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Alphabet, die Google-Mutter, hat ihre Quartalszahlen für das Ende des Jahres 2024 vorgelegt. Diese waren für Shareholder so begeisternd, dass der Aktienkurs um 9% fiel. Für alle, die einen ETF mit amerikanischer Beteiligung haben, also nicht wundern beim Blick auf das Depot. Was hat also für den Absturz gesorgt?

Wir können zwar keine Aktionärsgedanken lesen, aber einige Ankündigungen lassen Rückschlüsse zu. So will Google 2025 noch mehr Geld in AI investieren. Satte 75 Milliarden US-Dollar und somit noch einmal knapp 30 % mehr als bisher angenommen wurde.

Ohnehin fließt schon ein substantieller Anteil der Investitionen von Google in den Aufbau von AI-Infrastruktur und die Integration in Googles Produkte. Für das erste Quartal sind 16 bis 18 Milliarden Dollar eingeplant. Gerade im Angesicht der wenigen Millionen an Entwicklungskosten, mit denen das chinesische DeepSeek kürzlich für Aufsehen gesorgt hat, könnte das den einen oder anderen Anleger ins Zweifeln bringen. Auch wenn es an diesen Zahlen mittlerweile erhebliche Zweifel gibt. (Florian hat sich das Thema DeepSeek genauer angeschaut – seinen Artikel findest Du weiter unten.)

Dazu kommt, dass das Wachstum im Bereich Cloud-Software erstmals stagniert und etwas zurückgeht. Google selbst steht mit seinen Ads-Einnahmen eigentlich gut da, die insbesondere im Q4 noch einmal zugenommen haben. Hier hatte die US-Wahl einen spürbaren Impact. Insofern vielleicht doch noch nicht alle Aktien abstoßen. Neben den blanken Zahlen gab’s aber auch noch ein paar interessante Aussagen, die wir Dir nicht vorenthalten wollen.

“Pichai said that AI Overviews, the AI-generated summaries for search queries displayed above Google's traditional links to the Web, had increased search usage.”

“The monetization rate on ads for AI Overviews, introduced last October, was approximately the same compared to traditional search ads, chief business officer Philipp Schindler said.”

AI Overviews werden mehr genutzt und Monetarisierung klappt da ungefähr so gut, wie bei den konventionellen Suchergebnissen. Zumindest nach außen sagt Google, dass es funktioniert. Wenn dem so ist, dann bleibt abzuwarten, ob sie es nicht doch irgendwann auch auf den europäischen Markt bringen wollen. Auf der anderen Seite hätte ich an Googles Stelle angesichts der weniger guten Nachrichten aus den Quartalszahlen auch nichts anderes sagen wollen.

Ebenfalls nicht vorenthalten möchte ich eine weitere Neuigkeit von Google. Zu der mein Kollege Behrend mit Blick auf die Mehrausgaben für das Thema AI kommentierte:

“Ich hoffe mal, es besteht kein direkter Zusammenhang mit diesem Thema.”

Dieses Thema war dabei ein Artikel von Wired, der auf eine Änderung von Googles Richtlinien für die Verwendung von AI eingeht. Google hatte sich 2018 auferlegt, dass die Verwendung für Überwachung und Waffen ausgeschlossen sei. Dieser Ausschluss ist in der neuen Variante nicht mehr aufzufinden.

Während Services wie Google Cloud in ihren Nutzungsbedingungen weiterhin Formulierungen zum Ausschluss der schädlichen Nutzung enthalten, muss sich Google hier schon die Frage gefallen lassen, warum der Grundsatz nicht länger in ihren AI-Prinzipien enthalten sein soll.

Viel los zum Jahresauftakt bei Google und im Mutterkonzern.

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