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“I'm fairly sure if they took porn off the internet, there'd only be one website left, and it'd be called ‘Bring back the porn!’” – Dr. Cox, Scrubs

Zu sagen, dass das Internet und pornografische Inhalte eine bemerkenswerte gemeinsame Geschichte haben, ist vermutlich noch untertrieben. Nicht umsonst existiert das Meme um Regel Nr. 34: „There is porn of it, no exceptions.“, oft mit dem Zusatz: “If no porn is found at the moment, it will be made.”

Als ob man diese im Ursprung nicht geklärte und wahrscheinlich zynische Beobachtung der Realität der Medienerstellung und des Konsums derselbigen bestätigen wollte, haut Sam Altman einen raus. Ab Dezember soll es bei ChatGPT eine Erotik-Funktion für verifizierte Erwachsene geben. Nun gibt es eine Reihe von validen Kritikpunkten:

  • Unklarheiten über den Verifizierungsprozess
  • Bestehende psychische Gesundheitsrisiken wie ungesunde emotionale Bindungen
  • Risiko von Missbrauch und Deepfakes

Immerhin muss die neue Funktion aktiv vom User eingeschaltet werden. Aus einer geschäftlichen Perspektive ist die Entscheidung vielleicht nachvollziehbar. Konkurrenten wie die Grok AI von X (ehemals Twitter) lassen solche Funktionen schon länger zu, andere Anbieter haben dies exklusiv als Geschäftsmodell. So bietet beispielsweise Character.AI sogar die Erstellung eines Avatars an, auch für sexuell explizite Zwecke.

Die ChatGPT-Nutzung hat einen Peak hinter sich und sinkt wieder. Es ist immer noch unklar, ob das Geschäftsmodell funktioniert und profitabel ist. Wenig verwunderlich also, dass neue Geschäftsfelder erschlossen werden.

Das hat natürlich auch einen Einfluss auf die Relevanz von ChatGPT als Traffic-Quelle. Nutzer, die mit dem Chatbot … sagen wir mal “flirten” wollen, suchen in dem Moment nicht nach Deinem Produkt oder Service. Der Anteil der für Geschäftstreibende relevanten Suchen auf der Plattform sinkt. Und selbst wenn doch und Dein Produkt thematisch relevant ist, bleibt die bisherige Dunkelziffer. Denn wie viel Traffic oder gar Conversions über diese Nutzer tatsächlich generiert werden, ist immer noch fraglich.

Bei allen – wie oben gesagt – validen Kritikpunkten war meine initiale Reaktion dann eher die Offenbarung einer early onset Boomer-Mentalität. Ich dachte nämlich: “Unbegrenzte Möglichkeiten, das Wissen der Welt in Deinen Händen. Du kannst ein Bild oder eine Melodie erstellen (lassen), alles mit Hilfe der KI. Und natürlich geht’s am Ende wieder um Pornos. Was auch sonst.”

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