Und wieder sitze ich übernächtigt, emotional aufgeladen und fachlich inspiriert an meinem Rechner und sortiere die Impulsblitze, die Uschi und Oliver Hauser in Salzburg auf mich eingeschossen haben.
Skippe diese Zeilen, Du lernst hier nichts:
- Eine zentrale Location in der Innenstadt macht wirklich alles einfacher und sorgt für kürzere Kloschlangen 🎯
- Den wilden Mix aus den Hashtags #OMX, #SEOkomm, #OXD kriegt mein System mit Mühe entknotet, aber mehr Branding Power sehe ich in einer zentralen Marke für alles 🍝
- Sabine Langmann, mein Augenbrauen Picasso und biggest conference crush of all time, Danke für die Lacher (sorry Rox) 🎨
- Respekt Olaf Pleines für Deinen genialen Vortrag. Danke, dass Du und Annika Muus uns so herzlich in Eurer Runde aufgenommen habt ♥️
- Anna Kruse, beste Gesellschaft 👯
- Hey Björn Darko, ich hab nie behauptet, gute Musik zu produzieren 🎶
- Danke für den Austausch auf halber Treppe Kevin Indig, time to insight immer erfrischend niedrig bei Dir
- Shoutout an die Triangel Salzburg: Die Kellner wissen vermutlich heute immer noch nicht, was sie da überfahren hat 🪰
- Hallo Hotel: Finnische Sauna und dann nur 70 Grad gilt nicht 🧊
- Danke an Afterwork Salzburg, die den Eimer immer wieder vollgegossen haben, nachdem uns ein liebenswürdiges älteres Ehepaar Zugang zu ihrem Event verschafft hat 🍾
- Posaunen vom Turm in der Altstadt. Fantastisch 🎺
- Große Wingmenschen-Liebe. Sowieso 🪽
So, jetzt aber Inhalt. Es gab wirklich richtig viele gute Vorträge. Von jedem Konferenztag hab ich Dir mal jeweils einen besonders schönen mitgebracht:
Automatisiertes GSC-Crawl-Stats-Reporting mundgerecht von Juliane Bettinga
Die wenigsten Marketer kommen an echte Logfiles. Noch weniger wissen, wie diese auszuwerten sind. Bei den Wingmen oder Joachim Nickel kannst Du natürlich immer anfragen. Aber Juliane hat Recht: Die Crawl Stats in der Google Search Console bieten Dir eine super Möglichkeit, systematische Probleme im Setup Deiner Domain festzustellen.
Die GSC hat so ihre Einschränkungen. Zum Beispiel lassen sich die Crawl Stats nicht über die API runterladen und erfordern händisches Datengedengel. Außerdem gibt es für Beispiel-URLs das 1.000er Zeilenlimit. Aber Juliane hat keine Mühen gescheut und Dir einen richtig guten Workflow erstellt, wie Du die Daten auch Dank Valentin Pletzers GSC crawl stats downloader einfach runterladen, mit oder ohne Knime verarbeiten und mit dem Looker Studio visualisieren kannst.
Und dann hat Dir Juliane auch noch den perfekten How-to-Artikel geschrieben, mit dem Du selbst in die Umsetzung kommst. Ich hab das Ganze schon einmal durchgetanzt und zack, funktioniert. Ein paar Knime Extensions musste ich noch besorgen und über Pie Charts müssen wir vielleicht nochmal mit Behrend streiten, aber jetzt läuft das wie geschmiert.
Danke, bei dem Vortrag hat wirklich alles gestimmt: Thema, Präsentation, Persönlichkeit auf der Bühne, Template-Geschenke für die eigene Anwendung. Erstklassig.
Probabilistische Attribution von Franz Sauerstein
Franz hat den Vortrag “1 Ansatz + 1 Tabelle = Marketing-Controlling auch ohne Third-Party-Cookies und Attributionssoftware” mitgebracht. Pluspunkte fürs Storytelling, die schönen Wortbilder und natürlich die Fliege!
Attribution, also die Zuordnung, welche Leute über welchen Kanal aufgrund welcher Marketingmaßnahme jetzt wie zu mir gekommen sind, ist vielleicht nicht pure Fiktion, aber extrem schwer (findet auch Rand Fishkin).
Dazu kommt: Ich mag es auch so gar nicht, mich mit Leuten darüber zu streiten, warum die zweite Nachkommastelle in Tool 1 eins eine andere Ziffer anzeigt als in Tool 2, wenn wir die Visits über einen bestimmten Kanal messen wollen.
Nächstes Problem: Die lokalen Optima der einzelnen Verantwortlichkeiten: Nur weil eine Instagram-Anzeige aufhört, Käufe zu triggern, heißt es nicht, dass das Geld nicht gut investiert ist. Häufig fördert sie parallel oder im Nachgang Direct Traffic oder organische Brand Searches.
Franz Sauerstein spricht mir also aus der Seele, wenn er sagt, lasst uns die internen Metriken der Marketingabteilung beiseite schieben. Stattdessen brauchen wir ein Marketing Changelog, also eine fortlaufend gepflegte Liste, die festhält, wann welche Maßnahmen unternommen wurden. Lasst uns hier auch nicht zu viel parallel machen. Und dann schauen wir regelmäßig auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen wie den Deckungsbeitrag I und den Deckungsbeitrag II.
So fokussieren wir uns auf die großen Hebel und machen mehr von dem, was wirklich funktioniert.
Ich freu mich auf die Folien samt Vorlage.