Aktuell macht Google es klarer denn je: Sichtbarkeit entsteht durch Vertrauenswürdigkeit. Inhalte müssen nicht nur korrekt und hilfreich sein, sondern auch nachvollziehbar von vertrauenswürdigen Quellen stammen.
E-E-A-T auf Domain- und Dokumentebene
Google analysiert Inhalte auf mehreren Ebenen. Das hat Olaf Kopp in seinem Artikel “Decoding Google’s E-E-A-T: A comprehensive guide to quality assessment signals” auch optisch aufgearbeitet. Auf Dokumentebene zählen unter anderem Originalität, thematische Tiefe, sprachliche Qualität, semantische Konsistenz sowie Nutzerverhalten. Auf Domain-Ebene sind eine klare thematische Ausrichtung, kohärente interne Verlinkung, ein einheitlicher Markenauftritt und gepflegte Business-Informationen entscheidend.
Diese Signale sind notwendig, aber nicht mehr ausreichend, gerade dann nicht, wenn Inhalte sensibel oder potenziell risikobehaftet sind, wie bei YMYL-Themen. Hier kommt die dritte Ebene ins Spiel: die Quelle hinter dem Inhalt.
E-E-A-T auf Entitätsebene: Wer sagt das und kann man ihr oder ihm vertrauen?
2025 liegt Googles Schwerpunkt zunehmend auf der Bewertung von Entitäten, also Personen oder Organisationen, die Inhalte veröffentlichen. Im Zentrum steht dabei die Frage: Ist die Quelle fachlich qualifiziert und glaubwürdig?
Um als vertrauenswürdig erkannt zu werden, sollten Autoren über ein vollständig verifizierbares Profil verfügen. Dazu gehören:
- Vollständiger Name (kein Kürzel),
- Aktuelles, professionelles Bild, idealerweise im beruflichen Kontext,
- Aufzeigen von Fachgebiet, Ausbildung, Erfahrung, Anzahl der Veröffentlichungen,
- Verlinkungen zu beruflichen Netzwerken wie LinkedIn oder eigenen Websites,
- Strukturierte Auszeichnung von Person mittels ProfilePage-Markup, z. B. mit den Feldern: name, jobTitle, description, knowsAbout, email, image, sameAs und hasPart.
Nora hat in ihrem Artikel “Structured Data oder kein Structured Data – das ist hier (nicht) die Frage” eine tolle Erklärung dazu geliefert, warum Du Structured Data implementieren solltest!
Aber: Allein das Anlegen von Autorenprofilen und das Hinzufügen strukturierter Daten macht niemanden automatisch zum Experten. Dies wird beim E-E-A-T-Konzept häufig missverstanden und kann nie genug betont werden. Echtes Expertentum entsteht erst durch die tatsächliche Einbindung qualifizierter Fachpersonen und das Aufbauen authentischer Erwähnungen z.B. in externen Publikationen. Wiederholte Erwähnung und Verknüpfung einer Expertin oder eines Experten in externen Fachbeiträgen und Studien schaffen ein Netzwerk aus inhaltlicher Konsistenz. Diese Co‑Occurrences signalisieren, dass hier nicht eine selbsternannte Autorität schreibt, sondern tatsächlich anerkannte Fachkompetenz vorliegt.
Was heißt das praktisch?
Wer Inhalte publiziert, sollte sein Autorenteam sichtbar machen, strukturieren, mit Fakten unterlegen und nicht als generischen „Redaktion“-Absender tarnen. Thematische Konsistenz ist ebenso wichtig wie eine gepflegte „Über uns“-Seite. Vertrauen entsteht durch Echtheit und echte Kompetenz. Google will Glaubwürdigkeit und ein Gesicht dahinter.