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Vor allem, wenn ich durch Instagram oder Discover scrolle, lande ich nach weiteren Klicks regelmäßig vor einer Paywall.

Manchmal steht die Tür einen Spalt offen, manchmal ist sie komplett verschlossen.

Da je nach Inhalt unterschiedliche Geschäftsmodelle verfolgt werden, gibt es auch unterschiedliche Paywall-Typen, zum Beispiel:

Harte Paywall:

Alle Inhalte sind nur nach Bezahlung zugänglich. Dieses Modell wird oft von Lokalzeitungen genutzt.

Metered Paywall:

Nutzer können eine bestimmte Anzahl an Artikeln kostenlos lesen, bevor eine Zahlung erforderlich wird.

Soft Paywall (oder Freemium-Modell):

Einige Inhalte sind kostenlos, während Premium-Inhalte zahlenden Nutzern vorbehalten sind.

Aus SEO-Sicht ist für Publisher besonders relevant, dass Google( bzw. der User-Agent Googlebot) den gesamten Inhalt auch hinter der Paywall auslesen kann. Nur dann können Inhalte das volle Ranking-Potential in der Google Suche, aber zum Beispiel auch in Google Discover ausschöpfen.

Dies lässt sich mit Hilfe der Google Search Console prüfen: Entweder für bereits indexierte Inhalte oder per Live-Testing, falls die Paywall auf für den URL-Inspection Bot freigeschaltet ist.

Eine Freischaltung ist aber nicht immer sinnvoll:

Vorteile:

  • In der Google Search Console kann bereits vor der Indexierung geprüft werden, ob die Paywall korrekt funktioniert.
  • Die Indexierung von nicht-indexierten URLs kann über die Google Search Console beantragt werden.

Nachteil:

Hier gibt es also mehrere Wege. Sperre oder bewusste Freigabe und Inkaufnahme der möglichen Paywall-Umgehung.

Oder: Eine schnelle Anpassungsmöglichkeit der robots.txt im Backend implementieren, die bei Bedarf den Bot freischaltet, ohne größeren Schaden in der robots.txt durch unwissende Kollegen zu verursachen.

Damit das Cloaking der Inhalte, die für User hinter der Paywall stehen, aber verlässlich funktioniert, muss zusätzlich das Paywall-Markup eingesetzt werden.

Um später das Article-Markup korrekt angeben zu können bzw. welche Inhalte paywalled sind und welche nicht, kannst Du wie folgt vorgehen: Hierzu muss der Paywall-Inhalt von einem  div-Tag, also <div class="paywall" umschlossen sein. Sollte es mehrere paywalled Abschnitte geben, kannst Du sections verwenden z.B. <div class="section1">. Diese Informationen werden dann im Markup bei der Angabe cssSelection aufgegriffen.

Das war nur ein kleiner Einblick in das Thema Paywall, das durch angepasste Lösungen sehr individuell sein kann.

Wichtigste Punkte:

  • Teste, ob Deine Inhalte eventuell über das Rich Result Testing Tool ausgelesen werden können, damit Du bewusst entscheiden kannst, ob das in Ordnung ist.
  • Prüfe vor einem Relaunch, ob die Paywall-Inhalte für Google noch erreichbar und auslesbar sind, sonst kann es schnell bergab gehen.
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