Neulich hatte Florian Elbers auf LinkedIn gefragt, wer denn die Brand aus dem Title löschen würde, da Google die ja ohnehin ausblendet.
In meiner Antwort bin ich darauf eingegangen, dass ich dafür keine Energie aufwenden würde, da:
- Bing / andere Suchmaschinen oder beispielsweise Social Networks die Information noch anzeigen könnten
- Entwickler-Ressourcen meist rar sind und auch, wenn „löschen“ meist schnell gemacht ist, so ist es nur sinnvoll Energie zu investieren, wenn es positiven Impact hat
Trotzdem sehen wir solche Empfehlungen oft:
- Meta-Keywords werden von Google nicht verwendet, daher aus dem HTML entfernen
- Aus der XML-Sitemap priority und changefreq entfernen
- Kommentare aus Quelltext löschen
- FAQ-Schema aus den Seiten wieder ausbauen, weil Google das bei den meisten Seiten nicht mehr anzeigt
Und für jede dieser Empfehlungen gibt es gute Argumente. Die überflüssigen Informationen können entfallen. Sie nicht zu erwähnen macht den Code robuster, reduziert die Dateigröße und ist damit gut für Geschwindigkeit und Umwelt.
Die Bytes fressen kein Brot, wie man so schön sagt. Daher würde ich keine der oben genannten Empfehlungen isoliert in Entwicklung geben, sondern nur umsetzen, wenn an dem Template / der Funktion ohnehin gearbeitet wird.
Denn der Aufwand, das Ticket zu schreiben, in den Sprint zu geben und die Qualitätssicherung durchzuführen, ist für die Organisation Overhead mit minimalem Gewinnpotenzial.
Einen Unterschied macht es natürlich, wenn das Fragment aktiven Schaden verursacht. Beispielsweise eine URL referenziert, die es nicht mehr gibt und die crawlbar ist.
Wenn an der Funktion gearbeitet wird, dann ist es eine gute Idee, das mitzumachen.
Es sei denn natürlich, außerhalb Googles wird diese Information noch genutzt.
Wie siehst Du das? Für welche überflüssige Information hast Du mal mit Freude ein Ticket zur Löschung geschrieben?