Eigentlich kann ich es nicht mehr hören. Mich nervt das KI-Thema – vielleicht geht es Dir auch so. Die gute Seite, die dadurch aber mitschwingt: Wir sind angehalten, über unsere Inhalte nachzudenken.
"If all your content does is shuffle common knowledge around, then I have bad news: the robots will eat your lunch."
– Ryan Law in "How To Stand Out in an Ocean of AI Content"
So gehst Du nicht unter
Ryan Law hat in seinem Artikel "How To Stand Out in an Ocean of AI Content" drei Wege für mehr Differenzierung Deiner Inhalte aufgezeigt.
Experimentation
Damit meint er, dass Du Daten erhebst, die niemand anders hat. Ein paar Beispiele dafür wären
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der Content Benchmarking Report von Animalz,
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Studien von Sparktoro (z. B. "Who Sends Traffic on the Web and How Much?") und
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die Detailed-Analysen der Suchergebnisse (z. B. "How 16 Companies are Dominating the World's Google Search Results").
Haris Spahić hat die Möglichkeiten zur Content-Differenzierung mit Cornflakes-Varianten verglichen.
Von "Generic Content Flakes", über "The Bare Minimum Crunchies", hinzu "Memorable O's". Die dafür erstellten Bilder finde ich klasse:

Content-Design spielt, wie man hier schön sieht, auch eine Rolle.
Experience
Das Thema habe ich bereits in meinem Artikel zu Copycat Content%20Content%2C%20Bad%20(Copycat)%20Content%20%E2%80%93%20das%20k%C3%B6nnen%20wir%20besser) angeschnitten. Deine Inhalte stechen mehr heraus, wenn Du aus eigener Erfahrung berichtest. So kannst Du persönliche Anekdoten und Storytelling einbringen, die Deine Inhalte interessanter machen.
Could < Should < Did. Keine Meinung haben ist langweilig. Eine Meinung haben ist interessant. Etwas gemacht zu haben und darüber zu berichten, ist spannend.
Letztens habe ich Dir im Newsletter Empfehlungen weitergegeben, weil ich selbst damit positive Erfahrungen gemacht habe (Hervorhebung = eigene Erfahrung):
" Neben vorherigen beruflichen Anlaufstellen gab es auch in meinem Studium unterschiedliche Projekte (inklusive meiner Masterarbeit), in denen ich Interviews führen musste, um Insights zu gewinnen. Das heißt nicht, dass die schreibende Person – in diesen Fällen ich – keine Ahnung haben muss."
Du möchtest z. B. über nachhaltiges Webdesign schreiben? Setze eine Website auf oder und/oder mache einen Benchmark, wo Du als Status-Quo stehst.
Nach einer Recherche weißt Du, wie Du optimieren kannst. Setze das auf Deiner Seite um und schaue, was es gebracht hat. Das ist viel spannender zu lesen, als theoretisch erzählt zu bekommen, was man alles machen kann.
Die meisten haben das, wovon sie schreiben, noch nie umgesetzt.
"Information can be summarized, but experiences can't."
– Haris Spahić in einem LinkedIn Post
Effort
Laufe weiter als die Anderen und trainiere härter. Alex Hormozi hat das in diesem Kurzvideo perfekt heruntergebrochen:
"If some guys played real life the same way they played video games they'd make more money."
Er beschreibt das alte Xbox Spiel Fable, indem er monoton stundenlang den gleichen Zombie umgeknüppelt hat. Ich kenne das vor allem aus MMO(-ähnlichen)-Spielen. Man tut Dinge, die eigentlich keinen Spaß machen, weil sie am Ende Früchte tragen. Er führt die Analogie noch weiter:
"But yet, we're not willing to do that in the real world where you [...] have to make more content. The game is the same. You have to be willing to sit there, and slay the same thing over and over again, until your avatar (you) gets strong enough to beat the bigger boss."
Einer der Gründe, warum so viele SEO- und Content-Projekte scheitern. Alle wollen den schnellen Hack, Shortcuts und viele Level überspringen. In Videospielen gibt es dafür heutzutage einen Trick: Kauf Dir den Fortschritt gegen Geld.
Das funktioniert im echten Leben theoretisch auch – sich durch Geld einen Vorsprung verschaffen und aufholen – nur dass es hier andere Unternehmen gibt, die den Preis in die Höhe treiben.
"But difficulty is a moat: if it's hard to create, it can't be instantly pumped out by any old company with any old AI tool."
– Ryan Law
Der Schlüssel für Erfolg ist am Ende also der gleiche wie vorher (ohne KI): Geh die Extrameilen, die die anderen nicht gehen wollen.