Für Sistrix habe ich auf die größten Gewinner und Verlierer in der Google-Suche im letzten Quartal geschaut. Wieder dominieren Shops und Publisher die Top-Listen – im Guten wie im Schlechten.
Das ZDF hat eine Multi-Domain-Strategie angeschoben, um sich stärker zu spezialisieren. OTTO konnte ein paar Prozentpunkte aus der SEO-Zitrone rausquetschen. Behörden-Websites kämpfen nach Regierungswechseln mit dem Neuzuschnitt ihrer Ministerien inklusive Domain-Wechseln, machen aber auch unnötige Fehler.
Besonders fasziniert war ich davon, dass mir bei den relativen Gewinnern ein Fußballverein nach dem nächsten begegnet ist. Das war neu. Deshalb habe ich einmal herausgezoomt und mir im Artikel die Sichtbarkeit vor vs. nach der abgelaufenen Saison angeschaut. Und zwar für alle Domains der Vereine, die in Deutschlands ersten drei Männerfußballligen vertreten sind.
Klar, Bayern vorne. Dann der BVB. Aber dann mischen sich schon schnell Vereine dazu, die in der jüngsten Vergangenheit – wie soll ich sagen? – nicht durchgängig in der ersten Liga vertreten waren. Looking at you: Schalke 04, HSV, FC Köln, FCN und Hertha. Sogar Drittligist Hansa Rostock hängt so manch Erstligisten in der Sichtbarkeit ab.
Ligazugehörigkeit determiniert also nicht die Markennachfrage. Aber sportlicher Erfolg hilft dennoch:
”Der SV Elversberg ist in den letzten Jahren kometenhaft aufgestiegen. Nur ein Jahr brauchte der Club jeweils, um sich nach dem Aufstieg aus der 4. Liga, für die 3. Liga, die 2. Liga und dann für den Relegationsplatz für den Aufstieg zur 1. Liga zu qualifizieren. Das spiegelt sich auch in der Sichtbarkeit wider, die sich mehr als verdoppelt hat.”
Wie “gut” Cross-Domain-Canonicals funktionieren, demonstriert der FC Köln, der sicherheitshalber mit zwei Kopien derselben Website ins Rennen eingestiegen ist.
Weitere Grafiken und Teilanalysen findest Du natürlich drüben bei Sistrix. Warum ich Dortmund nicht für den furchtbarsten aller Vereine halten sollte, darfst Du mir drüben bei Linkedin erklären. Kickoff: Wenn sich der zweitgrößte Club Deutschlands als "Underdog" verzwergt, kann ich dem chronischen Underachievement nichts abgewinnen.