Wenig hat im vergangenen Jahr so viel Goldgräberstimmung unter den SEOs ausgelöst wie das Warehouse Leak von Google, bei dem 14.000 intern verwendete Attribute mal eben für die Öffentlichkeit zugänglich wurden. Die Neuauflage dessen hat dann deutlich weniger hohe Wellen geschlagen. Wenn Du Dich jetzt fragst, welche Neuauflage ich meine, dann ist dieser Beitrag genau richtig für Dich.
Was ist passiert? Ende Juli ist eine interne Liste mit in etwa 1.200 Experimenten von Google öffentlich geworden. Davon sollen etwa 800 noch im Juni aktiv gewesen sein. Trotz einer umfangreichen Berichterstattung von SearchEngineLand sind die Reaktionen hierzulande eher verhalten gewesen.
Fairerweise muss man sagen, dass es insgesamt etwas weniger Substanz ist. Weniger spannend ist es dadurch allerdings nicht. Es mag zwar eine kleinere Liste sein und wir haben lediglich die Namen, aber gerade die Sachen, an denen Google experimentiert, sind für uns fast noch spannender. Denn das Warehouse Leak hat uns im besten Fall einen Teil des Status Quos aufgezeigt. Die Experimente sind Hinweise darauf, womit sich Google für die Zukunft beschäftigt.
Ich hatte noch nicht die Gelegenheit, mich in der gebührenden Ausführlichkeit mit den aufgelisteten Experimenten zu beschäftigen. Viele spannende Punkte sind aber auch auf den ersten Blick dabei:
- Viele Einträge zu “DeepNow”: Die Kollegen von SearchEngineLand gehen hierbei von einem Nachfolger des persönlichen Assistenten GoogleNow aus.
- Ein Experiment “MealIdeasItemEditLabsLaunch”: Möglicherweise plant Google selber Rezeptideen zu bringen? Watch out, Chefkoch!
- NewsEntityMentionsLaunch: Ein Hinweis auf eine stärkere Rolle von Entitäten für News?
Die Auflistung könnte noch länger werden, aber ehrlich gesagt würde ich vorher noch ausführlicher durch das Ding durchwühlen.
Falls Du aus dem 2024er Leak noch Thesen oder Theorien über hast, empfehle ich Dir, mal die Experimente danach zu durchsuchen. Vielleicht findest Du etwas Spannendes heraus!