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Consultant

War schön gewesen, Salzburg. Trotz einiger Anreiseschwierigkeiten (Thank you for traveling with Deutsche Bahn) hat sich die SEOkomm auf jeden Fall wieder gelohnt. Wie so oft auf Konferenzen gab es auch dieses Jahr Themen, ohne die ein Großteil der Vorträge nicht auskam: KI. Daneben war aber auch die weitere Entwicklung auf den SERPs ein prominentes Thema.

Eine öfter anklingende Facette davon war, dass es einen Wechsel des Fokus in der Optimierung weg von den Kategorieseiten hin zu Produktdetailseiten geben wird. Die neue Wichtigkeit ergibt sich daraus, dass Google insbesondere im Bereich Shopping (aber auch Rezepte – siehe K. Indig) Traffic in Zukunft nicht mehr an Kategorieseiten von Websites weitergeben möchte, sondern die Kategorien in Zukunft im eigenen Ökosystem abbildet.

Ohne die starke Lobby in Europa, wie sie etwa die Verleger für News haben, ist es realistisch, dass diese Form der Suche sich stärker ausweitet. Insbesondere, wenn Seitenfunktionen wie Filter oder Sortierung gleichwertig oder sogar besser sein können.

Die Entwicklung ist aus Sicht von Google gut nachvollziehbar, um (wie hier von Philipp beschrieben) im Bereich der Produktsuchen nicht noch mehr Boden an beispielsweise Amazon zu verlieren. Aus Sicht der Websitebetreiber ist das ganze eher ein mixed Bag, abhängig davon, was die Website anbietet:

  • Für Affiliate wird’s dünn, wenn Google das Geschäftsmodel selbst abbildet
  • Zwischenhändler / Aggregatoren brauchen klare Vorteile gegenüber Herstellern
  • Für Hersteller ist es ggf. nur ein Klick weniger auf der eigenen Seite

Um bei Google Shopping nicht im Nachteil zu sein, sind gute PDPs unabdingbar. Wenn Du Deine PDPs optimal auf die “neue Welt” vorbereiten willst, hängt Dein Aufwand davon ab, was du bisher damit angestellt hast.

Gerade letzteres ist wahrscheinlich einer der Punkte, die für uns als SEOs durch einen Shift zu Google Shopping relevanter wird. Am Ende ist das Ziel von uns allen, mehr Umsatz zu erzielen. Dabei ist der einzelne Klick nur ein Teilziel, dass ohne den Kauf am Ende wenig bringt. Einen potenziellen Kunden, der aus Google Shopping kommt, möglichst effizient zur Conversion zu bringen und das Erlebnis mit der Marke positiv zu prägen, wird PDPs noch wichtiger machen.

Auf der Kehrseite der Medaille: Sind Kategorieseiten dadurch jetzt irrelevant? Jetzt sowieso noch nicht, wie uns Stefan Vorwerk in seinem Vortrag gezeigt hat. Wir warten gerade noch auf die Slides der SEOKomm, daher kann ich leider noch keinen Screenshot zeigen. Aber darin war bisher lediglich ein kleiner Rückgang der Sichtbarkeit von Kategorien der größten Shops zu sehen.

Mittelfristig wird diese Zahl möglicherweise ansteigen. Aber Produkte werden weiterhin gefunden und priorisiert werden müssen, wobei die Kategorieseiten weiter das Mittel der Wahl sind. Deswegen ist mein Appell: Putz Deine PDPs ordentlich raus und nutze das Merchant Center, lass aber die Kategorien nicht komplett brach liegen. Das eine tun, muss nicht das andere sein lassen heißen.

Und wie immer gilt: Angst ist kein guter Berater. Irgendetwas tun, nur weil gerade alle etwas tun, bringt Dich nicht zielgerichtet vorwärts. Schau auf Deine Website, dein Businessmodell und was sich daraus an Maßnahmen für Dich ableitet.

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