John Mueller (Google) bekam auf Bluesky die Frage, ob man bei einer Site-Migration zwei verschiedene Weiterleitungen bauen könne.
Die Frage war, ob nicht zur besseren Nutzerpflege zwei unterschiedliche Weiterleitungen eingerichtet werden können:
- User-Redirect → URL mit Parameter („?welcome=1“) für einen netten Hinweis.
- Google-Redirect → glatte URL ohne Parameter.
John Mueller rät davon entschieden ab und ich meine: Warum sich das Redirecten komplizierter und fehleranfälliger machen?!
Quelle: BlueSky
Merken sollten wir uns generell bei Redirects:
- Konsistenz schlägt Kreativität: Gleiche Weiterleitung für Mensch und Bot. Alles andere ist ein Einfallstor für Tracking-Fehler, Cloaking-Verdacht & Co.
- Wenn Zusatz-Info nötig ist: # statt ?: Pack deine Spezial-Botschaften in einen Hash-Fragment-Anhang (/danke#usernotice). Browser zeigen’s, Google ignoriert’s und damit haben wir sauber getrennte Welten ohne Extra-Redirect.
- Komplexität ist der Feind – Dein Mantra bei Migrationen: Zusätzliche Spezialfälle sind der natürliche Feind eines stressfreien Relaunches. Ein einziger Weiterleitungs-Pfad pro alter URL spart Redaktionstränen – und Support-Tickets.
Fazit in zwei Sätzen
Weiterleitungen sind Verkehrsschilder, keine Escape-Rooms: je eindeutiger, desto besser. Also Hände weg von Doppel-Pfaden, Dein künftiges Ich wird es Dir danken. Und falls doch was schiefgeht, melde Dich bei uns und wir ziehen es wieder glatt.