Es ist auch die richtige Zeit dafür. In der Sonne ist schon T-Shirt-Wetter. Der Negroni schmeckt so langsam und ich freue mich darauf, mit Freunden auf der Terrasse zu sitzen, den Napoleon anzuwerfen und zu plauschen.
Aber natürlich ist das hier ein SEO-Newsletter und ich will Dich auf den fantastischen Artikel "F*ck Keywords. Write Barbecue Content." von Jason Mountford hinweisen.
Jason argumentiert schwungvoll und sehr lesenswert: Jetzt wo alle Keyword-Content mit ChatGPT schreiben, haben die SEOs endlich verloren und es kommt auf bessere Texte an. Und weil ihm der Term Thought Leadership (zu Recht) auf den Senkel geht, definiert er einen neuen: Barbecue Content:
Put simply, barbecue content covers topics that your ideal client would talk about if they were at a barbecue with their colleagues. It's interesting, current, value led topics that they actually want to know about.
Und später:
Instead, you want to bring up a topic that gets the party going. A strong opinion or a spicy take is even better. You want the group discussing, disagreeing, laughing, waving their hands around and generally just loving the vibe of the group who all understand why the topic in question is so interesting or polarizing. That's barbecue content.
Natürlich baut Jason hier einen spicy take. Und das ist auch verständlich. Denn was wäre Barbecue ohne ordentliche Würze?
Trotzdem fliegt Jason ein wenig zu weit oder verkürzt ein wenig zu stark. Was bringt der schönste Barbecue Content, wenn er nicht die Adressaten erreicht?
Natürlich ist 08/15 SEO-Content (250 Worte, 3 Zwischenüberschriften, 1 Keyword, 5 Proof Terms, 3 Links + 2 Listen und ca. 2 Fettungen pro Absatz) massiv gefährdet. Und machen wollten wir den ohnehin nie. Von daher hat Jason recht: Hier walzt ChatGPT das Spielfeld einmal ordentlich platt.
Gut so. Auf diesem Feld wird dann auch für Suchmaschinen der Content herausstechen, der nicht nur ein Keyword bedient, sondern auch wirklich lesbar, lesenswert und linkenswert ist.
Das dankt dann nicht nur das Ranking, sondern auch die Conversion Rate.
Und darum geht es ja eigentlich. SEO ist kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um ein anderes Ziel (meist Umsatz, Deckungsbeitrag, schnöder, kapitalistischer Gewinn) zu erreichen.