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Geschäftsführender Gesellschafter

TL;DR; Zusammenfassung:

  • Die Qualität von Googles AI Overviews ist direkt an das Ökosystem der Publisher gebunden; ohne deren Originalinhalte drohen Qualitätsverlust und rechtliche Probleme.

  • Aktuelle Rechtsstreitigkeiten, wie Googles Haftung für AI-Inhalte und Klagen gegen KI-Tools wegen Missachtung von Robots.txt, verdeutlichen die rechtlichen Risiken unzureichender Quellenarbeit.

  • Diese Entwicklungen signalisieren eine steigende Wertschätzung für verlässliche Primärquellen, da KI-Systeme auf Faktentreue und präzisen Zugriff auf Informationen angewiesen sind.

  • Deine Arbeit als Publisher gewinnt an strategischer Bedeutung: Je mehr KI-Systeme um Faktentreue kämpfen, desto unverzichtbarer werden Deine qualitativ hochwertigen Inhalte.

Ah, oh, Überraschung: Google haftet für AI Overviews.

Ich bins langsam leid.

Seit der Google I/O darf ich wieder doppelt so oft in Verlagen erklären, dass ihre Arbeit auch in Zukunft wichtig ist.

Das ist ermüdend.

Nicht nur ist Google auf Klickouts ein funktionierendes Publisher-Ökosystem angewiesen.

Google braucht auch Menschen Reporter verlässliche Informationsquellen in der Kohlenstoffwelt.

Google kann sich nicht leisten, Verlage nicht mehr mit Traffic zu versorgen.

Denn je mehr Verlage ihren Content dicht machen, desto schneller wird die Qualität der AI Overviews noch schlechter. Ohne originäre Quellen gibt es nichts, was KI-Systeme zusammenfassen können.

Das kann sich Google nicht leisten.

Zum einen wegen des Misstrauens der Leser.

Zum anderen aber auch, weil es ein rechtliches Problem gibt.

Bisher hat nur das Landgericht entschieden. Aber ich (als juristischer Laie und Zaungast) finde es nicht unwahrscheinlich, dass das halten könnte.

Parallel reiht sich CNN in den Reigen der Publisher ein, die Perplexity verklagen, weil:

  1. Perplexity sich nicht an die Robots.txt hält,
  2. Inhalte nicht zugänglich sind und die Systeme die fehlenden Informationen anschließend halluzinieren,
  3. Perplexity Inhalte nicht zugänglich macht, die hinter der Paywall stehen und dann fehlerhaft halluziniert werden.

Google AI Overview zu "Google haftet für ai overviews". Beginnt mit "Ja, Google kann für falsche, rufschädigende oder wettbewerbswidrige AI Overviews grundsätzlich haften."

Ähnlich wie beim DOJ Antitrust Trial dürfen wir mit Instanzenzug und Revisionen noch ein Weilchen warten, bis wir Ergebnisse bekommen.

Aber dieses Verfahren ist ein gutes Zeichen für Publisher, denn:

  1. Die Qualität und Faktentreue von KI-Systemen ist wichtig,
  2. Dafür brauchen die Systeme Quellen,
  3. Der Wert der Quellen steigt,
  4. Und gleichzeitig müssen die Systeme vorsichtiger dabei werden, Inhalte zu raten, wenn sie keinen Zugriff darauf haben. Aber auch die Fakten gerade zu bekommen.

Das eigentliche Signal ist ein anderes: Je mehr KI-Systeme um Faktentreue kämpfen, desto wertvoller werden verlässliche Primärquellen. Nicht weniger.

P.S.: Eine Woche nachdem ich den Artikel geschrieben habe, nimmt die Diskussion Fahrt auf. Google erklärt, dass die AI Overviews fast immer korrekt sind (dann braucht man ja auch keine Angst vor Haftung zu haben. 😛). Sehr gute Diskussion dazu aus verschiedenen Perspektiven bei Johannes auf LinkedIn.

Geschäftsführender Gesellschafter

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