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Hast Du auch mal in einer WG gewohnt? Dann kennst Du wahrscheinlich das Szenario, wenn ein Zimmer frei wir und potenzielle Bewerber sich die Klinke in die Hand geben.

Ich stelle mir das im Fall unserer SEO-WG so vor:

Klopf, Klopf – Hi, ich bin KI, jung, frech und möchte gerne bei Dir einziehen. Ich möchte die Küche und das Bad mit Dir teilen, aber ein eigenes Zimmer haben. Vielleicht können wir uns im Alltag gegenseitig unterstützen und sogar Freunde werden.

WGs verändern sich regelmäßig und das gleiche gilt für SEO, die dies auch die letzten Jahrzehnte immer wieder getan hat. Besonders seit dem Aufkommen von KI ist es jedoch besonders wichtig am Ball zu bleiben und es passiert so viel, dass das gar nicht mal so leicht ist. Gut, dass Du unseren Newsletter abonniert hast.

Hinzu kommen die klassischen SEO-Themen, die man ebenfalls nicht außer Acht lassen darf. Das sagen wir immer wieder und wurde jetzt durch eine Studie von Ziptie bestätigt.

Nach der Analyse von 25.000 echten Nutzeranfragen auf KI-Suchplattformen hat Tomasz Rudzki etwas Entscheidendes entdeckt.

“Traditional Rankings Still Matter“

Davon sind wir bei Wingmen ohnehin überzeugt.Schön, dass dies auch durch diese Studie belegt wurde. Außerdem gibt Tomasz wirklich coole Insights dazu, wie KI-Antworten generiert werden, die seine Studie stützen. Dazu gleich mehr. Kommen wir erstmal zum Ergebnis der Studie zurück:

“If your website ranks #1 in Google’s traditional results (blue links), you have a 25% chance of being used as a source in AI Overviews.”

“The higher you rank in Google’s top 10, the more likely you are to appear in AI search results across platforms.”

Auf diese Ergebnisse kam Tomasz auf der Grundlage von echten Nutzeranfragen in ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews.

Graphic aus der Ziptie Studie, die zeigt, dass die Ausspielung in AI Tools wahrscheinlich ist, je besser die Quelle in Google rankt.

Dies scheint auch ohne tieferen Blick logisch. Gute Inhalte auf einer technisch sauberen Basis ranken bei Google auf den vorderen Plätzen. Gute Inhalte werden auch fßr AI Ergebnisse bevorzugt und eine saubere technische Basis der Website sorgt dafßr, dass diese auch von AI-Crawlern ausgelesen werden kÜnnen.

Tomasz hat in verschiedenen Quellen nachgeforscht, wie die Zusammensetzung der AI Ergebnisse aktuell vermutlich funktioniert:

“An internal Google document (referenced in trial exhibits but not publicly accessible) revealed that this approach of using top-ranking content to ground AI responses increases accuracy.”

Dies erklärt aus seiner Sicht, warum die traditionellen Google-Rankings fßr die Einbeziehung in die KI-Suche so entscheidend bleiben.

Außerdem erklärt er, warum wir trotzdem auch Quellen in den AI-Ergebnissen sehen, die nicht in den Top10 zu finden sind.

Dies liegt zum Beispiel an der Personalisierung, wie Suchhistorie und Standort, sowie dem Caching.

Ein weiterer Punkt ist die Query-Fan-Out Technik. Was ist das nun wieder?

Query Fan-Out ist eine Technik, die von KI-gestßtzten Suchsystemen wie Google AI Overviews, AI Mode oder Perplexity verwendet wird, um eine einzige Nutzeranfrage in mehrere, thematisch verwandte Unterfragen aufzuteilen. Dadurch kann die KI umfassendere und präzisere Antworten liefern.

So funktioniert Query Fan-Out:

  • Der Nutzer stellt eine Frage, z. B.: „Was ist SEO und wie unterscheidet es sich von SEM?“

  • Die KI startet im Hintergrund mehrere verwandte Suchanfragen, z. B.:

    • Was ist SEO?
    • Definition von SEM
    • Unterschied SEO vs. SEM
    • Was ist PPC?
    • Beispiele fĂźr SEO-Maßnahmen
  • Aus den Ergebnissen dieser „Fan-out“-Anfragen extrahiert das System relevante Informationen.

  • Diese Inhalte werden zu einer Antwort zusammengefĂźhrt.

Warum ist das wichtig?

  • Seiten, die nicht direkt zur Hauptfrage ranken, aber bei einer der Unterfragen sichtbar sind, kĂśnnen trotzdem in der finalen KI-Antwort auftauchen.
  • Es zählt also nicht nur das Ranking zur Hauptfrage, sondern auch zu verwandten Themen.

Query Fan-Out erweitert also den Blick der KI über die ursprüngliche Anfrage hinaus – das eröffnet Chancen für Inhalte, die sich auf Nischenthemen oder Unteraspekte spezialisieren.

Fazit:

KI hat das WG-Casting gewonnen und ist eingezogen.

Die klassische Suchmaschinenoptimierung ist weiterhin wichtig, denn KI Suchen ziehen gerne Ergebnisse aus den Top10 fĂźr die Generierung der Antworten heran. Es findet eine VerknĂźpfung mit den neuen Faktoren statt, weshalb wir die weitere Entwicklung nicht aus den Augen verlieren dĂźrfen.

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