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Consultant
Das Wichtigste in Kürze
  • Viele große KI-Player sind weiterhin stark defizitär, da die gemessenen Produktivitätssteigerungen die enormen Betriebskosten bei weitem nicht rechtfertigen.
  • Das Hauptproblem liegt in den rasant steigenden Rechenkapazitäten, deren immenser Verbrauch die aktuellen Abrechnungsmodelle unwirtschaftlich macht und die Kosten ungedeckt lässt.
  • Experten schätzen, dass der Token-Verbrauch bis 2030 um das 50.000- bis 100.000-fache steigen müsste, um die Ausgaben zu decken, was uns vor ein unlösbares Preisdilemma stellt.
  • Geplante Börsengänge oder ein Preiskampf zur Kostendeckung bergen die Gefahr, entweder potenzielle Kunden abzuschrecken oder die roten Zahlen der Unternehmen weiter zu verschlimmern.
  • Diese tiefgreifenden infrastrukturellen und wirtschaftlichen Limitationen könnten die Massentauglichkeit von KI gefährden und stellen die Zukunft der KI-Nutzung in Frage.


Hat eigentlich schon jemand “GEO ist tot” gesagt?

Dass die großen Player mit AI noch kein Geld verdienen, ist kein Geheimnis. Die Zahlen wären übrigens noch katastrophaler, wenn man NVIDIA als Hardware-Lieferanten herausrechnet. Auch die Berichte, dass die eventuellen Produktivitätssteigerungen in keinem Verhältnis zu den Kosten stehen, haben sich weitestgehend herumgesprochen. Ganz abgesehen davon, dass viele Unternehmen nach eigenen Angaben kaum produktiver sind. In einer Zeit, in der Produktivität von Entwicklern in der Anzahl der verbrauchten Tokens gemessen wird (Stichwort Tokenmaxxing), wundert mich das nur bedingt.

Im nächsten Kapitel dieser Saga sehen wir vielleicht den Beginn der Enshittifcation von AI. Oder das Fortschreiten dieser, je nach Blickwinkel. Denn Unternehmen wie Anthropic oder OpenAI haben weiterhin das Problem, dass sie ihre Kosten einfach nicht decken können – und das nicht einmal knapp. Der entscheidende Flaschenhals sind dabei die Rechenkapazitäten. Der Verbrauch davon steigt so rasant an, dass die aktuellen Abrechnungsmodelle immer unwirtschaftlicher werden.

Es gibt Schätzungen von Experten, die besagen, dass der Gesamtverbrauch von Tokens in einem Faktor von 50.000 bis 100.000 ansteigen müsste, um die Ausgaben bis 2030 zu decken. Jetzt sollen mit einem Börsengang sowohl bei Anthropic als auch OpenAI zusätzliche Mittel organisiert werden. Oder die bisherigen Investoren hoffen (fiese Verschwörungstheorie), dass andere Aktionäre ihnen die Anteile abnehmen, bevor alles kollabiert.

Das bringt aber beide in die gleiche Bredouille. Denn die Preissteigerung zur Kostendeckung schreckt potentielle Kunden ab. Diese werden für das Wachstum aber dringend benötigt. Geht man also in einen Unterbietungswettkampf mit der Konkurrenz, den man sich bei den ohnehin schon roten Zahlen gar nicht leisten kann? OpenAI wird es wohl versuchen.

Von außen wirkt das alles wenig nachhaltig. Was, wenn AI infrastrukturell schlichtweg limitiert und somit nicht massentauglich ist? Wir haben in der SEO-Szene schon bei vielen Veränderungen den Tod unserer Berufspraxis herbeigeredet. Ich wage zu behaupten, dass die Auslöser dafür – ob nun Featured Snippets oder Knowledge Panels – nie von der Tragweite des wirtschaftlichen Zusammenbruchs der gesamten Branche waren. Wann dürfen wir also damit anfangen zu sagen “GEO ist tot.”?

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