Wir SEOs wollen normalerweise möglichst viel Raum mit unserer eigenen Domain in den Suchergebnissen einnehmen. Daher sind manche SEOs gar nicht mal so traurig, wenn sich ihre Inhalte kannibalisieren, sofern statt gar keiner plötzlich sogar mehrere URLs zu einer Suchanfrage auf der ersten Google-Seite ranken.
Schließlich bekommt die eigene Marke so jede Menge Aufmerksamkeit oder gar Klicks und die Konkurrenz findet kaum noch statt.
Mit Blick auf eingerückte Suchtreffer (Indented Search Results) ist Joy Hawkins in einem Beitrag für Searchengineland allerdings der Ansicht: Vorsicht, Mehrfach-Rankings können schaden!
Mögliche Gründe, warum Indented Search Results schädlich sein können:
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Dass mehrere URLs derselben Domain ranken, könnte ein Signal dafür sein, dass Google nicht einschätzen kann, welche von beiden tatsächlich die richtige/bessere ist.
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Suchende klicken womöglich auf das weniger relevante Ergebnis und schaden mit ihren aus der Enttäuschung geborenen Interaktionsdaten dem Ruf der Domain.
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Somit finden Suchende auch nicht zum nützlichen Inhalt, der ihnen hätte helfen können.
Woran lässt sich erkennen, ob wir uns über die Indented Search Results freuen können oder nicht?
Joy zieht dafür durchschnittliche Klickraten aus der SERP zurate. Darunter ist auch die Sistrix-Studie, die auch wir hier bei Wingmen häufig als Gradmesser ansetzen, um zu ermitteln, ob eine Seite in den Suchergebnissen womöglich unterdurchschnittlich abschneidet.
Solange die Klicks aber für alle rankenden URLs reinkommen, musst Du Dich nicht absichtlich von der Mehrfachpräsenz auf der SERP verabschieden. Gut möglich, dass das eingerückte Ergebnis ein passendes Unterthema anteasert oder die Suchanfrage so vage und die Suchintention so unklar ist, dass Ergebnisse für verschiedene Suchbedürfnisse infrage kommen.
Generell gehe ich aber mit der Einschätzung mit, dass Kannibalisierung und fehlende Trennschärfe zwischen URLs meist ein Problem darstellen. Hier müssen wir jeweils sorgfältig überprüfen, ob wir tätig werden sollten.