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Geschäftsführender Gesellschafter
Google macht ernst mit copy/paste-Profilen

Wer sich mit Discover beschäftigt hat, hat in den letzten Monaten sicher gelegentlich mit /cp/-Profilen (von mir liebevoll Copy/Paste-Profile genannt) zu tun gehabt. Die sehen beispielsweise so aus, wie das Profil vom Abendblatt.

Seit Donnerstag kann man (in den USA) für Discover neue Profile anlegen, bestehende claimen und verwalten. Hier die Ankündigung

Hat man Zugriff auf das Profil, kann man pflegen:

  • Avatar / Profilbild und Cover
  • Bio (Name und About, Änderungen müssen von Google freigeschaltet werden)
  • Website
  • Social Media and Video Platforms (auch Reihenfolge der Anzeige)
  • "and other important content"
  • Bis zu 8 Contents als Featured Post anpinnen
  • Zusätzlich gibt es Daten zu Clicks / Impressions in Discover / Search. Scheint aber erstmal identisch mit dem zu sein, was man auch in der GSC bekommt
  • Ob es Daten zu Followern auf dem Profil/in Discover gibt, ist mir aktuell noch nicht klar.

Hat man noch kein Knowledge Panel, wird eines angelegt.

Hat man schon ein Knowledge Panel, so werden die Infos hinzugefügt.

Man kann ein Profil bekommen (und claimen), wenn man mindestens 100k Follower auf YouTube, Instagram, X oder TikTok (300k) hat. Möglicherweise fallen die Grenzen in Deutschland etwas niedriger aus.

Warum sollte man das Profil pflegen:

  1. Es wird jedem angezeigt, der auf Discover auf den Namen der Brand klickt
  2. Wer dem Profil folgt, wird häufiger in Discover Artikel des Publishers angezeigt bekommen
  3. Über das Knowledge Panel kommen die Informationen auch bei Branded Searches ins Spiel. Und warum macht Google das?

Und warum als separate Authentifizierungsstruktur zu GSC und Publisher Center?

Und vor allem: Warum entwickelt Google hier eine parallele Struktur zu Preferred Sources?

Für die zweite und dritte Frage fehlen mir gerade noch die Antworten. Leih mir also gern Deine, wenn Du eine hast.

Für die erste:

Ich glaube, für Google hängt das mit dem Spam in Discover zusammen. Verifizierte Profile und Follower erleichtern es recht gut, den Spam zu filtern. Und damit hat Google ja auch in Discover weiter zu kämpfen.

Und es zeigt, dass Google weiter an (guten) Beziehungen zu Publishern interessiert ist. Ich glaube da ja fest dran, auch wenn das viele nicht glauben wollen.

Geschäftsführender Gesellschafter

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