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Junior Consultant

Wenn Du auf einen Karton schaust – was siehst Du?

Die meisten Erwachsenen antworten vermutlich spontan: „Naja, einen Karton halt.“

Aber für ein Kind könnte dieser Karton alles sein:

  • ein Katzenhaus,
  • ein Raumschiff,
  • eine geheimnisvolle Höhle.

Auf dem WTSFest in London im Februar durfte ich Teil der Workshops sein und abseits von SEO Themen mit den Mentorinnen zusammen lernen, was Mentoring bedeutet, wie Personal Branding insbesondere für Frauen funktioniert und was Kreativität eigentlich ausmacht. Und auf letzteres möchte ich jetzt genauer eingehen, denn Hannah Smith von Worderist hat uns auf eine Reise zur kreativen Lösungsfindung mitgenommen.

Im Beratungsalltag stehen wir oft vor Herausforderungen, bei denen wir festgefahren sind und immer wieder dieselben Lösungen durchdenken. Hannahs Ansatz hilft dabei, kreatives Denken ganz leicht wieder zu lernen – und zwar in 5 einfachen Schritten, insbesondere gehe ich auf den zweiten, besondersten Schritt ein.

  1. Clarify: Formuliere klar, welches Problem Du lösen möchtest. Am besten als einfache Frage, auf die man antworten kann.
  2. Ideate: Jetzt kommt der spannende Teil. Versuche bewusst nicht, Deine Frage direkt zu beantworten. Im Gegenteil: Sammle absichtlich möglichst absurde, utopische und sogar völlig schlechte Ideen! Es geht darum, alles rauszulassen, was eigentlich nie in Betracht kommen würde.

3.-5. Die letzten Schritte drehen sich dann darum, diese Ideen weiterzuentwickeln, sinnvoll einzubauen und anschließend zu bewerten.

Besonders der zweite Schritt ist Gold wert: Indem Du Dir erlaubst, "verrückte" Vorschläge zu sammeln, machst du den Kopf frei und schaffst Raum für frische und tatsächlich brauchbare Ideen.

Ein weiterer guter Tipp von Hannah: Setz Dir bewusst ein Zeitlimit – z.B. nur 2 Minuten –, um so viele Ideen wie möglich aufzuschreiben. Dem einen oder anderen hilft es auch, dabei zu sagen “In 2 Minuten schreibe ich 50 Vorschläge auf” - was so faktisch unmöglich ist. Aber mit dem Versuch, die Unmöglichkeit zu erreichen, schaltest Du das zu lange Nachdenken aus und wirst einfach schnell und kreativ. Du bewertest die Vorschläge erst später, nicht im Moment des Brainstormings.

Es zeigt sich immer wieder: Gerade in der Menge und im Unmöglichen verstecken sich oft überraschend geniale Lösungen.

Dieses Prinzip findet sich auch in dem bekannten Buch „Art & Fear“ von David Bayles und Ted Orland wieder, wo es heißt: „Quantity leads to quality“. Die Autoren zeigen eindrucksvoll, dass es entscheidend ist, viele Ideen zu generieren, da Qualität oft erst durch die Masse entsteht. Durch kontinuierliches Produzieren und Experimentieren entwickelt sich eine Klarheit und Qualität, die sich nicht erzwingen lässt.

Was hat jetzt der Karton vom Anfang damit zu tun?

Ein Karton ist mehr als nur ein Karton und mit der richtigen Umgebung ist er ein Schloss oder ein Kreuzfahrtschiff. Probiere es einfach mal aus – der nächste Karton wartet bestimmt schon auf Dich!

Junior Consultant

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