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Google spielt schon seit Langem Monopol(y?). Zu dem Antitrust-Verfahren in den USA deswegen hat Anita versprochen, dass wir Dich auf dem Laufenden halten:

Bei einem Marktanteil von >80% im Suchmaschinenmarkt weltweit ist das eigentlich schon lange ein Fakt und keine Frage. Google hat bislang immer argumentiert, dass sie kein Monopol haben, oder es zumindest nicht unrechtmäßig ausnutzen würden. Was kann Google denn dafür, dass die anderen Suchmaschinen so viel schlechter sind, dass niemand sie benutzen will…

Der US-Bundesrichter Amit Mehta (ich frage mich übrigens, ob er aufgrund seines Namens bei einem Verfahren gegen Meta als Befangen gelten würde 🤔) sah das jetzt anders. Zumindest in erster Instanz wurde entschieden, dass Google ein Monopol in Search und Search Text Advertising hat:

“This decision recognizes that Google offers the best search engine, but concludes that we shouldn’t be allowed to make it easily available.”

– Kent Walker, Google’s president

Bedeutet: Googles Aussage, dass sie die beste Suchmaschine sind, wurde nicht in Frage gestellt. Aber es wird bezweifelt, dass die Qualität der Suchergebnisse alleine zu Googles Marktanteilen führt. Stattdessen sorgen illegale Maßnahmen, wie zum Beispiel Verträge mit Mozilla und Apple und natürlich die Googles Kontrolle über Chrome und Android dafür, dass Google überall (ok, außer in einem kleinen gallischen Dorf das Microsoft Edge benutzt), die Default Suchmaschine ist.

Damit ist Google jetzt ein verurteilter Monopolist. Zumindest solange das Urteil nicht in höherer Instanz aufgehoben wird. Google wäre nicht der erste Tech-Gigant, der in den USA ein Kartellrechtsverfahren so lange verschleppt, bis eine neue Regierung das Verfahren einstellt.

Wir müssen aber nicht davon ausgehen, dass Google in den nächsten Monaten zerschlagen wird. In diesem Verfahren geht es maßgeblich um die Suche, nicht um Google Ads, und wie dort möglicherweise illegal das Anzeigengeschäft beeinflusst wird (Stichwort Jedi Blue). Um seine Monopolstellung in diesem Bereich nicht noch offensichtlicher werden zu lassen, hat Google ja auch vor kurzem die Cookiecalypse abgesagt.

Max Schrems und Co werden dieses Urteil sicher nicht feiern. Denn das Urteil hat keinen Bezug zu Googles Überwachungs-/Marketing-Monopol. Im Gegenteil, Mozilla ist finanziell massiv abhängig (massiv abhängig bedeutet in diesem Zusammenhang >80% des Umsatzes) von den Millionen, die Google dafür bezahlt, in Firefox die Default Suche zu sein. Wenn das Google untersagt wird, könnte es das Aus für Firefox bedeuten und damit ironischerweise die Dominanz von Google Chrome verstärken…

Laut WIRED hat Bazbaz von DuckDuckGo vorgeschlagen, Such- und Klickdaten mit anderen Suchmaschinen zu teilen:

“Potential shareable data could include all the queries that users are running on Google and which results they are clicking.”

So könnten alle Suchmaschinen anhand dieser Daten ihre Algorithmen verbessern. Als SEO finde ich diese Option sehr interessant. Nicht nur die eigenen GSC-Daten zu sehen, sondern auch die meiner SERP-Begleiter…

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