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Junior Consultant

Nach den großen Vorwürfen, wir SEOs würden das Internet schlecht machen, hier ein paar Tipps, wie man eine gute User Experience ermöglicht – oder eine schlechte vermeidet. Vor einigen Wochen habe ich über Helpful Content Update (HCU), Ads & Co. geschrieben. Dies ist Teil 2, der sich hauptsächlich auf diesen Artikel bei Search Engine Land (SEL) bezieht.

Werbeanbieter sind NICHT Dein Freund

Der Artikel von SEL beschreibt die unglaublichen Ratschläge, die gegeben werden, um Werbung auf der eigenen Website zu platzieren. Hier einige Beispiele:

  • Auto-Play Video Ads, die mitscrollen

  • Längere Artikel, um mehr Werbung unterzubringen

  • Ad Density (= Verhältnis von Werbung zu Inhalt) von +30%

Es gibt keine optimale Textlänge, um für ein Keyword zu ranken? Sehr gut, dann packen wir mehr Werbung rein, indem wir den Artikel künstlich strecken. 😂

Wie wäre es mit Jump Links, um die Navigation zu erleichtern? Sehr gut, die Nutzer*innen springen zu den Ads, anstatt zum Content. 😂

Wie wäre es mit Auto-Play Videos, um vom eigentlichen Inhalt abzulenken? Sehr gut, die lieben wir alle. 😂

Helpful Content bedeutet nicht, dass der Content länger ist. Es bedeutet auch nicht, dass jemand einen ultimativen Guide schreibt. Helpful Content ist Content, der auf echter Expertise beruht, und die kann nur von denen vermittelt werden, die eigene Erfahrungen haben. Ansonsten handelt es sich oft nur um eine Illusion von Wissen und Weisheit.

Nein, nein, nein, lass den Spam sein

Auch die Frage, ob Google etwas gegen KI-Inhalte hat, wird oft diskutiert. Kurz: Nein. Lang: Es gibt Nuancen. Wenn KI mit dem primären Ziel eingesetzt wird, gut zu ranken, dann mag Google das nicht. Aber das ist unabhängig von KI. Der genaue Wortlaut von Google:

"If you use automation, including AI-generation, to produce content for the primary purpose of manipulating search rankings, that's a violation of our spam policies."

Programmatic SEO wird von John Müller unter anderem deshalb als Spam bezeichnet, weil sie darauf abzielt: Gute Rankings in der Suchmaschine. Eigentlich ist es ganz einfach: Wenn Deine Website keinen Mehrwert bietet und nur bereits vorhandene Inhalte wiederkäut, dann sind die Inhalte nicht hilfreich.

Es geht also auch um das Konzept des Informationsgewinns (oder Information Gain). Bietet mein Ergebnis zur Suchanfrage einen einzigartigen Mehrwert im Vergleich zu anderen Suchanfragen? Als Merkformel: Kein Mehrwert = nicht hilfreich.

Dass man Programmatic SEO auch anders machen kann, beschreibt Ryan Law in einem Artikel von Ahrefs. Wenn Du die Möglichkeit hast, auf eigene Daten zurückzugreifen, dann bietet Dein Programmatic SEO Content einen einzigartigen Mehrwert:

"Proprietary data: original data that is unique to you, your company, or your product. This is the most desirable data type: you can provide information no one else has."

Eines der von Ryan genannten Beispiele ist "Made in Webflow".

Ein Screenshot aus Ahrefs, auf dem das Verzeichnis https://webflow.com/made-in-webflow analysiert wird. Der Graph steigt von Mai 2022 (0 Traffic) bis November 2023 stetig an und erreicht Werte von fast 100.000 monatlichen Aufrufen.

Performance des Verzeichnisses von https://webflow.com/made-in-webflow in Ahrefs\ Ich habe in der Vergangenheit mit Webflow gearbeitet und Seiten für verschiedene Kunden erstellt. Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder Nutzerin diese Inhalte als hilfreich empfindet. Und dann ist es auch richtig, dass dies in der Suchmaschine belohnt wird.

Junior Consultant

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