Die Bing Webmaster Tools haben ein neues Feature integriert. Nach der aussagekräftigen Überschrift muss es kein langes Rätselraten werden: Es gibt jetzt einen neuen Bereich für AI Performance für Publisher Content. Damit reagiert das Unternehmen auf die Verschiebung von klassischer Suche hin zu KI-gestützten Antwortsystemen. Laut Beschreibung umfasst AI Performance Zitationen aus drei Bereichen:
- Microsoft Copilot,
- KI-generierte Zusammenfassungen in Bing,
- und ausgewählte Partner-Integrationen.
Welche Metriken können wir jetzt betrachten?
Der neue Bereich liefert Kennzahlen dazu, wie Inhalte in AI-gestützten Experiences erscheinen. Dazu gehören Metriken wie:
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Total Citations: In diesem Bereich geht es um die Gesamtanzahl der Zitierungen, die im ausgewählten Zeitraum als Quellen in KI-generierten Antworten eingeblendet wurden. Es wird betrachtet, wie oft eine Zitierung stattgefunden hat, nicht auf welcher Position diese stattfindet.
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Average Cited Page: Weist die durchschnittliche Anzahl einzigartiger Seiten einer Domain pro Tag aus, die als Quelle in KI-Antworten angezeigt wurden.
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Grounding Queries: Achtung, auf LinkedIn merkt Lily Ray an, dass es sich bei den gezeigten Queries nicht um die Queries handelt, die von Nutzern gestellt wurden, sondern um gruppierte Repräsentationen dieser Queries.
Johan hat entdeckt: Diese werden nur dann im Report angezeigt, wenn ein bestimmtes Mindestmaß an Impressionen erreicht wird.
Das bedeutet für eine Analyse: sehr spezifische, seltene Longtail-Anfragen tauchen unterhalb dieser Schwelle nicht im Reporting auf. Je granularer und nischiger die Grounding-Requests sind, desto unwahrscheinlicher ist ihre Sichtbarkeit im Dashboard. Die Schwelle scheint bei etwa drei Grounding-Requests innerhalb von drei Monaten zu liegen.
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Page-level citation activity: Diese Ansicht macht transparent, welche konkreten URLs einer Website wie häufig in KI-Antworten zitiert wurden.
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Visibility trends over time: Die Metrik zeigt, wie sich die Zitationsaktivität im Verlauf entwickelt.
Das Feedback von meinem Kollegen Philipp Götza fällt folgend aus:
“Was gut ist: Sie machen etwas und preschen vor.
Was nicht gut ist: Ich hätte deutlich mehr erwartet bzw. erhofft”
Die Frage, die sich jetzt stellt: Wird Google diesem Beispiel folgen?