. Nach dem Wegfall von swrfernsehen.de im Januar 2025 übernimmt zunächst der Bereich swr.de/video/, bricht dann aber ebenfalls ein, woraufhin die Bereiche swr.de/leben/ (dominant) und swr.de/kultur anziehen.

Dasselbe Diagramm von zuvor kumuliert zeigt: In Summe wächst die Sichtbarkeit über das alte Niveau hinaus.

Wo genau Sichtbarkeit verloren ging und wie man Rankings bei Relaunches noch besser absichern kann, erfährst Du im Artikel bei SISTRIX.

Wir sehen auch: Nicht immer sind Verlierer tatsächlich Verlierer. Manche stehen im neuen Setup besser da als vorher.

Für mich persönlich ist am spannendsten, dass wir mit Outside-in-Tools wie SISTRIX nicht nur im Detail an SEO arbeiten können. Wir bekommen ein Gefühl für größere Verschiebungen am Markt und können dann erforschen, mit welchen Instrumenten die Player versuchen, ihren Platz innerhalb dieses Gefüges zu erobern.

Wenn Dich interessiert, warum Giganten wie Amazon und Wikipedia zu den größten Verlierern gehören oder woran sich eine Spam-Attacke erkennen lässt, schau gerne im SISTRIX-Blog bei meinem Artikel vorbei.

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