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Das Wichtigste in Kürze
  • Google integriert experimentelle Ad-Metriken wie Ad Count und Ad Density in den CrUX Report, um die Werbebelastung von Websites zu messen.
  • Obwohl diese Metriken wertvolle Einblicke bieten, ist ein skalierbarer Zugriff auf Wettbewerbsdaten über GSC oder CrUX Vis nicht direkt möglich.
  • Wir haben einen CrUX Fetcher entwickelt, der sowohl die aktuelle CrUX API als auch die CrUX History API nutzt.
  • Dieses Tool ermöglicht Dir, neben aktuellen Werten auch langfristige Trends der Werbebelastung für Deine Website und die Konkurrenz zu analysieren.
  • Damit kannst Du fundierte, datengestützte Entscheidungen treffen und Entwicklungen über Wochen präzise belegen, statt nur Momentaufnahmen zu vergleichen.


Die CrUX bei der Sache ist, nicht zu viel Werbung

Google misst jetzt, wie webelastig Deine Website ist. Endlich, aber noch sind die Metriken experimentell. Insgesamt wurden vier neue Werbe-Metriken in den Chrome User Experience Report (CrUX) aufgenommen:

  • Ad Count – durchschnittliche Anzahl der im Viewport sichtbaren Anzeigen
  • Ad Density – durchschnittlicher Anteil des Viewports, der von Werbung belegt wird
  • Ad Weight – Network – von Werbung verursachtes Datenvolumen (in Kilobytes)
  • Ad Weight – CPU – von Werbung verbrauchte Rechenzeit (in Millisekunden)

Wie funktioniert die Messung? Chrome identifiziert Anzeigen mithilfe einer Kombination aus Filterung auf Netzwerkebene und der Analyse der Skriptausführung. Für die Sichtbarkeitswerte wird der Viewport einmal pro Sekunde abgetastet; Netzwerk- und CPU-Verbrauch werden über die Session kumuliert. CrUX berichtet die Werte wie gewohnt am 75. Perzentil. Google sagt, diese Metriken können besonders Werbetreibenden und Publishern helfen.

Als ich die Meldung las, habe ich nicht an Werbetreibende gedacht. Publisher vielleicht noch. Offen gestanden habe ich zuerst an meinen Job und an mich gedacht. Auch ohne Präsenz in der GSC sind das ziemlich geile Datenpunkte. Google sagt zwar, dass Werbung an sich kein Problem ist. Aber gleichzeitig wissen wir, dass übermäßige Werbemittel und Interstitials zu schlechterem Ranking oder sogar zu Abstrafungen führen können. Dem Leak können wir entnehmen, dass Google einen ClutterScore%20%2D-,clutterScores,-(type%3A) führt, der anzeigt, wie überfrachtet und undurchsichtig eine Seite (vordergründig durch Werbung) ist. Wir wollen und müssen ein tolles Nutzungserlebnis schaffen, und niemand wird bestreiten, dass zu viel Werbung schlecht für die UX ist. Die Diskussion, wann „zu viel“ erreicht ist, wird oft ohne Daten oder mit einzelnen Screenshots im Konkurrenzvergleich geführt. Endlich bekommen wir echte Daten an die Hand, wie viel Werbung meine User im Vergleich zu den Usern auf Konkurrenzseiten sehen. Das wird ein klasse Analyse- und Consultinghebel. Nichts mehr aus dem Bauch heraus, niemanden verrückt machen. Einfach nüchterne Zahlen nebeneinanderlegen, die auch die Konkurrenz beinhalten, und fertig. Bin ich schlechter, könnte das ein Hebel sein. Bin ich gleich auf, dann sollte ich vielleicht woanders schauen. Das hatten wir auch schon bei den Core Web Vitals.

Aber Moment, so einfach ist es dann doch nicht. Die GSC gibt uns die Daten nicht, schon gar keine Daten zu fremden Properties. Aber wir können uns ja CrUX Vis zur Hilfe nehmen. Allerdings ist Skalierung hier Fehlanzeige. Aber es gibt doch eine API. In der heutigen Zeit ist das Datenabschnüffeln an API-Endpoints nicht mehr das Problem. Das übernimmt der Praktikant Claude für Dich. Ich wollte gerade das Briefing absetzen, da fiel mir auf, es gibt ja nicht nur eine API, sondern zwei: die CrUX API und die CrUX History API. Bis ich mich entschieden hatte, welche ich verwende, und mein Briefing aufsetzen wollte, da kam Johan schon mit dem ersten MVP des Tools um die Ecke. Es sollte am Ende nicht auf eine, sondern auf beide APIs hinauslaufen.

Bild der Übersichtstabelle im CrUX Fetcher von Wingmen

Beide zusammen ergeben genau das, was wir haben wollen. Die “normale” API liefert den aktuellen 28-Tage-Wert: eine Zahl pro Origin, grün, gelb oder rot, sofort sortierbar. Die History API liefert die 25 überlappenden Wochenfenster dahinter (theoretisch könnte man bis zu 40 nehmen). Oben im Dashboard steht damit der Status samt kleiner Verlaufskurve, unten die Einzelwerte mit Zeitraum. Jetzt sagt vielleicht der eine oder die andere: Das klingt nach Spielerei. Ist es aber nicht. Es ist der Unterschied zwischen „Die sind schlechter als wir" und „Die werden seit acht Wochen schlechter". Und wenn Dich jemand fragt, woher die Zahl kommt, scrollst Du runter, statt zu argumentieren.

Eingabemaske für eine Analyse mit dem CrUX Fetcher von Wingmen

Probiere unseren CrUX Fetcher direkt aus. Wir freuen uns auf Dein Feedback.

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