Letzte Woche, am 18. November 2025 kam es zu einem globalen Ausfall bei Cloudflare. Vielleicht hast Du es mitbekommen. Cloudflare ist einer der größten Infrastrukturdienste weltweit und zählt aktuell zu den zentralen technischen Säulen des Internets. Der US-Anbieter schützt, beschleunigt und verteilt den Traffic für Millionen Websites. Das reicht von internationalen Konzernen bis hin zu kritischen öffentlichen Diensten.
Laut einer Einordnung von The Verge ist die Größenordnung von Cloudflare gigantisch:
“Last year, the company said around 20 percent of the web runs through Cloudflare’s network. It also serves 35 percent of companies on the Fortune 500 list, in addition to “millions” of other customers”
Cloudflare ist damit kein kleiner CDN-Dienst mehr, sondern eine kritische Internetinfrastruktur, die sich weiter ausdehnt. Im November 2025 gab das Unternehmen die Übernahme von Replicate, einer Plattform zum Bereitstellen und Feinjustieren von Open-Source-KI-Modellen, bekannt.
In der letzten Woche zeigte sich mit dem Ausfall von Cloudflare, wie sensibel die Welt auf den Zusammenbruch eines solchen Giganten reagiert. Zahlreiche große Internetdienste waren betroffen, darunter unter anderem X (ehemals Twitter … wann wird man aufhören, das anbei zu nennen?) und ChatGPT.
Cloudflare veröffentlichte eine Erklärung zum Vorfall:
An oversized configuration file triggered a failure in a core bot-management component. Kurz gesagt, Cloudflare interpretierte plötzlich eine große Anzahl legitimer Nutzer als Bots. Die Folge: massenhaft 5xx-Fehler, Webseiten fielen weltweit aus.
Hat das Auswirkungen auf Google-Rankings?
Der Ausfall löste sofort Diskussionen aus. Googlebot crawlt das Web ununterbrochen, doch was passiert, wenn ein großer Teil davon schlagartig 5xx-Fehler liefert?
John Mueller reagierte in einem Kommentar auf LinkedIn:
Damit sind die Folgen eindeutig:
Kurzfristige Ausfälle (< 24 Stunden):
- Google wertet das nicht negativ.
- Rankings bleiben stabil.
- Google reduziert nur vorübergehend das Crawl-Tempo.
Diese Transparenz ist wichtig, denn daraus lernen wir, dass ein globaler Infrastrukturfehler nicht automatisch zu Schäden führt, solange die Störung schnell behoben wird.