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In der aktuellen Folge des Podcasts Search Off the Record (5. September 2024) spricht Irina Tuduce vom Google Shopping-Team mit John Mueller und Lizzi Sassman. Dabei geht es darum, wie Google Shopping seine Daten erhält, warum Preisdaten häufig problematisch sind und welche Neuerungen das Shopping-Team in diesem Jahr entwickelt hat. Hier kommen meine Erkenntnisse und Tipps fßr Dich.

Wie erhält die Google Shopping-Infrastruktur ihre Daten?

Google Shopping bezieht seine Daten auf zwei Hauptwegen: strukturierte Daten (Schema.org-Markups) und Merchant Center Feeds.

  • Strukturierte Daten: Wenn Du auf Deiner Website Schema.org-Markup implementierst, kann Google Deine Produktinformationen wie Preise, VerfĂźgbarkeit und Bewertungen crawlen. Zusätzlich hast Du die MĂśglichkeit, zum Beispiel durch das ProductGroup-Markup Beziehungen zwischen verschiedenen Produkten anzugeben.
  • Merchant Center Feed: Parallel dazu kannst Du im Google Merchant Center Feeds mit allen wichtigen Produktdaten manuell hochladen. Irina erklärt, dass Händler Ăźber das Merchant Center volle Kontrolle haben, wie oft und welche Daten aktualisiert werden. Das ist besonders nĂźtzlich, wenn Produkte oder Preise sich häufig ändern.

Warum sind Preisdaten oft tricky? 💸

Preise sind ein zentrales Thema im E-Commerce – und genau hier können Probleme auftreten. Irina hebt hervor, dass falsche oder veraltete Preisinformationen dazu führen können, dass Deine Produkte nicht in den Google Shopping-Ergebnissen erscheinen.

Das Problem: Google crawlt regelmäßig Deine Produktseiten, aber das Crawling erfolgt nicht immer sofort. Wenn Du Deine Preise aktualisierst und Google die neuen Daten noch nicht gecrawlt hat, kann es zu einer Diskrepanz kommen. Genau aus diesem Grund ist das Merchant Center so wichtig. Über Feeds kannst Du sicherstellen, dass Google die aktuellen Preise direkt von Dir erhält. Du hast sogar die Möglichkeit, festzulegen, wie oft der Feed aktualisiert werden soll – täglich, wöchentlich oder monatlich.

John merkt zudem an, dass diese Preiskontrollen besonders in Suchanfragen mit Shopping-Intention wichtig sind. Nutzer, die nach bestimmten Produkten suchen, achten besonders auf den Preisvergleich. Stimmt der Preis in den Ergebnissen nicht, sind User frustriert und kÜnnen abspringen. Das ist weder fßr Google, noch fßr Dich gut. Zusätzlich kÜnnen die negativen Nutzersignale Dein Ranking beeinflussen.

Was hat das Shopping-Team dieses Jahr entwickelt? 🛠️

2024 hat das Google Shopping-Team hart daran gearbeitet, die Datenintegrität und die Benutzerfreundlichkeit fßr Händler zu verbessern. Hier einige der spannendsten Entwicklungen:

  • Verbesserung der Schema.org- und Feeds-UnterstĂźtzung: Google arbeitet daran, die LĂźcke zwischen Schema.org-Markup und den Merchant Center Feeds zu schließen. Ziel ist es, beide Systeme nahtlos miteinander zu verbinden, sodass Händler ihre Produktdaten entweder Ăźber strukturierte Daten oder Feeds Ăźbermitteln kĂśnnen – und in beiden Fällen die gleiche hohe Datenqualität erreichen.
  • Erweiterung des Merchant Listing Reports: Google hat den Merchant Listing Report in der Search Console verbessert, um Händlern detaillierte Einblicke in mĂśgliche Datenprobleme zu geben. Dieser Report hilft dabei, Fehler in den strukturierten Daten zu finden, die verhindern kĂśnnten, dass Produkte in den Shopping-Ergebnissen erscheinen. Wenn Dein Merchant Feed allerdings gut gepflegt ist, kannst Du dennoch im Shopping-Feed erscheinen.
  • Varianten-UnterstĂźtzung fĂźr Produkte: Ein weiterer Schwerpunkt war die UnterstĂźtzung von Produktvarianten wie Farben, Größen oder Modellen. Falls Du mehr zu Produktvarianten wissen mĂśchtest, schau in Hannahs Artikel vorbei.

Eine Neuerung, die im Podcast nicht erwähnt worden ist, ist die Umstellung vom klassischen Merchant Center auf das Merchant Center Next.Das neue Merchant Center hat neue OptimierungsmÜglichkeiten und eine neue Benutzeroberfläche im Gepäck. Falls Du das klassische Merchant Center vermisst, findest Du hier eine Anleitung, um das Merchant Center zu wechseln.

Was bedeutet das fĂźr Dich?

  1. Nutze strukturierte Daten und das Merchant Center gemeinsam: Indem Du beide Methoden nutzt, stellst Du sicher, dass Google immer die aktuellen und detailliertesten Informationen zu Deinen Produkten erhält. So erhÜhst Du die Chance, in den Shopping-Ergebnissen, Rich Snippets und regulären Suchergebnissen präsent zu sein.
  2. Überwache Deine Preisdaten genau: Falsche oder veraltete Preise sind ein häufiger Grund, warum Produkte in Google Shopping nicht erscheinen. Nutze das Merchant Center, um Deine Preise stets aktuell zu halten und Diskrepanzen zu vermeiden.
  3. Bleib am Ball und vermeide Datendiskrepanzen: Nutze die Reports Merchant Listing und Product Snippets  in der Search Console, um Probleme bei Deinen strukturierten Daten frßhzeitig zu erkennen und sicherzustellen, dass Deine Produkte korrekt angezeigt werden.

Google Shopping entwickelt sich in letzter Zeit massiv weiter, wie Du auch bei Philipp lesen kannst. Durch die Nutzung von Markups und dem Merchant Center bleibst Du immer auf dem neuesten Stand und stellst sicher, dass Deine Produkte nicht nur korrekt, sondern auch prominent auf Google erscheinen.

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