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Junior Consultant

Solange es (auf Startseiten) Slider gibt, werde ich Beiträge veröffentlichen, um Dir zu sagen, warum das keine gute Idee ist.

Vor einigen Monaten habe ich bereits einen Artikel zur problematischen Barrierefreiheit von Slidern geschrieben. Da habe ich auch eine Sammlung an Tests zu dem Thema referenziert.

Heute möchte ich Dir 3 Argumente an die Hand geben, warum Slider (meistens) in die Tonne gehören.

Ein Argument fürs Gehirn

Meine Bachelorarbeit habe ich vor langer Zeit über Neuromarketing geschrieben – die Wissenschaft, wie unser Gehirn auf Marketing-Botschaften reagiert. Spannendes Thema, um besser zu verstehen, warum wir so sind wie wir sind.

Der älteste Teil des Gehirns wird gerne als “Crocodile Brain” bezeichnet. Dessen Hauptaufgabe: Überleben sichern.

Was ist in der Wildnis wichtig, um zu überleben? Bewegung erkennen. Wenn wir einen Slider sehen, lenkt das ab, da wir mehr auf Dynamik (Bewegung), als auf Statik achten. Im Worst Case lenken Slider davon ab, dass das Produkt oder die Dienstleistung verstanden wird.

Ein Argument für die Logik

Was soll der Slider bewirken? Oder umgekehrt: Was ist die Aufgabe eines Abschnitts auf einer Website? Es geht darum, eine Botschaft bzw. einen Teil des Inhalts rüberzubringen. Der Slider bombardiert das.

Es scheitern genug Websites daran, einen 5-Sekunden-Test zu überleben. Damit meine ich einen Erstbesuch, bei dem jemand innerhalb von 5 Sekunden sagen kann, worum es auf dieser Website geht. Wie soll dabei ein Slider helfen?

"Ja, aber ich habe unterschiedliche Zielgruppen, die möchte ich alle ansprechen.”

“Natürlich ist das alles wichtig und muss direkt sichtbar sein.”

“Dadurch wirkt unsere Website dynamischer.”

Fokus auf alles = Fokus auf nichts. Das funktioniert nicht. Und diese Dynamik sorgt oft dafür, dass uns schwindlig wird.

“If you design for everyone, you delight no one.”

Alan Cooper

Ein Argument für die Autonomie

Wir blenden die häufigen Probleme mit der Barrierefreiheit für einen Augenblick aus, die spätestens nächstes Jahr drücken werden: Wenn Du einen Slider einsetzen MUSST und keines der vielen Argumente, die dagegen sprechen, geholfen hat, dann lasse bitte die Nutzer und Nutzerinnen entscheiden, wie sie mit dem Slider interagieren.

Ohne Loop, ohne Auto-Play und mit klar erkennbaren Kontrollmöglichkeiten.

Um es zu übertreiben: Stell Dir vor, Du möchtest auf YouTube Videos schauen. Du rufst die Startseite auf und ohne zu fragen spielen automatisch Videos ab oder die Wiedergabegeschwindigkeit ist für Dich viel zu schnell, ohne Einstellungsmöglichkeit.

Das ist Mist. Im Prinzip ist es mit Slidern genauso. Wir mögen (gefühlte) Autonomie, daher sollten wir sie unseren Nutzern und Nutzerinnen nicht wegnehmen.

Ein Rant pro Jahr

Ich vermute, das war mein jährlicher Rant gegen Slider, we will see.

Falls Du großer Fan von Slidern bist oder jemanden kennst, der/die auf Slider schwört:

Ich brenne Testergebnisse zu sehen, in denen hohe Nutzerzufriedenheit mit Daten nachweisbar gemessen wurde oder in denen die Zahlen sagen, dass die Nutzer und Nutzerinnen mit den hinteren Slides häufig interagieren.

Wenn Du was hast oder wen kennst, schreib mir gerne eine Mail oder Nachricht bei LinkedIn.

Junior Consultant

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