Du hast bestimmt auch Paradebeispiele, mit denen Du Kunden oder Kollegen Teile der SEO-Welt näher bringst. Eines von unseren mĂśchte ich diese Woche gerne mit Dir teilen. Dabei soll es um Saisonalität gehen. Die ist keine Erfindung von SEOs, spielt aber wegen der fĂźr uns relevanten Suchnachfrage eine besonders groĂe Rolle. Denn die Nachfrage nach Themen kann immer schwanken. Wie sie das tut und ob es dabei Muster gibt, hängt jedoch vom jeweiligen Thema ab.
Steigt erfreulicherweise der Traffic oder lässt er blÜderweise nach, ist es daher immer eine Sekunde wert, sich zu ßberlegen, was man denn aktuell erwarten wßrde. In manchen Fällen sieht man dann, dass es an etwas anderem liegen muss und saisonal wenig schwankt, wie hier zum Beispiel:

Aber in genauso vielen Fällen sehen wir auch deutliche Muster, die sich fßr die Nachfrage abzeichnen:

Die Nachfrage nach Keksen nimmt ab Herbst zu, bevor sie im Dezember gipfelt und dann steil abfällt. Die Nachfrage nach dem Abnehmen steigt im Januar danach rasant an und nimmt ßber das Jahr gesehen selbst ab. Ein klassisches Beispiel fßr eine relativ deutliche saisonale Ausprägung.
Wir finden das Beispiel auch deshalb so klasse, weil man sogar noch eine These aufstellen kĂśnnte, dass die beiden Verläufe kausal zusammenhängen. Herleiten lässt sich das auch, trotzdem mĂśchten wir hier einmal ausdrĂźcklich warnen: Nur weil die Graphen so schĂśn verlaufen und etwas passend aussieht, heiĂt das nicht, dass ein Zusammenhang besteht. Es kĂśnnten ja auch ganz viele andere Dinge sein, die fĂźr den Wunsch des Abnehmens sorgen.
Ersetzen wir spaĂeshalber Mal die Kekse durch Kuchen, harmoniert das Bild nicht mehr so schĂśn:
Die Nachfrage nach Kuchen hat seine Hochphasen (April/Ostern) sogar dann, wenn auch das Interesse nach Abnehmen noch einigermaĂen im Kurs steht. Soll eigentlich nur zeigen: Einen kausalen Zusammenhang kann man sich nicht mal so eben aus den Rippen schneiden. Beispiele dafĂźr gibt's aber wie Sand am Meer. Etwa die Scheinkorrelation des Abstands zwischen Sonne und Saturn und die Anzahl der Google-Suchen nach "how to make baby":

Auf die Gefahr hin, dass mir jetzt Hobbyastrologen aufs Dach steigen, ist relativ offensichtlich, dass hier kein kausaler Zusammenhang besteht, obwohl die Grafik es nahelegen kÜnnte. Deswegen gilt: Ob Keks oder Kosmos, immer die Zusammenhänge hinter Deinen Daten hinterfragen!