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Junior Consultant

Keine Sorge, dieser Newsletter kommt weiterhin ohne Anzeigen aus. Es geht in diesem Artikel nicht um uns, sondern um ChatGPT.

Nils hat es bereits prophezeit und in einem Statement schreibt OpenAI jetzt, dass sie planen, Werbung als Mittel einzusetzen, um ChatGPT weiterhin kostenlos zur Verfügung zu stellen und großzügigere Usage Limits zu ermöglichen. Die Werbung soll in den kommenden Wochen erst einmal für angemeldete Erwachsene in den USA ausgerollt werden, die die Tarife “Free” und “Go” nutzen. ChatGPT soll also perspektivisch ein werbefinanziertes Produkt werden, zumindest in der kostenlosen Nutzung.

Werbung soll dabei

  1. nicht auf individuellen Chatverläufen basieren,
  2. keine sensiblen Inhalte auswerten,
  3. klar als Anzeige gekennzeichnet sein und
  4. optional personalisiert sein (Opt-out jederzeit möglich).

Aussehen soll die Werbung dann laut OpenAI so, dass der Nutzer sie ganz klar von den organischen werbeunabhängigen Antworten unterscheiden kann:

Smartphone-Screenshot der ChatGPT-App: Eine Antwort mit Rezeptvorschlägen für ein mexikanisches Dinner. Direkt darunter erscheint eine klar gekennzeichnete, gesponserte Anzeige von „Harvest Groceries“ mit einem Produktvorschlag, Preis und Lieferzeit. Die Anzeige ist visuell vom Chat-Inhalt getrennt und als „Sponsored“ markiert.

Allerdings soll der Nutzer in der Lage sein, direkt auf diese Werbeanzeigen zu reagieren und Fragen zu den Angeboten zu stellen.

Die Advertiser erhalten laut Wired aggregierte Performance-Daten, z.B.

  • wie häufig eine Anzeige ausgespielt und
  • wie oft sie geklickt wurde.

Abgerechnet wird jedoch nach CPM, also Impressionen und nicht nach Klicks (CPC). Christian Kunz sagt: “Das dürfte auch daran liegen, dass die Zahl der Klicks in ChatGPT vergleichsweise gering ist.”

Google verzichtet hingegen bewusst auf Werbung

Während OpenAI also bald neue Erlösmodelle testet, positioniert sich Google bewusst entgegengesetzt.

Gemini soll keine Werbung enthalten. Auch Googles KI-Führung bestätigt: Anzeigen sind aktuell nicht geplant. Diese Zurückhaltung ist vermutlich strategischer Natur. Google kann es sich leisten, KI aus dem Kerngeschäft heraus querzufinanzieren. OpenAI kann das offensichtlich nicht. Die Monetarisierung bleibt für OpenAI schwierig, während werbefinanzierte Modelle vermutlich einen Teil der Nutzer verprellen dürften.

Parallel dazu hält sich Google zurück, verzichtet vorerst auf Anzeigen in seinen KI-Produkten und nutzt diese Phase, um Zeit, Reichweite und Marktanteile zu gewinnen. Ist die eigene Marktführerschaft dann erst einmal gefestigt, kann Google jederzeit entscheiden, ob sie Werbung später doch noch einführen wollen.

Deine neugierigen Reporter bleiben gespannt und beobachten die Entwicklung.

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