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Geschäftsführender Gesellschafter

Vor einiger Zeit hatten wir von der neuen Suchmaschine you.com berichtet. In jüngster Vergangenheit hatte ich Dir einen Überblick über die aktuelle Situation auf dem Suchmarkt gegeben.

Letzte Woche wurde mein Beta-Zugang für you.com freigeschaltet. Und ich muss sagen, das Konzept ist gar nicht so uninteressant. Direkt beim Start wirst Du gebeten Domains rauf oder runter zu voten. Du kannst beeinflussen, wovon Du mehr oder weniger in den SERPs sehen möchtest.

Einrichtung von you.com: Der Dialog „Customize your search“ lässt Quellen wie Pinterest, Quora, Stackoverflow, Twitter und Wikipedia mit Daumen hoch oder runter bewerten

Die Suchergebnisse selbst werden dann in horizontal scrollbaren Reihen angeboten. Das ist erst einmal ungewohnt, aber irgendwie auch ganz charmant.

Bei Programmier-How-To-Fragen wird natürlich als erstes Stack-Overflow angeboten (mit ziemlich umfangreichen Snippets). Die „normalen" organischen Treffer sind in einer Reihe angeordnet und Du kannst diese ebenfalls horizontal scrollen.

Suchergebnisse von you.com zu „how to implement hreflang“: Die Treffer liegen in waagerecht scrollbaren Reihen, oben Web-Ergebnisse, darunter eine eigene Reihe mit Stack-Overflow-Fragen

Und das gleiche Layout finden wir dann auch bei „People also asked/Featured Snippet"

you.com zu „how to implement hreflang“: eine Reihe „Quick Facts“ mit Schritt-für-Schritt-Anleitung und People-Also-Ask-Kasten, darunter eine Bilderreihe

Die einzelnen Boxen lassen sich hoch oder runter voten und die Suche passt sich dann an.

Insgesamt macht die Suche schon einen soliden Eindruck. Das System macht schon Spaß in der Benutzung. Auch wenn hier einfach verschiedene Ergebnislieferanten (Bing und einige APIs (Stackoverflow, Yelp, etc.) zusammengestöpselt werden. Das ist schon übersichtlich und hilfreich.

Und für den Use Case bei vielen Suchanfragen quasi Site-Abfragen für bestimmte Domains automatisch zu bekommen fallen mir schon eine Menge Situationen ein, bei denen ich das brauchen könnte.

Wenn das System dann auch noch mitlernt und anfängt clevere Vorschläge zu machen, dann kann das schon etwas werden.

Irritierenderweise werden aber auch in der Reihe der Ergebnisse „from the web" die Ergebnisse von YouTube nicht herausgefiltert, obwohl es dafür eigentlich eine eigene Ergebnisreihe gibt.

Und werden die Fragen longtailiger, dann werden die Ergebnisse ziemlich wenig hilfreich, weil versucht wird trotzdem viele Reihen anzuzeigen:

you.com zu „how to drill in glass“: eine Reihe mit vier Web-Ergebnissen von Anleitungsseiten und YouTube

you.com zu „how to drill in glass“: eine eigene Ergebnisreihe für IKEA, deren vier Treffer von Fensterdeko bis Kaffeesatz nichts mit der Frage zu tun haben

Interessant ist auch: Die Suche macht Desktop mehr Spaß als Mobile, dort ist der Gewinn zusätzlicher Übersicht nicht gegeben und dann werden die großen Snippets eher hinderlich.

Fazit: Ich find es spannend den Ansatz zu beobachten. Der Tab bleibt erstmal offen. Aber ich glaube nicht, dass ich bereit sein werde dafür Geld auszugeben.

Geschäftsführender Gesellschafter

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