Zum Hauptinhalt springen
Geschäftsführender Gesellschafter

Eine sehr schöne Session auf der Campixx haben Jonas Weber und Michael Schwarz gehalten.

Jonas' Brand Rant

Jonas machte den Auftakt mit einem Rant gegen Brand Ads und P-Max-Kampagnen, die er konsequent Pay-Max-Kampagnen genannt hat. Ich fand das gut. ;)

Ausgehend von der Frage, was für Signale Google eigentlich zur Verfügung stehen, argumentierte Jonas sehr leidenschaftlich dafür, dass – falls branded vs. unbranded Traffic ein Signal ist – dann Brand-Ads SEO-Perfomance kosten. Das kann man über mehr branded Searches möglicherweise kompensieren, aber branded Searches sind gar nicht so einfach zu generieren.

Grund genug, die Auswirkung der Brand Ads noch mal systematisch zu testen. Für mich sowieso, da ich immer mehr genervt davon bin, wie SEA

  • die Last-Click Attribution für sich entscheidet 

  • und Umsatz unter deutlicher SEO-Beteiligung einstreicht,

  • den eigenen Kanal relevanter erscheinen lässt 

  • und gleichzeitig nicht nur SEOs Budget kostet, sondern auch manchmal aktiv torpediert (beispielsweise mit falschen URLs im Shopping-Feed).

Und wir SEOs sind dann auch noch so nett und bezahlen die Ladezeitoptimierung aus unserem Budget, damit SEA noch mehr Ads schalten kann. Der Vortrag fiel also auf den fruchtbaren Boden einer leichten Grundaggressivität bei mir.

Außerdem hat Jonas das Thema Keyword-Kookkurrenzen aufgegriffen. Nach Jonas' These ist es sinnvoll, bei Marketing-Kampagnen mit Medienbruch nicht die eigene Domain zu nennen, sondern Nutzer zum Googlen der Marke aufzufordern: "Such nach Wingmen" statt "Du findest uns unter wngmn.de".

Am besten aber sorgt man dafür, dass nicht nur die Brand gesucht wird, sondern die Brand zusammen mit einem Zielkeyword. Diese Kookkurrenz aus Marke und Zielkeyword durch viele Nutzer soll Google zeigen, dass die eigene Marke für das Zielkeyword relevant ist.

Leider hat Jonas seine Thesen nur sehr sparsam mit Daten unterfüttert. Ob das ein kurzfristiger Effekt ist, oder langfristig die Relevanz für ein Thema stärkt, hat Jonas nicht belegen können. Da bleibt nur testen. Daher haben wir den Vorschlag zu Keyword-Kookurenzen hier konsequent weitergedacht. Wir nennen diese Methode "Reverse Clickbait":

QR-Code als Beispiel für ein Reverse Clickbait: Google doch mal "SEO newsletter wingmen"

Michaels SGE Ernüchterung

Michael hat mich dann mit seinem Abschnitt noch mal runter geholt. Michael hat sich auch intensiver mit der SGE auseinandergesetzt. Seine Beobachtungen:

  1. SGE kann noch kein HREFLANG.

  2. Produktdetailseiten (Content, Foto, Shopping Feed) werden vermutlich wichtiger.

  3. Die Price Ranges zu prüfen, die die SGE ausspuckt, ist durchaus vielversprechend.

  4. Bleibt die SGE so, wie sie aktuell ist, dann werden viele User sie (besonders auf dem Handy) nicht sehen, weil sie schon weiter gescrollt haben, bevor die Integration geladen ist.

Geschäftsführender Gesellschafter

Das ist ein Artikel aus unserem Newsletter. Wenn Du jeden Dienstag Morgen schlauer werden möchtest, melde jetzt kostenfrei für den SEO-Newsletter an

Kurze, praxisnahe SEO-Tipps – maximal 1× pro Woche. Keine Werbung, kein Spam.

Deine Daten sind bei uns in guten Händen und werden ausschließlich für diesen Newsletter genutzt.